„Das ist eine tolle Idee!“ und „So einen Trachtenflohmarkt müsste es viel öfter geben!“ – so oder so ähnlich lauteten die mit Abstand meistgehörten Sätze am Samstag, 11. April 2026 im Pfarrheim von St. Andreas, das die Festdamen und Sup-
porterinnen des Burschenvereins Eching in ein wahres Paradies für Trachtenfans verwandelt hatten. Zum ersten Mal überhaupt fand in Eching ein Trachtenflohmarkt statt – und der kam richtig gut an. Auf gleich zwei Etagen wurde gestöbert, anprobiert und natürlich ver- und gekauft und dabei so manches gute Geschäft gemacht. Organisiert haben das Ganze über 30 engagierte Helferinnen rund um Daniela Ring, bei der sprichwörtlich alle Fäden zusammenliefen. Drei Tage lang war das Marktteam im Dauereinsatz – von der Annahme der Ware am Freitag über den Verkauf am Samstag bis hin zur Rückgabe tags darauf. Rund 150 Verkäuferinnen und Verkäufer haben rund 1.500 Einzelteile abgegeben, so die Eckdaten, die Ring überschlägig errechnet hat und an denen sich die beachtliche Größenordnung dieser Premiere ablesen lässt. „Wir behalten 15 Prozent der Kaufsumme ein“, erklärte sie das faire Verkaufskonzept, von dem neben Anbietern und Kunden, in bescheidenerem Umfang, auch die Veranstalterinnen profitieren. Der Erlös fließt direkt in die Jubiläumskasse der Festdamen. Schließlich will das passende Outfit für das anstehende groß aufgezogene 80jährige Gründungsfest des Burschenvereins im Juni gut geplant sein.
Und damit war der Flohmarkt nicht nur Shopping-Gelegenheit, sondern auch ein gelungener Vorgeschmack auf die Festwoche im Sommer
(17. – 20.06.2026). Für jeden war etwas dabei: davon feschen Hüten über Dirndl in sämtlichen Farben, Schnitten und Konfektionsgrößen von 32 – 50, Krachledernen bis hin zu Haferl- und Schnallenschuhen. Ob Damen, Herren oder Kinder- Trachten- und Landhausmode. So manches Schnäppchen entpuppte sich als hochwertige Markenware in bestem Zustand. Wer sich beim Kauf unsicher war, fachkundige Tipps suchte oder Reparaturen und Änderungen an Dirndl oder Lederhose vornehmen lassen wollte, war ebenfalls bestens aufgehoben. Mit Annika Lommerzheim, die in Eching ein Atelier (Di Lommi) für maßgeschneiderte Trachtenmode betreibt und aktuell die Jubiläums-Dirndl für die insgesamt 27 Festdamen fertigt, sowie dem gelernten Säckler Jonas Schlenker standen echte Profis beratend zur Seite.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Bei strahlendem Sonnenschein lockten Kaffee und Kuchen und eine Getränkebar, sowie, je nach Gusto, ein kleiner Biergarten – oder ein Freiluftcafé – im Brunnenhof der Pfarrei. Hier ließ es sich wunderbar verweilen, ratschen und die neuesten Errungenschaften begutachten. Tatkräftige Unterstützung kam übrigens auch von den Burschen selbst, die beim Auf- und Abbau sowie bei der Bewirtung mithalfen – gut zu erkennen an ihren Hoodies mit der markanten, plakativen Jubiläumsaufschrift auf dem Rücken. Fazit: Eine rundum gelungene Basarveranstaltung, die definitiv nach Wiederholung ruft.
Für Sie berichtete Ulrike Wilms.





