Große Herausforderungen für ASZ-Trägerverein „Älter werden in Eching“

Kategorie: Vereine

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Das alte Vorstandsquartett des ASZ-Trägervereins „Älter werden in Eching“ ist auch das neue: Auf dem Fotos von links nach rechts, Sabine Palitzsch, 1. Vorsitzende Gertrud Wucherpfennig, Gert Fiedler und Charlotte Pschierer

Schwierige Zeiten liegen hinter dem Trägerverein des Alten- und Servicezentrums „Älter werden in Eching“. Dies betrifft nicht nur den Corona-Lockdown mit gravierenden Einschränkungen für das Veranstaltungs – und Begegnungsprogramm im ASZ-Mehrgenerationenhaus, sondern auch die unvorhergesehene und schmerzliche Schließung der Sozialstation Mitte des Jahres (wir haben berichtet). Diese hat auch noch negative Nach- und Auswirkungen auf den Haushalt: So fallen beispielsweise bis Ende des Jahres Personalkosten für das entlassene Pflegepersonal an, ohne dass Einnahmen auf der Habenseite stehen.

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Gut 40 Mitglieder folgten der Einladung am 12. August zur „doppelten Jahreshauptversammlung“ der beiden Kalenderjahre 2019 und 2020 ins Bürgerhaus.  Zentraler Tagesordnungspunkt: Die turnusmäßig alle zwei Jahre anstehenden  Neuwahlen, bei denen es im engeren, vierköpfigen Vorstandsquartett mit Vorsitzender Gertrud Wucherpfennig und den drei Stellvertretern  Gert Fiedler, Sabine Palitzsch und Charlotte Pschierer keine Veränderungen gab. Namentlich benannt wurden die juristischen Personen, die einen festen Sitz im Gesamtvorstand haben, beispielswiese die  Vertreter beider  Kirchengemeinden, der politischen Gemeinde,  BRK, Nachbarschafshilfe und  vhs. Die stimmberechtigten Anwesenden bestätigten die weiteren Mitglieder des erweiterten insgesamt 20köpfigen Vorstands  en bloc und per einstimmiger Akklamation. Auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist Arndt Palitzsch. Neu ins Gremium gewählt wurde Esma Gelis.

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Im Rückblick ließen Vorsitzende Gertrud Wucherpfennig und ASZ-Geschäftsführerin Siglinde Lebich ein „normales Jahr“ 2019 Revue passieren. Ein Höhepunkt war die Feier zum 30 –jährigen Vereinsjubiläum mit Sozialministerin Kerstin Schreyer als Ehrengast. Beweis für die internationale Reputation des im Echinger ASZ umgesetzten und gelebten  Quartierkonzepts  stellten erneut Visitationen aus aller Welt dar, so durch eine chinesische und zwei  taiwanesische Fachdelegationen.
Auch der Jahresbeginn 2020 ließ sich noch gut an, denn die beschlossene  Verlängerung des „Aufgabenübertragungsvertrages“  zwischen Gemeinde und ASZ-Trägerverein um 10 Jahre gewährleistet  ein gewisses Maß an Planbarkeit und Sicherheit für die nahe Zukunft. 

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Doch dann kam Corona. Ab März 2020 war die Arbeit der ehrenamtlichen und hauptamtlichen  ASZ-Mitarbeiter geprägt durch ausgefallene Termine und Veranstaltungen. Gerade einmal  5600 Teilnahmen wurden gezählt,  gegenüber  16.500 im Jahr 2019. Weder das jährliche Sommerfest noch das 25jährige ASZ-Jubiläum konnten gefeiert  werden. Als unbürokratische Soforthilfe beschoss der Vorstand, mit Spendengeldern im  Mehrgenerationenhaus einen Coronafonds einzurichten, für Menschen, die während der Pandemie unverschuldet in Not geraten sind.
Wie Vorsitzende Gertrud Wucherpfennig betonte, waren letztjährig trotz aller Widrigkeiten Beratungsgespräche,   453 an der Zahl,  und die Alltagshilfen des mobilen sozialen Hilfsdienstes  stets gewährleistet.
Gerade auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung und einen sich – absehbar- zuspitzenden Pflegenotstand werden diese von ehrenamtlichen Kräften geleisteten hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und Begleitdienste zur Sicherstellung der häuslichen Grundversorgung, die ein Verbleiben in den eigenen vier Wänden ermöglicht, immer wichtiger. 2020 leisteten 94 ehrenamtliche Helfer in 150 Haushalten 7783 Stunden. Bereits heute, so die übereinstimmenden Ergebnisse diverser wissenschaftlicher Studien, fehlen deutschlandweit mindestens 100.000  Fachkräfte im Pflegebereich und bis 2030 werden es 300.000 sein.

Der  gemeinnützige Verein zählte zum Jahresende 2020 374 Mitglieder in seinen Reihen, davon 325 über 65 Jahre.  Mitgliederwerbung und Verjüngung sind deshalb zentrale Zukunftsaufgaben für „Älter werden in Eching“. Ein Lichtblick sind da die insgesamt 14 Neuaufnahmen im laufenden Jahr.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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