Künstler aus der Gemeinde und damit lokales Kunstschaffen im Ort sichtbar(er) zu machen und einer möglichst breiten Öffentlichkeit vorzustellen, hat sich das gemeinnützige Kulturforum auf seine Fahnen geschrieben. Als eine zentrale und gut geeignete Galerie für darstellende Künstler wie Maler und Bildhauer hat sich das Rathaus- Foyer etabliert, in dem es vierteljährlich unter Federführung des Kulturforums wechselnde Ausstellungen mit einer großen Bandbreite unterschiedlichster Werke zu betrachten – und zu bestaunen – gibt.
Im Moment werden dort jüngst entstandene, gegenständliche Gemälde der Echingerin Elke Jung unter dem Titel „Erde – Spiegel unserer Seele“ – Dialog zwischen Mitgefühl, Wandel und Licht“ gezeigt. Die gewählte Überschrift stellt zugleich eine Einladung dar, die Motive, wie Tierdarstellungen, Landschaftsimpressionen oder auch einen teils mit geschriebenen Botschaften versehenen Frauenkopf, auf ihre tiefere Aussage hin zu „beleuchten“. Zum besseren Verständnis lassen sich über einen an jedem Werk angebrachten QR-Code Erläuterungen der Künstlerin zu den einzelnen Exponaten abrufen. Für die promovierte Naturwissenschaftlerin Elke Jung, die sich neben ihrer beruflichen Karriere als Gegenpol intensiv mit der Spiritualität indigener und buddhistischer Weisheiten beschäftigt hat, sind ihre Gemälde ein persönlicher, sprechender Ausdruck dessen, „wo Worte und Analysen enden.“
Bei der Vernissage interpretierte als Laudatorin Sybille Schmidtchen, Vorsitzende des Kulturforums, die ausgestellten Sujets als Aufruf, „die Welt als ein lebendiges Gegenüber zu sehen, das unseren Respekt und Schutz verdient.“ Diese Liebe zu Natur und Kreatur kommt etwa in dem Tierportrait eines Tigers „Wächter der Wüste“ oder beim farbintensiven Gemälde „Der Elefant – die bunte Gelassenheit“ zum Ausdruck. Mit Motiven wie „Die Choreographie des Überlebens“ und „Die Dürre und das Versprechen“ wolle Jung „auf den Klimawandel und die Dringlichkeit der Bewahrung unseres Planeten aufmerksam machen.“ Und wer Zeit für eine nähere Betrachtung von Jungs „beredten“ Motiven mitbringen mag, entdeckt in den dargestellten Szenarien auch das darin enthaltene „Prinzip Hoffnung“. Bis zum Ende der Laufzeit am 25.02. können sich alle Besucher des Rathauses dazu ihr eigenes „Bild“ machen.
Für Sie berichtete Ulrike Wilms.












