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Zünftiges Starkbierfest mit viel Echinger Lokalkolorit

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 05. März 2018

Gelungene Premiere für Singspiel des Musikvereins Sankt Andreas

„Prost Gemeinde!" rief Bürgermeister Sebastian Thaler im Bürgerhaus den gut 300 Gästen des vom Musikverein Sankt Andreas veranstalteten Starkbierfestes zu, nachdem er zuvor erfolgreich das erste Fass nach drei Schlägen angezapft hatte. Damit war am Samstag, 3. März, offiziell die Echinger Variante des Nockherbergs eröffnet und ein zünftiger und kurzweiliger, langer Abend mit viel Musik und Lokalkolorit konnte beginnen.

Verabschiedet wurde nach insgesamt 12 Jahren mit zwei Bürgermeister- und sechs Vorstandswahlen Bruder Musikus, alias Gemeindearchivar Günter Lammel in der Rolle des Echinger Fastenpredigers.

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Er erhielt zum Abschied ein graviertes Musikus-Bierkrügerl und durfte auf der Bühne den Bayerischen Defiliermarsch dirigieren. „Schee war' s" sagte Musikus zum Abschied.
Äußerst gespannt war das Publikum auf das erstmals veranstaltete Singspiel, das nun das Derbleckn der Echinger Lokal- und Politprominenz übernehmen sollte. Und ebenso wie in der großen Politik durfte man auch hier geteilter Meinung sein, was dabei das kleinere Übel ist: mit Karamba und Karacho durch den Kakao gezogen - oder ignoriert zu werden, ...
Ziel des gemeinschaftlich im Verein erarbeiteten gelungenen Spektakels, definierte Moderator Matthias Migge eingangs so: „Die Prominenz bekommt auf den Deckel". Das Publikum war begeistert über das spritzig-witzige Vergnügen mit originellem Sprachwitz, gelungenen Persiflagen und allerlei originellen Anspielungen. „Ja wo sans die wichtgen Leute heut?" So lautete der Text nach der altbekannten Melodie der alten „Ritterleut", bei der nacheinander Sybille Schmidtchen, Gemeinderätin und Vorsitzende des Kulturforums (Maria Wallner), Wolfram Ebenhöh, Vorstandsmitglied der Echinger Fachbetriebe (Benedikt Migge), Udo Voigt, Gastronom des Huberwirts (Cedric Mohler), Altbürgermeister Josef Riemensberger (Philipp Eschlwech) und ganz zum Schluss und bezeichnenderweise mit ein wenig Verspätung, sein amtierender Nachfolger Sebastian Thaler (Korbinian Meister) ihren Platz auf der Lokalbühne einnahmen. Die „Originale" nahmen's mit Gelassenheit und Humor. Beim Ebenhöh beispielsweise, der jeder Socke einzeln bepreist, seien die Preise ja eben höh, ähh hoch, wurde gekalauert. Dafür soll aber dann auch die komplette Rathausbelegschaft mit Trachtenbekleidung ausgestattet werden. Das aufgestickte Logo: „GMM" („Gastl macht's möglich") stellte einen freundlichen Wink in Richtung von Chefsekretärin Miriam Gastl dar. Rathauschef Thaler musste sich so einiges anhören. Zunächst einmal, dass sein Trachten-Outfit aus dem Outlet stammt. Sein „kleines Bier" bekam er im Schnapsglas serviert. Und weil es im Gemeinderat viele „lange Sitzungen" gibt, sah man beim deftigen Schlussbild Meister-Thaler auf einem gar nicht stillen Örtchen sitzen, ... Star des Abends war eine sehr wandlungsfähige Maria Wallner, die nicht nur gekonnt in die mondäne Rolle der leider nicht anwesenden Gemeinderätin Schmidtchen schlüpfte, sondern mit ihren Gesangssoli auch Helene Fischer in nichts nachstand.

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Wie viel Flüssigkeit fasst ein altes Tenorhorn mit seinen vielen Windungen? Dieses Schätzspiel beanspruchte die Intuition oder auch die Gehirnwindungen der Teilnehmer. Die öffentliche Auflösung erfolgte mit Unterstützung von Kartoffelkönigin Patrizia, die mit 3,4 Liter (Wasser) das Instrument randvoll abfüllte. Am nächsten dran war hier Bernhard Wallner, der damit ein Blasmusik-Ständchen nach Wahl gewinnen konnte.
Beim diesjährigen Bayernbattle, an dem als Teams die Narrhalla Heidechia Eching/Neufahrn, die katholische Landjugend Neufahrn, der Schützenverein Gemütlichkeit Eching, das Echinger Kulturforum sowie als Titelverteidiger des letzten Jahres die Echinger Burschen um Stockerlplatz und Punkte kämpften, wurde heuer mehr auf bayrisches Allgemeinwissen beim Quiz und feinmotorische Geschicklichkeit beim Nageln, Brezenschnappen und Tischtennisball-Golf als auf reine Körperkraft gesetzt. Einen Extra-Lacher gab es für die Burschen, die zwar wieder die lautesten, aber als vierter Sieger nicht mehr ganz die besten waren und sich - ausgerechnet- einen Kasten alkoholfreies Bier (!) erspielt hatten. Die anderen Platzierungen: 1. Landjugend, 2. Kulturforum , 3. Heidechia und 5. Schützen.

 Starkbierfest Masterfoto

Wer ist wer? Original und Double des erstmals veranstalteten Echinger Starkbier-Singspiels stellen sich auf der Bürgerhausbühne gut gelaunt zum Gruppenbild zusammen.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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