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Bäuerliche Gerätesammlung zeigt „verschwundene Höfe“ und mehr

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 24. Mai 2016

Zeitreise in die Vergangenheit beim internationalen Museumstag
Die Vergangenheit anschaulich und lebendig zu erhalten, ist Aufgabe und Anspruch der bäuerlichen Gerätesammlung „auf dem Gfild" im Kellergeschoss der Schulturnhalle an der Danziger Straße. Anlässlich des internationalen Museumstages am Sonntag, 22. Mai, haben Museumsleiter Klaus Widhopf und Archivpfleger Günter Lammel zwei Schautafeln mit rund zwei Dutzend „verschwundener Bauernhöfe" erstellt.

 

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Die Idee, in einer Sonderschau anhand alter, erhaltener Fotos die Erinnerung an ehemalige Gehöfte wachzurufen, stammt von Landwirt Klaus Widhopf. Aktuelle Farbfotos, die Lammel kürzlich aufgenommen hat, zeigen die heutigen Gebäude: Wohnanlagen, Geschäftshäuser und Hotels. Wo beispielsweise früher der „Heckmayr"-Hof stand, erinnert heute nur noch der Name des Hotels, nämlich „Höckmayr" daran. An der Stelle des Alten- und Servicezentrums, postalisch Bahnhofstraße 4, befand sich bis Anfang der 90er Jahre das Riedmeier-Anwesen mit seinem vielfältigen Tierbestand.
Die Bilder stoßen bei den zahlreichen Museumsbesuchern auf großes Interesse. Und so manches Gespräch rankt sich, insbesondere bei den „Alteingesessenen", um das berühmte „Weißt du noch?" Aber auch für alle „Zugraoste" und jüngere Jahrgänge lohnt sich der Blick zurück in das Dorfleben der unmittelbaren Vorfahren, eine Zeitreise, bei der es „Neuland" ausgerechnet in der Vergangenheit zu entdecken gibt. So mag sich der eine oder andere durchaus wundern, was sich im letzten Jahrhundert an der Stelle seines aktuellen Zuhauses befunden hat.

Neben der Sonderschau bietet das inoffizielle Echinger Heimatmuseum mit seiner umfänglichen Sammlung bäuerlicher Haus- Hof- und Feldwerkzeuge eine Fülle weiterer interessanter Objekte für große und kleine Besucher. Auch „Novitäten" waren dabei.
Neu im "Herrgottswinkel" sind ein Harmonium aus der Dietersheimer Kirche, mehrere alt-ehrwürdige Messgewänder aus der Pfarrei St. Andreas und das Modell eines Brunnens für die katholische Pfarrei Sankt Andreas in Gestalt des Heiligen Namenspatrons. Dieser Entwurf von Dr. Rudolf Rehbach aus Neufahrn wurde jedoch nicht verwirklicht.

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Gastlich mit Weiß- und Rotwein, letzterer stammt sogar aus eigenem Echinger Anbau, kleinen Häppchen und „Live-Musik" ging es in der Maischer Heimatecke zu. Dort haben die heimatvertriebenen Ungarndeutschen, die nach dem zweiten Weltkrieg in Eching ein neues Zuhause fanden, eine liebevoll zusammengestellte Sammlung aufgebaut, für die Konrad Hirtenreiter maßgeblich die Verantwortung trägt. Er ließ es sich dann auch nicht nehmen, das eine oder andere Volkslied auf seinem Akkordeon vorzutragen.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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