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Blasmusik „Made in the USA“

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 24. Mai 2017

Konzertanter Frühjahrsausflug

mit dem Symphonischen Blasorchester Eching
Das diesjährige Frühjahrskonzert des Symphonischen Blasorchesters führte in der mit rund 250 Besuchern ausverkauften Aula der Imma-Mack-Realschule nach Amerika. Die Vereinigten Staaten gelten nicht ohne Grund als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und neuerdings auch als ein Staat mit für unmöglich gehaltenen politischen Entwicklungen. Musikalisch freilich haben die USA, was die (Original-)Konzertliteratur für Blasorchester betrifft, echte Trümpfe (engl. Trump) zu bieten und etliche herausragende Komponisten hervorgebracht. Da wären (u.a.) John Philip Sousa, Alfred Reed, James Barnes, George Gershwin, Ron Nelson, Eric Whitacre und Steven Reineke zu nennen, die heuer allesamt exemplarisch auf dem Reiseplan, sprich Konzertprogramm, standen und für die große Vielfalt symphonischer Werke standen. Deren Schwerpunkt lag auf dem 20. Jahrhundert und zeitgenössischen Kompositionen.

Symphonisches-Blaskonzert 2

Die rund 250 Konzertgäste ließen sich von den Klangwelten und den unterschiedlichen Stimmungen des wie aus einem Guss aufspielenden 60köpfigen Klangkörpers unter Leitung von Fabian Schmidt „mitnehmen" und faszinieren. Ein übriges tat die launige, humorvolle Moderation des Orchesterleiters mit allerlei wissenswerten Details und Hintergründen zu den Werken und ihrer Schöpfer.
Mit „The Washington Post – March" wurde der Abend eröffnet, mit Alfred Reeds schmissiger Ouvertüre „The Hounds of Spring" ging es klangvoll weiter. Das Orchester, technisch brillant und sauber intonierend, präsentierte sich von seiner besten Seite.
Das darauf folgende Werk „Resonances I" von Ron Nelson führte in eine vollkommen andere musikalische Welt. Die zeitgenössische Komposition mit wie improvisiert wirkenden Elementen, ungewohnten Klängen und einer ungemein intensiven musikalischen Steigerung erzeugte Gänsehautatmosphäre und zog das Publikum in den Bann. Mit George Gershwins Oper „Porgy and Bess" vor der Halbzeit und Steven Reinekes an Westernfilmmusik erinnerndes Spektakel „Sedona" nach der Pause präsentierte das Ensemble anschließend mitreißende Werke, die unverkennbar und unsichtbar das Markenzeichen „Made in the USA" tragen könnten. Dazu kontrastierte „Lux Aurumque", eine ebenfalls zeitgenössische Komposition von Eric Whitacre, die mit weichen harmonischen Klängen Ruhe und Besinnlichkeit verkörperte. Als virtuoser Höhepunkt beendete James Barnes' „Danza Sinfonica" das Konzertprogramm zwar offiziell, aber nicht endgültig: Vehement erklatschte sich die begeisterten Gäste zwei Zugaben mit „America the Beautiful" und „The Stars and Stripes forever". Mit Standing Ovations wurden die Musiker nach einem Konzertabend der Extraklasse –für dieses Mal- verabschiedet: bis zum Wiederhören beim Herbstkonzert.

Symphonisches-Blaskonzert 3Symphonisches-Blaskonzert 1

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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