lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo neufahrner-echo haarer-echo herrschinger-spiegel mooskurier

Schwungvolles Neujahrskonzert im Bürgerhaus

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 14. Januar 2019

Genussreiche musikalische Vielfalt mit einheimischen Kräften

Ein musikalisches und kulinarisches Dankeschön für die Echinger und insbesondere die Ehrenamtlich Tätigen in Gemeinde und Gesellschaft stellt seit vielen Jahren das Neujahrskonzert mit anschließendem Empfang des Bürgermeisters dar.
Als Gastgeber begrüßte Bürgermeister Sebastian Thaler am Sonntag, 13. Januar, gut 500 Gäste im voll besetzten Saal des Bürgerhauses.

  Neujahrskonzert erste-Reihe Honoratiorien

„Ich freue mich über jeden Einzelnen" sagte er und zählte eine lange Liste der VIPs und Ehrengäste auf: mit MDL Benno Zierer, MDL Johannes Becher, Landrat Josef Hauner, den Bürgermeister-Kollegen aus einigen Nachbargemeinden, darunter die 3. Bürgermeisterin Luise Stangl (Ismaning), stellvertretender Bürgermeister Hans Mayer (Neufahrn), die Bürgermeister Heinrich Stadlbauer (Fahrenzhausen) und Dieter Kugler (Röhrmoos), sowie den drei Echinger Amtsvorgängern Josef Riemensberger, Rolf Lösch und Joachim Enßlin, Ehrenbürgern, Gemeinderäten, Vertretern der Freiwilligen Feuerwehren, den Geschäftsleuten und last, but not least, den vielen freiwilligen Funktionären in den Vereinen und Verbänden. An sie richtete er ein großes Dankeschön für ihr Engagement.

 Neujahrskonzert Genusskuenstler

Dass allen ein abwechslungs- und genussreicher Abend geboten wurde, lag nicht zuletzt auch an dem opulent-delikaten Buffet kleiner, feiner Köstlichkeiten, das die „Genusskünstler" aus Allershausen übernommen hatten, die erstmals für das Catering im wirtslosen Bürgerhaus verantwortlich waren.
Doch zunächst einmal galt das Interesse dem stimmigen und stimmungsvollen Bühnenprogramm. Dieses wurde von jungen Nachwuchs-Instrumentalisten, der Streicherklasse und dem Salonorchester der Musikschule unter der Leitung von Georg Straßmann und dem Blasorchester des Musikvereins Sankt Andreas mit seinem neuen Dirigenten Maximilian Jokel gestaltet, und damit ausschließlich von einheimischen Kräften.
Jokel war es auch, der mit einem unvoreingenommenen Blick von außen den Echingern vor Augen führte, dass sie – im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden – schon seit vielen Jahren über einen besonderen Reichtum verfügen, über ein Haus für die Bürger, nämlich das Bürgerhaus und eine eigene Musikschule.
Und so durfte sich das Publikum über den gekonnten Vortrag junger Musikschul-Talente freuen: Julian Türnau (Trompete), Theresa Gelic (Klavier) und Magnus Braun und Lucas Furlani (Percussion) eröffneten gekonnt das Konzert anno 2019 Als nächstes stand das Salonorchester mit Reise- und Orchesterleiter Georg Straßmann, , der wie gewohnt, zusätzlich als Sprecher, Spaßvogel und Stehgeiger fungierte, auf dem musikalischen (Reise-) Programm. In der „Musik-Show" (Zitat Straßmann) machten das lebhaften Fiddle Faddle (übersetzt lustiger Unsinn) des US-Amerikaners Leroy Anderson, die besinnlich-romantische Meditation aus der Oper Thais des französischen Komponisten Jules Massenet, eine feurig-furioses ungarisches Puszta-Lied und volksliedhafte Klänge von der grünen Insel deutlich, welch große Vielfalt die Musik unterschiedlicher Völker und Kulturen auszeichnet.

 Neujahrskonzert Masterbild
Ebenfalls sehr gut gefallen konnten die jungen Streicher der Musikschule unter Straßmanns Leitung, die ebenfalls temperament- und gefühlvolle Melodien irischer Folklore für ihren Auftritt ausgesucht hatten. Ein tänzerisches i-Tüpferl steuerten dazu Christine Schaad-Ott und Linda Schneider bei.

 Neujahrskonzert Sankt-Andreas1
Danach präsentierte ein gut 30köpfiges Ensemble des Musikvereins Sankt Andreas mit frischem und variantenreichem Bläsersound einen Querschnitt durch sein breit gefächertes Repertoire. Die gebotene Bandbreite reichte von der sinfonischen Orchester-Suite über traditionelle Marschmusik bis zum poppigen ABBA-Potpourri und den Rockklassiker „Music" von John Miles. Auf Wunsch von Bürgermeister Sebastian Thaler beschloss die Europahymne, Beethovens „Ode an die Freude", das Konzert. Wer wollte, konnte daraus eine politische Botschaft ablesen, ...

Mit realistischen Vorsätzen nachhaltig handeln:

Neujahrsansprache des Bürgermeisters

Demgegenüber verzichtete Bürgermeister Sebastian Thaler in seiner kurzweiligen, nachdenkenswerten und anschaulichen Neujahrsansprache völlig auf lokalpolitische Gegebenheiten und Bezüge. Stattdessen unternahm er den Versuch, Zusammenhänge aufzuzeigen zwischen Konsumverhalten, Wegwerfgesellschaft und Überfluss auf der einen und der Befriedigung von Grundbedürfnissen und Nachhaltigkeit auf der anderen Seite. Am Beispiel seiner Oma, die den besten Apfelstrudel in einer uralten Email-Pfanne fabriziert, spürte er der Frage nach, ob es immer mehr und immer etwas Neues braucht im Leben – und ob viel Besitz eher eine Freude oder eine Last darstelle: Was und wie viel braucht der Mensch zum Leben – und zum Glücklichsein? Ein durchschnittlicher Europäer besitze in der Regel ca. 10 000 Dinge, hatte Thaler recherchiert und führte als Beispiel eines minimalistischen Lebensstils den Blogger Dave Bruno an. Dessen ehrgeiziges Ziel: er will seine Besitztümer auf 100 Gegenstände reduzieren, ...
Ohne sich als „Konsum-Moral-Apostel" aufspielen zu wollen, stellte Thaler einen Zusammenhang her zwischen lokalem Handeln und globalem Denken, zeigte auf, wie (umwelt)bewusstes Kaufverhalten im Kleinen und politische Entscheidungen im Großen zusammenhängen. Seine Überzeugung: nachhaltiges Handeln mit dem einen oder anderen Konsumverzicht kommen „Mutter Natur" und dem Klima zu Gute. Folgerichtig gab er, ohne sich selbst dabei ausnehmen zu wollen, als Devise guter Vorsätze aus: „Nehmen Sie sich kleine konkrete Projekte vor, die realistisch sind.

Zitiertes Zitat Bürgermeister Thaler als Motto guter Vorsätze:
„Machen ist wie wollen, nur krasser."

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok