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Echinger Burschenverein feiert großartigen Vereinsgeburtstag

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 19. August 2016

Grandioses 70jähriges Gründungsjubiläum

mit Gaudi und Gemeinschaftssinn
Wenn die Echinger Burschen zünftig feiern, dann laden sie viele Gäste ein und lassen es ordentlich krachen, so geschehen beim 70jährigen, von langer Hand geplanten Gründungsjubiläum am ersten Juli-Wochenende. Als schöne Zugabe strahlte beim Geburtstagsfest an den drei abwechslungsreichen Festtagen vom Freitag, 8. bis Sonntag, 10. Juli auch die Sonne

– und Tausende von Besuchern erfreuten sich am zünftigen Lokalereignis mit echtem Volksfestcharakter, darunter als einziges noch lebendes Gründungsmitglied Simon Kurz.
Es dürfte wohl auch das imposanteste Fest der Vereinshistorie mit den meisten Besuchern gewesen sein, ist sich Vereinsvorsitzender Florian Schönigen im Nachhinein sicher – und es stellte zugleich eine logistische Gemeinschafts- und Meisterleistung dar: „Ein einziges Highlight" freute sich der Vereinschef und stellte die Super-Moral der rund 80 Helfer heraus, darunter auch rund zwei Dutzend Helferinnen in Gestalt der charmanten Festdamen. „Jede(r) hat durchgezogen" lobte er den engagierten Einsatz. Nicht wenige Burschen haben für das Großereignis Urlaub genommen.
Und das Ganze hat sich gelohnt: „Ein tolles Fest" hieß es unisono von den gut unterhaltenen Gästen. Aber auch finanziell gibt es keinen Grund zur Klage: Nach einigen Bedenken im Vorfeld kann der Traditionsverein nach der gelungenen Großveranstaltung auch schwarze Zahlen schreiben: dank des guten Besuches von zirka 1500 Gästen am Freitag und je um die 2000 am Samstag und Sonntag, die natürlich auch Hunger und Durst mitgebracht hatten. Allein vom Schweinsbraten wurden am Sonntag 1200 Portionen vertilgt und insgesamt 5500 Liter Bier flossen durch durstige Kehlen. Das erste Fass aufgemacht hat als Schirmherr Landtagsabgeordneter Florian Herrmann, der mit drei Schlägen einschließlich einiger Spritzer den köstlichen Gerstensaft zum Fließen brachte. Spritzig und witzig spielte am Auftaktabend auch die Frauenband der „Blechbixn" auf. Da war ebenso Mega-Party angesagt wie am Samstag-Abend mit der der Band Ois Easy und DJ DaKaos, bei denen das Stimmungsbarometer mindestens ebenso hohe Werte anzeigte wie während des sonnigen Familiennachmittags das Thermometer. Flankiert wurden die Nachmittagsstunden von einer Landmaschinenausstellung und einem eigenen Kinderprogramm, wo beim Schminken, in der Hüpfburg oder auch beim Biertragl-Stapeln für Abwechslung gesorgt war. Nach einer kurzen Nacht befanden sich beim morgendlichen Weckruf der Böllerschützen um sechs Uhr in der Früh alle wieder auf den Beinen – und in Tracht. Nach einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück folgten der Kirchenzug und nach der Festmesse mit Pfarrer Löb der imposante Festumzug durch die Echinger Straßen mit rund 80 (!) Gruppierungen, ein wunderschöner Anblick. Bis zum Schluss war gute Stimmung angesagt und bei Live-Musik mit M-sound klang das Burschenfest zünftig aus.
Um eine solche Großveranstaltung zu stemmen, erwies sich die die Mannschaft des Burschenvereins als ebenso vorausschauend wie gut aufgestellt. Im Vorfeld wurden zirka 400 Vereine angeschrieben – und zum Mitfeiern eingeladen, mit Erfolg, wie beispielsweise eine lustige Burschentruppe aus Marktredwitz bewies, die es sich bei ihrem Jahresausflug auf dem Echinger Jubiläumsfest gut gehen ließ. Zu den einzelnen Bereichen, wie etwa Werbung, Catering, Programm, etc. gab es verschiedene Arbeitsgruppen, die als zuverlässig arbeitende Teams mit vielen Spezialisten ineinandergriffen „wie ein Räderwerk". Dieses Bild kam Sebastian Manhart, ehemaliger Vorsitzender und Vorsitzender des Festausschusses in den Sinn, als er das große Ganze noch einmal Revue passieren ließ. Beispielsweise sei da einmal Peter Bartl erwähnt, Fotograf und Lay-Outer in Personal-Union und für seine kreativen Einfälle bekannt. Die Idee des lederhosenförmigen Flyers, der bereits lange im Vorfeld für große Aufmerksamkeit sorgte, stammt von ihm, ebenso wie die dabei fotografierte und aufs Jubiläum getrimmte Krachlederne (sein Hochzeitsgewand). Und diese Lederhose wurde zum Kennzeichen mit hohem Wiedererkennungswert, zierte den Faschingswagen über die Speisekarte bis zur Festschrift. Diese ist übrigens ein sehr informativer „Hingucker" geworden. Sorgfältig zusammengestellt und reich bebildert, auch eine ausführliche Chronik darf nicht fehlen, wird auf 124 Seiten (!) aufgezeigt, was sich in Vergangenheit und Gegenwart „junge Echinger Burschen auf ihre Fahne geschrieben haben, um für Gemeinschaft und Tradition in Eching zu arbeiten" wie es Burschenvorstand Florian Schönigen in seinem Grußwort zutreffend formulierte.
Ein nicht unbedingt erwarteter, aber schöner Nebeneffekt hat sich nun im Nachgang des Festes eingestellt. Eine ganze Reihe von Neumitgliedern hat beim Burschenverein Eching um Aufnahme nachgefragt. Offensichtlich konnte der Traditionsverein beim Jubiläum aufzeigen, was ihn so attraktiv macht - gerade auch in „modernen Zeiten."

 

Burschenjubilaeum Masterbild Logo
Nur gemeinsam geht's, wie hier die Mannschaft des Burschenvereins mit Unterstützung der Festdamen sichtbar und symbolisch unter Beweis stellt, und das menschliche Vereins-Kürzel BVE auf der grünen Festwiese bildet.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

Fotos: Christian Göring, Ulrike Wilms

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