lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo neufahrner-echo haarer-echo herrschinger-spiegel mooskurier

4. Brass Wiesn am Echinger See

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 12. August 2016

Fröhliches Festival der Blasmusik begeistert über 7500 Besucher
Blasmusik, Bier und Bayern, eine grüne Wiesenlandschaft an einem schönen Badesee, rund 40 Bands, vier Bühnen, Regen und Sonnenschein - und bis zu 7500 bestens gelaunte Festivalbesucher jeden Alters – so liest sich im Telegrammstil das Wichtigste über die diesjährige Echinger Brass Wiesn vom 5. bis 7. August.

Ebenso friedlich wie fantasievoll und vor allen Dingen fröhlich wurde rund drei Tage lang eine Open-Air-Party für alle Generationen gefeiert – auf dem Campinggelände nicht weniger als vor und auf den Bühnen. Sogar die Polizei sprach rückblickend wörtlich von "geradezu bierseliger Friedfertigkeit".
„Rundum zufrieden" äußerte sich Pressesprecherin Stefanie Posor vom Veranstalter Sonnenrot GmbH. Sogar beim völlig verregneten Auftakt am Freitag, der den einen oder anderen wohl an Bilder von Woodstock oder Wacken erinnert haben mochte, wurden rund 6000 Festival-Fans gezählt, die sich trotz Matsch und Nässe nicht die wetterunabhängig gute Laune verderben ließen.

 BrassWiesn 2Plitsch, platsch –
und viel Matsch: waschechte Festival-Gäste lassen sich auch von heftigem Dauerregen nicht unterkriegen oder die gute Laune verderben, ...

Bei ihrer mittlerweile vierten Auflage hat die Brass Wiesn in punkto Komfort, Familienfreundlichkeit, Gastronomie mit der neuen Amper Alm und bei den Bühnen aufgerüstet.

BrassWiesn 33

 

Bayrische Brass-Wiesn-Gemütlichkeit in der neuen Amperalm – die angeblich „geilste Truppe" aus Eching (siehe Pappschild im Hintergrund) lässt es sich gut gehen.

Diese Neuerungen sind gut angenommen worden beim bunten Völkchen der Festivalbesucher. Für Brass-Fans, die das erdverbundene Zeltln nicht ganz so schätzen, standen erstmals acht Holzhütten mit insgesamt 14 Übernachtungseinheiten zur Verfügung. Tüchtig Fahrt aufgenommen hat auch das erstmals angebotene Kinderprogramm, bei dem sich die Animateurinnen am Samstag über mangelnde Beschäftigung wahrlich nicht beklagen konnten. Eine vierte Bühne, die kleine Freiluftbühne von Radio Buh, stellte eine weitere Bereicherung im prallen Musikprogramm. Nonstop wurde so eine breitgefächerte Mischung all dessen präsentiert, was Brass so alles kann – rocken oder jodeln, schunkeln und rappen. Und eines wurde auch klar: Lederhose und Blasmusik – zumal die hier gebotene frische und freche Mischung aus traditionellen und modernen Elementen, sind angesagt und liegen voll im Trend. Ein Beispiel (von vielen) ist etwa die österreichische Band Holstuonarmusigbigbandclub, besser bekannt als HMBC, ein Quintett, das auf rund einem Dutzend Instrumenten einen originellen, hörenswerten Stilemix „beatet", der das Publikum innerhalb von Minuten auf den Biertischen und Bänken tanzen lässt. Dazu passt auch hundertprozentig die Frage des Frontmannes: „Are you ready for Volksmusik?" - und es kommt ein schallendes „Yea" aus tausend Kehlen zurück. Neue Fans konnten nachweisbar auch Pro Solist'y oder Knedl & Kraut, Lischkapelle oder „Zwoa Bier" bei ihrem ersten Brass Wiesn-Auftritt gewinnen. Ein interessanter Aspekt: Nicht nur bei den Besuchern, auch bei den Musikern gibt es viele überzeugte „Wiederholungstäter", wie –unter anderem - Impala Ray, Dicht & Ergreifend, den Keller Steff, Kapelle Josef Menzl, Shantel & Bucovina und, die allesamt gerne wieder hier aufgetreten sind. Die jungen Fexer gar haben gegenüber der letzten Brass Wiesn einen Karrieresprung hingelegt, spielten nicht mehr in der Gamsbluatalm, sondern auf der großen Zeltbühne. Und auch die diesjährigen Hotliner, die Cuba-Boarischen, geben auf Facebook zu Protokoll: „Danke für die Fetzenparty, an euch und an die anderen tollen Bands - wir freun uns auf des nächste Mal!"

Hier „dahoam" sind die Echinger Blaskapelle und die Schotterblosn (ein Ensemble aus Reihen des Musikvereins Sankt Andreas), die bei ihren Heimspielen einen zünftigen und hörenswerten Beitrag leisteten. Beim größten Festival auf heimischem Boden zeigten sich die Echinger nicht nur musikalisch engagiert: Dauereinsatz (glücklicherweise ohne ernste Zwischenfälle) hieß es für das BRK und die Freiwillige Feuerwehr. Einmal mehr wurde der Auf- und Abbau der Gamsbluathüttn vom Echinger Burschenverein geleistet.

BrassWiesn 28BrassWiesn 27

A propos leisten: nicht nur als Gastronom tüchtig beschäftigt war der Fischer Hans, der auf dem Campinggelände beim spontanen „Sondereinsatz" mit einem Bulldog wahre Schlamm-Berge zur Seite schaffte, um gegen das Steckenbleiben der Wohnmobile im Matsch anzukämpfen.

Flächenmäßig hat sich die Brass Wiesn übrigens vergrößert: Mit einbezogen wurde erstmals Echings höchste Erhebung, der Monte Eho, wo es einen tollen Blick aufs Festivalgelände plus Gipfelbar und Gipfelbuch gab. Von all dem machten die Besucher regen Gebrauch. Neben allerlei Blödsinn gab es in dem vollgeschriebenen 200 Seiten starken Buch ein vielseitiges positives Feedback zu lesen wie „Das erste Mal hier, aber ned das letzte Mal!" oder auch „Des isch Spitze – mit Abstand das beste Festival unseres Lebens!"

BrassWiesn 8

„Gipfelstürmer" auf dem Monte Eho: auch viele Echinger, wie hier Uschi Bauer, verewigten sich im Brass-Wiesn-Gipfelbuch.

BrassWiesn 23

Zünftig unterwegs ist Babsi (Mitte, mit rosa Jacke) aus Erding zusammen mit ihren Freundinnen, die gemeinsam einen originellen und pfiffigen Junggesellinnenabschied auf der Brass Wiesn feiern.


Also dann auf Wiedersehen auf der Brass Wiesn 2017!

Brass-Wiesn Masterbild
Das imposante Festivalgelände mit dem bunten Treiben aus der Vogelperspektive – beziehungsweise von der Drehleiter aus (Dank an die FFW Eching). Die Echinger Brass Wiesn ist nach übereinstimmender Ansicht aller Besucher „eine Super-Location", die ihresgleichen sucht.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.






 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok