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Gute Laune, Gutis, Günzenhauser Gaudiwurm - das Highlight am Faschingssonntag

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 04. März 2019

Bereits am frühen Faschings-Sonntagmorgen des 3. März wummerten in der sonst so ruhigen und beschaulichen Ortschaft Hörenzhausen die Bässe bis in den letzten Winkel. „Marmor, Stein und Eisen bricht", Schatzi, schenk mir ein Foto" oder auch „Wir wollen Party feiern" schallte es aus diversen Lautsprechern. Überall tummelten sich närrische Spezies: Astronauten, Römer, Gallier und Nikoläuse, Indianer, Bienen und Bauarbeiter beispielsweise. Der jährlich wiederkehrende Grund: die Aufstellung des weithin beliebten Faschingsumzugs der Günzenhauser Burschen, bei der sich ein rundes Dutzend großer und fantasievoller Motivwagen und eine Handvoll tapferer Fußtrupps zum legendären Gaudiwurm formieren.

Am Start befanden sich heuer neben den vielen Günzenhauser Faschingsaktivisten Teilnehmer aus Eching, sogar das Prinzenpaar Maria I und Sebastian I, Hörenzhausen, Lohhof, Neufahrn, Viehbach und Weng. Das ausgegebene Ziel: Der Hof des Baderwirts, wo Hofmarschall Hubert Rottmair die einzelnen Gruppen vor imposanter Zuschauerkulisse vorstellte und sich alle nacheinander den verdienten Applaus für ihr närrisches Engagement abholen konnten. Dieses wurde bei Kostümen ebenso wie den Umzugswagen mit viel Fantasie und Kreativität in Szene gesetzt. Zur rollenden Begleitung zählten beispielsweise ein Glühweinstand sowie ein original Bayerisches Wirtshaus. In Anspielung an den momentan wirtslosen Günzenhauser Gasthof zierte den weiß-blau dekorierten Hänger der Spruch: „In Bayern gehört zur Kultur a Wirtshaus im Dorf dazua". 

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Als kulinarisches Kontrastprogramm zeigten sich als runde und mit viel rosa Zuckerguss verzierte Geburtstagstorten die Landfrauen von ihrer süßen Seite und kredenzten faschingsgemäß Krapfen und Schokoküsse. „Aber bitte mit Sahne" – hieß ihr Motto.

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Unter dem Motto „Wuid und Laut" übte der katholische Burschenverein Mintraching schon mal für's anstehende 100jährige Jubiläum und heiß und feurig ging es bei der Feierwehr Lohhof zu.

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Zur Gaudiwurm-Parade steuerten die X-Quiteens der Heidechia eine konfettibunte und fröhliche Tanzeinlage bei, während der Malerbetrieb Kassner sich als Trupp tanzender Farbkübel präsentierte.
Auch durchaus ernste und nachdenkenswerte Themen wurden auf den Faschingswagen kreativ und fantasievoll in Szene gesetzt.

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Als „Wanderbaustellen" beteiligten sich die Landjugend Neufahrn und die Viehbacher.

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Aus der fünften Jahreszeit in die Weihnachtszeit versetzte der glitzerbunte Wagen aus Weng mit seinen unzähligen wandelnden Weihnachtsmännern und –bäumen. Aufs Korn genommen wurde damit übertriebener Konsumterror und Kommerz des Christfestes als „Fest der Geschenke".

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Und ganz „up to date" hatten die Günzenhauser als fleißige Bienen auch noch das Volksbegehren „Artenvielfalt" motivisch verarbeitet. Ihr Wagen trug die drastische aber zutreffende Aufschrift: „Jede Biene weiß, ohne Landwirt keine Speis. Auch die Bauern wissen, ohne Bienen ist der Ertrag beschissen!"

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

 

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