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Konzertante Vielfalt und instrumentales Können beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Sankt Andreas

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 29. Mai 2017

„Geschichten aus der Geschichte" hat der Musikverein Sankt Andreas sein breit gefächertes Frühjahrskonzert betitelt: Gleich drei Orchester trugen im Saal des Bürgerhauses zu hörenswerter Vielfalt bei.

Passend zum Motto stand das 11köpfige Anfängerorchester, darunter als Debütantin Marie Felsner, mit seinem neuen Dirigenten Cédric Mohler zum ersten Mal in der Geschichte des Musikvereins auf der großen Bühne und eröffnete das Konzert. Ein gut unterhaltenes Publikum ließ sich von den Nachwuchsmusikern gern zur Europa-Hymne und zum Farmhouse Rock mitnehmen. Ein herzliches Dankeschön von Vereinsvorsitzender Maria Migge galt an dieser Stelle der vormaligen Orchesterleiterin Manuela Urbansky, die das junge Ensemble seit Oktober 2011 mit aufgebaut und seitdem dirigiert hatte.

Anschließend übernahm Benedikt Migge die musikalische Reiseleitung des Jugendorchesters. Zu den 33 instrumentalisten zählte als Neuling Anna Steinberger. Die wechselvolle Geschichte der USA nahm in den symphonischen Werken „In the Winter of 1730" und der „Civil War Suite" klanggewaltig Gestalt an. Nach der märchenhaften König-Artus-Sage ging es mit der Science-Fiction-Film-Musik „Back to the Future" (aus den 80er Jahren) zur Sparte Fantasie und Zeitreise. Abgeschlossen wurde der stimmige Auftritt des Jugendorchesters mit einem peppig-poppigen Taylor-Swift-Potpourri.

Sein konzertantes Können auf hohem Niveau stellte einmal mehr das große Blasorchester unter dem Dirigat von Michael Werner unter Beweis. „Alle Register" seines Könnens ziehen musste der knapp 50köpfige Klangkörper bereits nach der Pause mit der anspruchsvollen dreisätzigen Blasmusik – Suite „Tirol 1809". Besonders die Hornisten waren beim anschließenden Ausflug in den Sherwood Forest zu Robin Hood gefordert. Mit wissenswerten Details und geschickten Überleitungen bereicherten einmal mehr Birgit Lammel und Moritz Reitzel historische Hintergründe und zeitgeschichtliche Zusammenhänge der Werke. Zu den Höhepunkten des Programms zählten die beiden Auftritte der erst 12jährigen Echinger Musikschülerin Mila Pejakovic, die zunächst bravourös die aufwühlende emotionale Filmmusik aus Schindlers Liste solistisch auf ihrer Geige begleitete. Ebenfalls von ihr dargeboten der populäre Tango „Por una Cabeza", der von Michael Werner für Blasorchester und Geige arrangiert wurde, ein eher seltener Hörgenuss. Konzertante Kontraste bildeten die weiteren musikalischen Reiseziele mit dem englischen Marsch " The Dam Busters", der temperamentvolle neapolitanische Volkslied-Evergreen „Funiculi Funicula" und eine spanische Zugabe mit Tenorsaxophonisten Christian Knopf. Dann wurden die Gäste in Eching mit vielen Klängen im Ohr ins Wochenende – und bis zum nächsten Konzert – verabschiedet.

Konzert6

(Fotos: Musikverein, Fam. Migge) 

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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