15 Schulklassen besuchen Ausbildungsmesse

Kategorie: Schulen

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Valeria Sandner (Personalverwaltung Eching), Thomas Philipp (stellvertretende Personalleitung) und Ines Mannseicher (Referatsleitung Wirtschaftsförderung) sehen in der Ausbildungsmesse eine ideale Plattform um Sucher und Suchende zusammenzubringen.

Erfolgreiches Konzept: 29 Betriebe und Unternehmen werben um Nachwuchs

Was willst du werden?“ Die Frage wirft bei vielen Jugendlichen weitere Fragen auf.  Die Kindergartenjahre mit konkreten Berufswünschen wie Polizist, Baggerfahrer, Humanmedizinerin, Veterinärin, Prinzessin oder Lehrer sind lang vorbei. Jetzt ein paar Jahre später stellt sich für viele Schüler ab der achten Klasse und deren Eltern die sich stetig weiterentwickelnde Berufswelt mit all ihren Spezialausbildungen, Möglichkeiten und Chancen als unüberschaubares und sehr komplexes Feld dar. Wie sinnvoll kann es sein mit der Schule weiterzumachen oder doch besser eine Ausbildung in Erwägung zu ziehen und wenn ja, welche? Der Wandel in der Arbeitswelt hat es in sich und die althergebrachte Lehrmeister-Devise „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ gehört längst der Vergangenheit an. Vielmehr müssen sich Firmen, angesichts des eklatanten Fachkräftemangels in allen Branchen, um Nachwuchs aktiv bemühen. Eine Annonce auf einschlägigen Internet-Plattformen oder Plakataktion reicht nicht mehr, um künftige Arbeitnehmer zu interessieren. Wer morgen Talente in seinem Unternehmen beschäftigen will, darf heute die Hände nicht in den Schoß legen.

Kurze Wege, große Chancen: Gezieltes Recruiting
Vielerorts gehen seit einigen Jahren die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit meist ortsansässigen Firmen neue Wege, um mögliche Jobanwärter begeistern zu können. Ausbildungsmessen bieten eine ideale Plattform, um mögliche Auszubildende und Ausbilder zusammenzubringen. Ines Mannseicher von der Wirtschaftsförderung Eching organisiert, gemeinsam mit ihrem Kollegen Thomas Hoffleisch von der Standortförderung Neufahrn, eine erste Anlaufstelle: „Wir haben 2022 begonnen. Es war direkt ein Erfolg und wurde sehr gut angenommen“, stellt Ines Mannseicher fest: „Heute stellen wir im Bürgerhaus Eching 107 Ausbildungsberufe und duale Studiengänge vor.“ Das Angebot richte sich vor allem an die Schüler der Mittel- und Realschulen, aber auch des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums. „Wir wollen unsere Unternehmen vor Ort bei der Fachkräftefindung unterstützen und so auch die Arbeitswege für potenzielle Arbeitnehmer verkürzen, was ja für alle Vorteile hat“, erklärt Thomas Hoffleisch.

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Das perfekte Match
Im ersten Stock des Bürgerhauses summt es wie in einem Bienenstock. Überall stehen Schüler im Gespräch mit Firmenvertretern. Über ein digitales Matching-System der Landshuter Firma RECREWT, sind die Jugendlichen vorbereitet. Die App unterstützt auf spielerische Weise eigene Fähigkeiten und Neigungen einordnen und sich so besser orientieren zu können. Bei den unerfahrenen Schülern sorgt es so für einen ersten Überblick, um nicht wahl- und ergebnislos von einem zum anderen Stand zu ziehen, sondern gezielt auf Firmen zugehen zu können. Verena Sedlmeier und ihre Schwester, die auf zehn Jahre Erfahrung als Sozialpädagogin an Schulen zurückblicken kann, gründen vor ein paar Jahren RECREWT mit zwei IT-Spezialisten. „Das Matching-Tool bereitet die Schüler wirklich optimal vor. Schon im Vorfeld begleitet RECREWT das Ausbildungs-Matching und nimmt mit Unternehmen Kontakt auf, die dann die passenden Ausbildungsberufe vorstellen können“, zeigt sich Ines Mannseicher zufrieden.

Messeauftritt lohnt sich
Die Organisation der Messe gefällt Barbara Ramstötter, Mitarbeiterin bei Biozol Vertrieb GmbH sehr: „Wir sind das erste Mal hier, haben seit Jahren Praktikanten und bilden auch aus. Hier ist alles bestens vorbereitet. Für uns bietet die Messe eine ideale Gelegenheit und darstellen zu können und mit den Schülern sehr niedrigschwellig zu reden.“ Auch ihr Kollege Michael Simon, stellvertretender Teamleiter und Ausbilder im Customer Service findet lobende Worte: „Besonders haben mir die Laufzettel der Schüler gefallen, da sie sich bereits im Vorfeld mit der Berufsmesse auseinandersetzen mussten. Wir haben die Schüler sehr motiviert erlebt. Jetzt hoffen wir, dass für uns etwas bei rumkommt, aber ich bin eigentlich sehr zuversichtlich. Mega cool ist wirklich, dass hier Schüler aus Neufahrn und Eching sind, das sind kurze Wege.“ Matthias Christ (Customer Service Biozol) steht als ehemaliger Azubi mit am Stand und erlebt den überwiegenden Teil der Schüler sehr interessiert. Vor allem stellen die sehr genaue Fragen zum Berufsfeld: „Auch ob ein Auslandsaufenthalt planbar und möglich sei oder welche Abteilungen bei einer Ausbildung zu durchlaufen sind.“ Besonders vorteilhaft sei das persönliche Gespräch, betont Christ: „Das ist einfach etwas anderes als sich etwas online anzuschauen. So entstehen bessere Verbindungen.“

„Das Angebot ist riesig, es gibt so viele Umschulungsmöglichkeiten oder Weiterbildungen, die wir hier präsentieren. Es ist möglich mit den Unternehmen direkt in Kontakt zu treten und nachzufragen. Die Schüler müssen ja kommen, aber wir haben auch viel Werbung für jeden gemacht, der sich umschauen möchte.“

Ines Mannseicher, Wirtschaftsförderung Eching

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Messbar: Erfolgskonzept Ausbildungsmesse
Thomas Hoffleisch zieht zufrieden Bilanz. Für die Schüler sei das niedrigschwellige Angebot eine Möglichkeit „den Fuß in die Tür zu bekommen“. Der Erfolg der Messe sei nachweisbar, so Ines Mannseicher: „Wir hören immer wieder, dass die Firmen mit der Messe Leute für sich gewinnen konnten, was uns natürlich sehr freut. Das können wir auch in Statistiken abbilden.“ In erster Linie zielt das Angebot auf Schüler ab, aber auch auf weitere interessierte Arbeitnehmer, erklärt Hoffleisch: „Deswegen öffnen wir die Messe ab 13 Uhr auch für die Allgemeinheit. Unternehmen könne ihre Stellenangebote bewerben. Da gibt es bestimmt den einen oder anderen, der so einen Job findet.“ Mannseicher spricht die zahlreichen Optionen an, die sich heutzutage für Jobsuchende bieten: „Das Angebot ist riesig, es gibt so viele Umschulungsmöglichkeiten oder Weiterbildungen, die wir hier präsentieren. Es ist möglich mit den Unternehmen direkt in Kontakt zu treten und nachzufragen. Die Schüler müssen ja kommen, aber wir haben auch viel Werbung für jeden gemacht, der sich umschauen möchte.“

Michael Simon (li) und Matthias Christ stehen für Biozol das erste Mal auf einer Ausbildungsmesse Rede und Antwort.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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