Zwei Generationen, zwei Kulturen, ein großes Talent: Vater Ukethar und Sohn Ukaasch bestreiten eine Gemeinschaftsausstellung im ASZ/Mehrgenerationenhaus.
Eindrücke aus zwei Kulturen
Im Foyer des Alten Servicezentrums sticht eine vom Kulturforum initiierte farbenfrohe Bilderausstellung ins Auge. Das besondere daran: Es handelt sich um eine beeindruckende Zweigenerationenausstellung der beiden Echinger Maler Ukethar Rajakulasingam und Ukaasch Ukethar , Vater und Sohn. Unter dem Titel „Zwei Kulturen − Tamilische Wurzeln und Eindrücke aus Eching“ zeigen sie mit insgesamt 55 Werken eine Auswahl ihrer in jüngerer Zeit geschaffenen Gemälde. Darin spiegelt sich exemplarisch das Miteinander und sich ergänzende Zusammenwirken verschiedener Lebensalter. (Anmerkung: In tamilischen Familien wird häufig der Vorname des Vaters, hier Ukethar, als Familienname übernommen, deshalb die unterschiedlichen Nachnamen.)
Der besondere Reiz der gegenständlichen Acrylbilder besteht in dem Wechsel zwischen den zwei Welten, die im Leben wie im künstlerischen Ausdruck der beiden Maler zusammenwirken und Einblicke in das fernöstliche Sri Lanka, die ursprüngliche Heimat Ukethars, ebenso wie in den Alltag und die Umgebung ins oberbayrische Eching geben, in der der Nachwuchskünstler Ukaasch, als ältestes von drei Kindern, groß geworden ist. Die familiäre Begabung wurde nicht nur dem 14jährigen Gymnasiasten in die Wiege gelegt, sondern bereits seinem Vater und geht mindestens bis auf den Großvater zurück, denn dieser war in Sri Lanka (vormals Ceylon) bereits ein bekannter Künstler. Der vielseitig interessierte Jugendliche zählt neben Malen, Schreiben und Lesen auch Fußball ebenso wie Klavierspielen sowie Leichtathletik und Surfen zu seinen Freizeitbeschäftigungen. Begleitet von seinem jüngeren Bruder Udisch auf der Trompete trat Ukaasch am Klavier im Duett und auch als Solist den Beweis für sein musisches Talent an und sorgte persönlich für die musikalische Untermalung der Vernissage.
Im Familienleben nimmt bei Ukethar und Ukaasch das Malen einen dominanten Platz ein: „Sie sind von der gleichen Leidenschaft beseelt“, wie es Sybille Schmidtchen, Vorsitzende des Kulturforums, bei der Vorstellung der beiden Künstler formulierte. Beim Betrachten der Bildmotive entsteht der Eindruck, dass auch ein Gespür für Stimmungen und Harmonie ihnen den Pinsel führt. Es entstehen naturalistische Landschaften, Stillleben oder auch Ortsansichten, darunter auch Echinger Motive von plakativ-dekorativer Wirkung, die Ukaasch gemalt hat.
Mit delikatem Fingerfood aus dem neuen Bürgerhausrestaurant Spicy Bayer spiegelte sich parallel zur ausgestellten Kunst auch die Esskultur heimischer und südasiatischer Küche. Zudem erwies sich Gastwirt Kulatheepan Kulasegaram als großzügiger Kunstmäzen und Sponsor und ersteigerte die von Ukaasch live gemalte Alpenlandschaft frisch von der Staffelei weg für den stolzen Preis von 1000 Euro. Das Schönste daran: Die komplette Summe wird gespendet: Je 500 Euro geht an die Fußballjugend des TSV Eching, bei dem Ukaasch Fußball spielt und die andere Hälfte erhält das Kulturforum.
Für Sie berichtete Ulrike Wilms.














