Neugestaltung des Bürgerplatzes zur grünen Ortsmitte

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Siegerentwurf

Pläne zur Umwandlung in einen Treffpunkt mit Aufenthaltsqualität

Ein lebendiger, inklusiver und nachhaltigen Treffpunkt für jedermann“ soll er in naher Zukunft werden, der Echinger Bürgerplatz, ein Wunsch, der so oder ähnlich den wenig einladenden, asphaltierten, meist nur sparsam frequentierten Platz seit seiner Fertigstellung Anfang der 1990er Jahre begleitet hat.

Neue Chancen auf eine Realisierung haben sich durch die die Aufnahme Echings in die Städtebauförderung im Rahmen des ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) ergeben, wofür die politische Gemeinde in einem gut zweijährigen Entscheidungsprozess alle formellen Voraussetzungen erfüllt und damit beste Voraussetzungen für eine Umwandlung, sprich Aufwertung der Ortsmitte geschaffen hat. Dafür können Fördergelder bis zu 60 Prozent bei den Umbau- und Planungskosten aufgerufen werden.

Als erster Schritt wurde vom Gemeinderat die Durchführung eines „Freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb zum Bürgerplatz“ beschlossen, für den rund 60 Einsendungen eingingen. Neun Architekturbüros haben es in die Endrunde geschafft. Final über die drei besten Planungen und damit die Verteilung der Preisgelder befunden hat ein Gremium aus Gemeinderäten und Fachjuroren Ende April, und zwar mit einem nahezu einstimmigen Votum. Der Siegerentwurf, der die Grundlage für die anstehende Bürgerplatz-Umgestaltung bildet, kommt vom Münchner Büro „Slam – Schaar Landschaftsarchitekten“.

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Bei der gut besuchten Ausstellungseröffnung definierte, beziehungsweise wünschte sich der neue Bürgermeister Michael Steigerwald den Bürgerplatz, und das durchaus im Einklang mit den seit Jahrzehnten gehegten Visionen der Echinger, „als Herz unserer Ortsmitte. “ Er sprach von einer „großen Chance für die Gemeinde“. Überall sei „die Vorfreude auf eine zeitnahe Neugestaltung spürbar“, so Steigerwald weiter, für eine Realisierung natürlich sei weitaus mehr nötig „als eine planerische Aufgabe.“

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Fachjurorin Rita Lex-Kerfers hatte die Aufgabe übernommen, die Entwürfe und insbesondere die Plätze eins bis drei aus fachlicher Sicht zu beschreiben. Dabei hat der Siegerentwurf vor allem durch seine neue „grüne Qualität“ und als Beitrag zur Klimaanpassung punkten können. Aus der bisher stark befestigten Fläche soll ein parkartiger Mittelpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Die Jury lobte besonders die die gelungene Verbindung von multifunktionalem, „alltagstauglichem“ Freiraum mit Wohlfühlcharakter für jedermann und Klimaschutz. Das Konzept sieht bepflanzte Inseln, Baumtröge, viele Sitzgelegenheiten, ein Hochbeet, einen Spielplatz sowie ein Nebelspiel für heiße Sommertage vor. Für Veranstaltungen, in der Größenordnung eines Volksfestes etwa, bietet der untergliederte Raum dagegen zu wenig freie Fläche, ein Kritikpunkt, „mit dem man umgehen muss“ so Lex-Kefers. Bevor gebaut werden kann, muss der Siegerentwurf allerdings noch zu einer finanzierbaren und umsetzbaren Planung weiterentwickelt werden.

„Für’s gute Klima in Eching“, engagiert sich der Klimabeirat als parteiübergreifendes, lokales Beratungsgremium und nutzte mit vielen seiner ehrenamtlichen Mitgliedern die gut besuchte, zukunftsweisende Ausstellungseröffnung im Rathaus, um den neuen Bürgermeister Michael Steigerwald zu begrüßen und sich vorzustellen. Klimabeiratssprecher Johannes Breitenbach überreichte ein kleines, aber aussagekräftiges Geschenk in Form eines bei einem Klimafrühlings-Workshop entstandenen künstlerisch gestalteten Meisenkastens. „Dafür finden wir einen geeigneten Platz“ versprach Steigerwald. Der Nistkasten trägt die mehrdeutigen Aufschrift: „Für’s gute Klima in Eching“ und dafür, so versprach Breitenfeld, werde sich der Klimabeirat auch weiterhin mit Rat und Tat einbringen.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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