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O’zapft, gspuit, gsunga und derbleckt:

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 11. März 2020

Viel Lokalkolorit beim Starkbierfest des Musikvereins

„O'zapft is" hieß es für die rund 200 Gäste beim Starkbierfest des Musikvereins Sankt Andreas am 7. März im Bürgerhaus. Mit dem namengebenden starken Bier, amüsant-frechem Singspiel, spannend-spielerischem Mitmach-Programm und ganz viel Blasmusik war jede Menge Kurzweil und Lokalkolorit geboten.

 Starkbierfest AnzapfenBürgermeister Sebastian Thaler waltete seines Amtes und benötigte nach Analyse von Sprecher Mathias Migge „drei und einem halben Schlag", um bei diesem offiziellen, feucht-fröhlichen, sprich spritzigen Start den süffigen Gerstensaft aus dem ersten Fass des süffigen Gerstensafest vom Pflüglerbräu zum Laufen zu bringen. Für die bayrische Kulinarik vom Brotzeitteller über den Obazden bis zum Schweinsbraten war der Fischerhof verantwortlich.

 Starkbierfest 4

Die Musiker präsentierten ein abwechslungsreiches Repertoire vom Bayerischen Defiliermarsch über die eine oder andere Polka bis zum Schlager-Potpourri, bei dem sogar etliche Tanzbeine geschwungen wurden. Der meist gespielte „Titel" lautete „ein Prosit der Gemütlichkeit". Auch die VIP-Sparte war hochkarätig besetzt: die Echinger Helene Fischer – sprich Musikerin und Sängerin Maria Wallner -konnte gut und gerne als gesangliches Double durchgehen. Daneben bescherten die drei Blumentopf-Alphornbläser Norbert Langwieser und die Orchestermitglieder Bastian Urbansky und Philipp Eschlwech auf ihren urigen „Heimwerker-Instrumenten" aus Gartenschlauch und drei ineinander gestapelten Pflanztöpfen ein ganz besonderes alpenländisches Musikerlebnis. Rechnen und Raten hieß es beim Mitmach-Schätz- und Gewinnspiel für alle, bei der die Anzahl der weißen und blauen Rauten (121) auf einer wappenverzierten Bayernfahne möglichst exakt ermittelt werden sollte.

 Starkbierfest singspiel
Äußerst gespannt war das Publikum darauf, was sich die kreativen Kräfte, angeführt von Benedikt Migge, für ihr Singspiel 2020 hatten einfallen lassen. In Anspielung auf die rege und nicht immer reibungslose Echinger Bautätigkeit schickte der Musikverein heuer einen sehr erfahrenen einheimischen Bautrupp auf die Bühne, der bereits beim Bau des Berliner Flughafens „viel Kompetenz – im Versagen" sammeln konnte, analog zu einem anderen Bayern-Export : Verkehrsminister Andreas Scheuer. „Jau, wir schaffen das" lautete der viel versprechende Refrain der Chaos-Truppe vom Bau. Da bekam neben Bürgermeister Sebastian Thaler (parteilos) auch der „preußische" Mitbewerb Nora Kusch (CSU) und Thomas Stüwe (Freie Wähler) sein Fett weg. Alle Anwesenden nahmen's mit Gelassenheit und Humor. Am Rande war auch „Corona" ein Thema, allerdings in der süffigen Variante des gleichnamigen Flaschenbieres zum Befeuchten der trockenen Kehlen im singenden Bautrupp.

Beim Bayernbattle mit fünf Vereinsteams kam es auf Allgemeinwissen und Feinmotorik, aber ebenso auf das geübte Auge im Umgang mit trinkbaren Flüssigkeiten sowie Kraft und Geschicklichkeit an. Zuschauer und Teilnehmer hatten Spaß an den vier Wettkämpfen, dem bayerischen Wissenstest (Wo steht Bayerns einziger Leuchtturm?), dem filigranen Zündholzstapel- Turmbau auf einem Flaschenschraubverschluss, einer Trink- und Schätzaufgabe sowie dem gegenseitigen Luftballon- Zerplatz-Treten, bei denen die Mannschaften auf Punktejagd gingen. Den Gesamtsieg sicherten sich die Echinger Burschen, gefolgt von der Heidechia, dem Kulturforum, den Mintringer Burschen und der Günzenhauser Dorfbühne auf den Plätzen zwei bis fünf.

 Starkbierfest Anstoßen Masterfoto2020

Ein Prosit auf Gesundheit und Gemütlichkeit und auf einen „starken" Abend brachten gemeinsam aus, vorne von links nach rechts: Bürgermeister Sebastian Thaler , Junior-Fischerhofwirtin Manuela Fischer, Christine Schuhbauer und Maria Migge, 2. und 1. Vereinsvorsitzende, Moderator Matthias Migge.

 Starkbierfest Prosit

Ein vielgespielter Titel: das Prosit der Gemütlichkeit.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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