Klimafreundliche Wärmversorgung der Zukunft

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Eching und Neufahrn legen Abschlussbericht zur
interkommunalen Wärmeplanung vor

Über 150 Interessenten aus Neufahrn und Eching nutzten die Gelegenheit, sich bei einer Informationsveranstaltung am 3. Februar im Echinger Bürgerhaus über die zukünftige Wärmeversorgung hinsichtlich Rechtslage, geeigneter (Zwischen-)Lösungen, möglicher Förderungen und effizienter Heiztechniken zu informieren. Grundlage dazu ist der vom beauftragten Planungsbüro ing-Kess vorgelegte Abschlussbericht zur interkommunalen Wärmeplanung, in den auch die Ergebnisse einer Bürgerbefragung eingeflossen sind.

Zum Hintergrund: Auf der Grundlage des seit 2024 gültigen Wärmeplanungsgesetzes sind Gemeinden unter 100 000 Einwohnern bis 2028 zur Erstellung eines solchen Wärmeplanes verpflichtet. Das Ziel: eine treibhausgasneutrale Wärmeerzeugung (ohne C02-Emission) bis 2045 – und davon ist man derzeit noch sehr weit entfernt, denn der Anteil an fossilen Energieträgern beträgt über 80 Prozent.

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Projektleiterin Nicole Piegsa vom Ingenieurbüro veranschaulichte in ihrem fundierten und gut verständlichen Sachbericht die gewonnenen Daten und weitergehende Planungen. Ausgehend von einer flächendeckenden Erfassung der Energieversorgung und des Gebäudebestands wurden für die Prüfgebiete realistische Optionen für eine nachhaltige, effiziente und klimafreundlichen Wärmeversorgung und die zukünftigen Bedarfe an unterschiedlichen Standorten entwickelt, um so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Einwohner und Unternehmen zu liefern. Für die anwesenden Bürger von zentraler Bedeutung war die zukunftssicher plan- und bezahlbare Wärmeversorgung ihres Wohn- und Hauseigentums. Ab 2028 gilt für neue Heizungen, dass sie zu 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen. Bis dahin, so erläuterte Energieberater Bernd Brendel, sind Privathaushalte relativ frei in der Wahl ihrer Heizungen: Aber es gilt auf jeden Fall, dabei auf Nachhaltigkeit zu setzen und neben den Energiekosten auch die zukünftige Gesetzeslage im Blick zu haben.

Als interkommunales Ziel kommt dem Fernwärmeausbau in den dafür wirtschaftlich geeigneten Gebieten in Neufahrn und Eching eine zentrale Rolle zu, wie die Bürgermeister Franz Heilmeier und Sebastian Thaler ausführten. Als Service und Orientierungsgrundlage wurden für beide Gemeindegebiete insgesamt 89 „Clustersteckbriefe“ ausgearbeitet, aus denen zum Beispiel ersichtlich wird, welche Gebiete für Fernwärme geeignet sind und weiterentwickelt werden und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Insellösungen mit oberflächennaher Geothermie bedacht werden sollten.

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Ein weiterer wichtiger Meilenstein, über den bei der Versammlung berichtet werden konnte, ist der jüngst eingegangene Förderbescheid für die Erkundung von Tiefen-Geothermie. Aktuell wurde die Aufsuchungserlaubnis für die Durchführung von seismischen Messungen auf den bereits zuvor gesicherten flächendeckenden Claims in Neufahrn und Eching erteilt. Die ersten geologischen Untersuchungen können ab April erfolgen.

Vertiefende Informationen konnten anhand von Karten und Broschüren an den Infoständen gewonnen werden. Auch standen im Anschluss an den Vortrag Johannes Mahl, Geschäftsleiter des Zweckverbands Neufahrn/Eching für weitergehende Fragen standen Versorgungsbetriebe, sowie die Klimaschutzmanager Lena Herrmann (Gemeinde Eching) und Max Habermeyer (Gemeinde Neufahrn) zur Verfügung.

Vertiefende Informationen/Kontakte:

https://www.neufahrn.de/umwelt-bauen/energie-und-klima/interkommunale-waermeplanung/

https://www.eching.de/umwelt-klima/klima/energie/

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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