„Bei uns sieht es aus wie in der Pinakothek“, freute sich Barbara Hammrich, stellvertretende Geschäftsführerin des ASZ/Mehrgenerationenhauses bei der gut besuchten Vernissage der bis zum 13. März laufenden aktuellen Kunstausstellung. Zu Recht, denn augenscheinlich zieren bekannte (und teuer gehandelte!) Meisterwerke aus vier Jahrhunderten von rund zwei Dutzend berühmten Malern wie Caspar David Friedrich und Paul Cezanne bis zu Jean Miro, Franz Marc oder Paul Klee , das Foyer des ASZ/Mehrgenerationenhauses. Dafür verantwortlich zeichnet, beziehungsweis „malt“ , der ortsanässige Künstler Rudolf Rehbach. Der 1951 geborene Mediziner unterhielt von 1988 bis 2021 eine Frauenarztpraxis in Neufahrn, bevor er sich im Alter von 70 Jahren ebenso ambitioniert wie gekonnt der Malerei zuwandte. Seit Kinder- und Jugendtagen kunstinteressiert, erschuf er zudem während seiner Studienzeit rund 20 ebenso filigrane wie ausdrucksstarke kleinere Bronzeskulpturen, von denen knapp die Hälfte nun ebenfalls im ASZ ausgestellt werden.
„Wir haben es heute also mit einem plastischen Frühwerk und nach einer schöpferischen Pause von über 30 Jahren mit einem malerischen Spätwerk zu tun“ fasste bei der Begrüßung Sybille Schmidtchen, Vorsitzende des Kulturforums, auf dessen Initiative die Kunstausstellung ermöglicht wurde, die imposante Werkschau treffend zusammen. Dabei plauderte sie bei der Vorstellung des Künstlers und seiner Schöpfungen auch ein wenig aus dem Nähkästchen: „Auch bei Rehbachs zuhause sieht es aus wie in einer Kunstausstellung.“ Der künstlerisch aktive Ruheständler ließ es sich nicht nehmen, dem interessierten Auditorium ebenso humorvoll wie kurzweilig einen persönlichen Ein- und Überblick über sein Kunstschaffen zu geben. Der Titel der Ausstellung „Berühmte Meisterwerke nachempfunden“ sei wohl überlegt, so Rehbach: Neben reduzierten Formaten hat er durch diverse Detailveränderungen im Sinne künstlerischer Freiheit den Werken eine eigene Handschrift verliehen. „ In den letzten Jahren habe ich im Stil von 50 verschiedenen Meistern über 100 Bilder gemalt“ führte er weiter aus. „es macht mir einfach mehr Spaß, einen Picasso zu malen als ein eigenes Bild“. Mit der Behauptung, „auch Sie kaufen lieben einen falschen Picasso als einen echten Rehbach“ hatte er die Lacher auf seiner Seite. Allerdings galt es für seine Gäste als unterhaltsame Herausforderung, auch zwei echte Eigenkreationen unter seinen nachempfundenen Ouvres zu identifizieren. Der besondere Anreiz: Ein kleines Gemälde für die erste richtige Lösung. Als schnellster „Kunstexperte“ erwies sich Günter Gürke.
Rudolf Rehbach vor zwei seiner Emil Nolde nachempfundenen Bilder.
Und da neben Medizin und Malerei auch die Musik zu Rehbachs wichtigen Lebensinhalten zählt, hat er sein eigenes Streicherquartett „Gilamare“ mit Ulrike Gietl, Margit Griesbacher und Anna Mayer“ gleich mitgebracht. Gemeinsam „untermalen“ die vier Musiker mit Rehbach am Cello mit schönen Melodien traditioneller Volkstänze einen bunten Abend der besonderen Art.
Er spielte Cello im Streicherquartett „Gilamare“, der vielseitige Künstler Rudolf Rehbach bei der Vernissage der eigenen Kunstausstellung im Echinger Alten- und Servicezentrum.
Für Sie berichtete Ulrike Wilms.










