Terminal 2 Satellit
93 Mio Passagiere seit 2016 für Flughafen München und Lufthansa
Vor zehn Jahren, am 26. April 2016, wurde am Flughafen München der Terminal 2 Satellit in Betrieb genommen. Seit der Eröffnung nutzten rund 93 Millionen Passagiere die Anlage, insgesamt wurden etwa 672.000 Flugbewegungen abgefertigt. Innerhalb des Terminal-2-Systems entfallen rund 30 Prozent der Starts und Landungen sowie 36 Prozent der Fluggäste auf diesen Bereich. Der Anteil der Umsteiger liegt bei etwa 56 Prozent.
Der Satellit ist Teil des Joint Ventures der Flughafen München GmbH [FMG], und der Deutschen Lufthansa AG [DLH]. Die Partner investierten rund 900 Millionen Euro in das Projekt. Die Bauarbeiten begannen 2011. Seit der Inbetriebnahme hat der Flughafen die Anlage unter anderem um EasyPASS-Kontrollen, Systeme zur Ein- und Ausreiseregistrierung (EES) sowie zusätzliche Serviceflächen erweitert. Das Terminal 2-System wird ausschließlich von der Lufthansa Group und Fluggesellschaften der Star Alliance genutzt. Insbesondere im Satelliten werden eine Vielzahl von Langstreckenverbindungen in Richtung Indien, Asien und Nordamerika abgefertigt.
Nach der Sicherheitskontrolle im Terminal 2 erreichen Passagiere den Satelliten mit einer flughafeneigenen, automatisch fahrenden U-Bahn in rund einer Minute. Als erstes Midfield-Terminal Deutschlands setzte das Satellitengebäude zudem Maßstäbe in den Bereichen Nachhaltigkeit und Effizienz: So reduziert es die Emissionen gegenüber dem Hauptgebäude von Terminal 2 um rund 30 Prozent.
Auf mehr als 7.000 Quadratmetern befinden sich 15 Einzelhandelsflächen, sieben Restaurants und Cafés sowie drei Duty-Free-Bereiche. Hinzu kommen fünf Lounges mit über 4.000 Quadratmetern Fläche sowie Serviceangebote wie Ruhebereiche, Duschen, Kinderspielflächen und vieles mehr. Im Zentrum steht ein offener Marktplatz rund um den Vorfeldtower. Die thematisch gestalteten Marktstände greifen die Atmosphäre des Münchner Viktualienmarkts auf und orientieren sich an dessen Vorbild. Ferner verfügt der Satellit über Panoramafenster mit Alpenblick und eine Bar, von der aus sich ein Blick auf das Vorfeld bietet.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der FMG, Jost Lammers, betont: „Zehn Jahre Satellit sind ein Teil unserer gemeinsamen Erfolgsgeschichte im Joint Venture. Die Partnerschaft mit Lufthansa am Flughafen München ist ein großer Stabilitäts- und Wachstumsfaktor und erhöht unsere Sichtbarkeit im internationalen Wettbewerb der Hubs. Von dieser wirtschaftlichen Bedeutung profitiert Bayern und ganz Deutschland.“
Heiko Reitz, Bereichsvorstand Lufthansa Airlines und Hub Manager München, ergänzt: „Mit dem Terminal 2 und dem Satellitengebäude bieten wir unseren Gästen alle Annehmlichkeiten eines Premium HUBs. Künftig wird es noch mehr Platz für ein 5-Sterne Angebot am Flughafen München geben: Die Weiterentwicklung des Gebäudes gemeinsam mit unserem Partner FMG ist bereits in Planung. Die Eröffnung ist für das Jahr 2035 vorgesehen und wird das Lufthansa Drehkreuz und den Ausbau des Langstreckenangebots stärken.“
Für Sie berichtete Echinger Echo.








