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Mit viel Musik, „Aufschwung“ und „vollen Segeln“ ins Neue Jahr

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 10. Januar 2017

Erster Neujahrsempfang für Bürgermeister Sebastian Thaler
Mit viel Musik, vielen Leuten und je einer Prise Nachdenklichkeit und Humor ging es beim Neujahrskonzert der Gemeinde mit anschließendem Empfang des Bürgermeisters am Sonntag, 8. Januar 2017, für rund 400 Gäste auf kommunaler Ebene gemeinsam ins Neue Jahr.

Nach vier Monaten Amtszeit eröffnete erstmals Bürgermeister Sebastian Thaler in Begleitung seiner Frau Marlen im Bürgerhaus die Echinger Festveranstaltung zum Jahresauftakt. Neben den Hauptpersonen des Abends, den Bürgern, hieß er namentlich auch die Ehrengäste, darunter die Amtskollegen der drei Nachbarkommunen Hallbergmoos, Fahrenzhausen und Röhrmoos und seine drei Vorgänger Josef Riemensberger, Rolf Lösch und Joachim Enßlin herzlich willkommen. Er sei froh, so Thaler, bei dieser Veranstaltung an die bisherige Tradition anknüpfen zu können, um im festlichen Rahmen einen vielfachen Dank auszusprechen. Bewusst verzichtete Thaler bei seiner Neujahrsansprache darauf, detailliert und konkret auf anstehende kommunale Themen einzugehen: „Schließlich wollen sie keinen politischen, sondern einen musikalischen und kulturellen Abend genießen".
Und dazu lud das ausschließlich von lokalen Kräften gestaltete facettenreiche Konzertprogramm durchaus ein, das exemplarisch „das herausragende Musikschaffen, das Eching sein eigen nennen" darf (Zitat Bürgermeister Thaler) zu Gehör brachte. Junge Solisten und das Salonorchester der Musikschule unter Leitung und Conference von Georg Straßmann sowie das Blasorchester des Musikvereins St. Andreas mit seinem Dirigenten Michael Werner demonstrierten dabei eindrucksvoll, welch konzertantes Niveau in Eching zu Hause ist.
Gleich zu Beginn vermochten die jungen Nachwuchstalente und „Jugend-musiziert" Preisträger Daniela Gelic, Maximilian Kleeman und Niklas Lohmann bei anspruchsvollen Kompositionen zu begeistern. „Aufschwung" war passenderweise der Titel aus Schumanns Fantasiestücken für Klavier opus 12, das die 12jährige Daniela Gelic als ersten Beitrag des Abends am Flügel zum Besten gab, ebenso sicher und voller Spielfreude wie Niklas mit dem furiosen „Zug der Zwerge" von Edvard Grieg (ebenfalls am Flügel) und Maximilian Kleemann im ersten Satz von Johann Sebastian Bachs melodiösem Violinkonzert in a-moll.

 

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Für Schwung und Temperament, gepaart mit einer Prise (schwarzen) Humor steht in Eching Musiker und Musikschullehrer Georg Straßmann. Wiewohl gesundheitlich angeschlagen, brachte er zusammen mit dem siebenköpfigen Salonorchester zunächst mit Carl-Michael Zierers bekannter Fächer-Polonäse einen Hauch von Wiener Opernball nach Eching. Danach sorgte die Filmmusik des fröhlichen Miss-Marple-Themas für gute Laune und vielfach „inneres Mitsummen". Tango und Dreivierteltakt, Österreich und Ungarn, der variantenreiche und lebendige Auftritt des Ensembles konnte überzeugen, so auch bei Brahms ungarischen Tanz Nr. 6 oder dem kleinen Wiener Marsch von Fritz Kreisler.

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Last, but not least hieß es Bühne frei für das vielköpfige, viel stimmige und „raumfüllende" große Blasorchester des Musikvereins Sankt Andreas. Mitgebracht hatten die Musiker einen bunten Melodienstrauß (natürlich auch durchaus wörtlich zu verstehen), der von Moritz Reitzel mit Witz und Charme angekündigt wurde, angefangen von Richard Strauß „Festmusik der Stadt Wien" bis zu Johann Strauß' „Unter Donner und Blitz". Besonders bei Klaus Strobls dynamisch-lebhaftem Konzertmarsch kam das schöne Zusammenspiel der Register zum Ausdruck. Der Titel „Mit vollen Segeln" passt zudem außerdem perfekt zu einem kraft- und hoffnungsvollen Start in ein neues Jahr...

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Im Mittelpunkt der Neujahrsrede von Sebastian Thaler stand das Ehrenamt. Denn, so führte er aus, zu einem lebendigen und lebenswerten Miteinander in einer Gemeinde, tragen allen voran die zahllosen Freiwilligen in den Vereinen bei, die sich beispielsweise im Bereich Sport, Kultur und Bildung, Feuerwehrwesen oder Nachbarschafthilfe betätigen: „Überall wird die Handschrift der Ehrenamtlichen sichtbar" sagte Thaler wörtlich, der sich überzeugt zeigte, dass es in Deutschland weder Staat noch Wirtschaft, sondern in aller erster Linie die Zivilbevölkerung ist, die die (zu) viel zitierte Aussage der Bundeskanzlerin „Wir schaffen das" hinsichtlich der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen in die Tat umsetzt: „Wir, die Bürger, sind das, die das schaffen" stellte der Bürgermeister fest und weiter: „Eching sieht nicht weg". Mit Blick nach Syrien, das gar nicht so weit entfernt sei, solle man sich klar darüber sein, „wie gut es uns geht." Er rief die Bürgerschaft dazu auf, Vertrauen in die Ortspolitik und in die Verwaltung zu haben und zusammen auch im Kleinen Verantwortung zu übernehmen. So könne es auch gelingen, von der Basis her „Vertrauen in die große Politik zu generieren". Angesichts der Lokalität Bürgerhaus äußerte er mit einigem Optimismus: "Heuer hoffe ich, dass wir endlich einen Wirt finden." Sein persönliches Fazit nach rund vier Monaten Amtszeit fällt erfreulich aus: „Die Arbeit macht Spaß" - mit der Einschränkung, das sie umfänglicher gewesen sei, „als gedacht". Seine Versprechen an die Bürger lauteten, offen zu sein und sie ortspolitisch zu informieren.
Anschließend waren, wie auch in der Vergangenheit, dazu eingeladen, bei einem zwanglosen Empfang bei Sekt und Selters, delikaten Häppchen und Small Talk auf das Neue Jahr anzustoßen.


Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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