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Feuerwehr wird zur Feierwehr

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 29. Mai 2016

Festliche Einweihung des Feuerwehrhauses
Die Freiwillige Feuerwehr Eching verwandelte sich am Freitagabend 27. Mai anlässlich der feierlichen Einweihung ihres erweiterten und sanierten Feuerwehrhauses nach dreijähriger Bauzeit zur Feierwehr. Bürgermeister Josef Riemensberger ebenso wie Kommandant Stefan Maidl und der Mannschaft waren die Freude und Erleichterung anzumerken, dass dieses von diversen „Problemen, Pech und Pannen" begleitete Großprojekt nun glücklich und erfolgreich fertiggestellt werden konnte.

„Feierabend ist" so Maidl wörtlich – und meinte damit nicht nur die abendliche Feier, sondern auch das Ende eines schwierigen und aufwändigen Arbeitens im „Provisorium Großbaustelle" Seit Baubeginn im Jahr 2012 sind die Aktiven zu über 600 Einsätzen gefahren, ließ Maidl den dreijährigen „Ausnahmezustand" Revue passieren. Es galt permanent einsatzbereit zu sein, teils unter widrigsten Umständen und je nach Baufortschritt über ständig neue Wegen und Zugänge zu Ausrüstung und Fahrzeugen. Mann und Material mussten Staub und Dreck trotzen – und da war dann durchaus auch schon mal Bauschutt im Arbeitsstiefel. Sein Dank galt neben der Mannschaft auch ausdrücklich den Partnerinnen der Aktiven.
In seiner Festrede gab auch Riemensberger einen Rückblick in die Planungs- und Bauhistorie. Die aktuelle Kostenprognose, wobei darin geschätzte Summen noch ausstehender Abschlussrechnungen bereits enthalten sind, bezifferte Echings Bürgermeister auf zirka 7,5 Millionen Euro. Dafür habe man nun ein „funktional hochwertiges, zeitgemäßes und zukünftigen Ansprüchen gerecht werdendes Feuerwehrhaus, das den heutigen Stand der Technik widerspiegelt und Ansprüche für mehr als eine Generation erfüllen wird", so Bürgermeister Josef Riemensberger.
Stellvertretend für die vielen an dem Großprojekt beteiligten Firmen stellte er die zuverlässige und konstruktive Mitarbeit der ortsansässigen Firma Elektro Wagner heraus. Sein besonderer Dank galt zudem Bauplaner Jan Drechsel, der in einer sehr kritischen Phase mit sehr viel persönlichem Engagement die Baustellenleitung übernommen habe.

Begleitet und unterstützt wurden Festakt und Segnung von strahlendem Sonnenschein und rund 300 Gästen.

Einweihung Feuerwehrhaus 2

Beim Feiern gern mitgeholfen haben rund ein Dutzend benachbarter Feuerwehren einschließlich der Ortsteilfeuerwehren aus Dietersheim und Günzenhausen, die Kreisbrandinspektion, Echinger Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, viele Gemeinderäte sowie Architekten, Ingenieure und Vertreter der am Bau beteiligten Handwerker und Firmen. Den weitesten Weg hatte zweifelsohne eine ungarische Delegation der Partnerfeuerwehr aus Maisch mit Bürgermeisterin Krisztina Polya, die Erster Kommandant Stefan Maidl auf Ungarisch begrüßte. Als Geschenk hatten die Ungarn eine Heiligenfigur mitgebracht und auch für weitere Präsente, wie das von der Gemeinde überreichte Ortswappen, das Holzkreuz der Dietersheimer Wehr und das auf einer Baumscheibe aufgebrachte Gemälde der Günzenhauser Feuerwehrkameraden wird sich im neuen Feuerwehrhaus sicher ein würdiger Platz finden.

Einweihung Feuerwehrhaus 4

Gottes Segen für das Bauwerk, die neuen Fahrzeuge, den MTW (Mannschaftstransportwagen) und das erste Wechselladerfahrzeug, und am wichtigsten, für die Feuerwehrleute, erbaten gemeinsam der katholische Geistliche Johann Löb und der evangelische Gemeindepfarrer Markus Krusche. Löb betete darum, dass die Einsatzkräfte helfen können, ihnen nichts passieren und sie die Kraft haben mögen, auch Schmerzliches zu ertragen. Krusche interpretierte das Bibelwort „Einer trage des anderen Last" so, dass mit dieser Last nicht nur der von den Feuerwehrlern geleistete Einsatz für den Nächsten gemeint sei, sondern durchaus auch die Bürger gemeinsam mittragen müssen für ihre Freiwillige Feuerwehr. Diesen Gedanken vertiefte auch Kreisbrandrat Heinz Fischer, der explizit auf die fundamentale Tatsache hinwies, „dass nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger ein funktionierendes Feuerwehrhaus" benötigen – und schloss mit den Worten: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr."
Nach der Bayernhymne wurde es bei zünftiger Musik der Echinger Blaskapelle und gutem Essen vom Gasthof Fischer gemütlich.


Zitat Bürgermeister : „Wir verzichten auf eine Schlüsselübergabe, da die Feuerwehr den Schlüssel jede Minute dieser langen Bauzeit in Händen hatte."


Einweihung Feuerwehrhaus Masterfoto a

 

Grund zur Freude, Grund zum Feiern bei Echings Freiwilliger Feuerwehr: Das sanierte und erweiterte Feuerwehrhaus wurde nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht und gesegnet: In der Fahrzeughalle und vor dem neuen Wechsellader von links nach rechts: Stellvertretender Kommandant Georg Geil, der evangelische Pfarrer Markus Krusche, Kommandant Stefan Maidl, der katholische Pfarrer Johann Löb, Vereinsvorsitzender Josef Kurz, Stellvertreter Rainer Grassl, Bürgermeister Josef Riemensberger und Kreisbrandrat Heinz Fischer.


Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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