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Ein Jahrzehnt Waaghäuslfest

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 26. August 2019

Gemütliches Dorf- und Straßenfest bei jung und alt beliebt

Erstaunlich, wie die Zeit vergeht, werden nicht wenige der zahlreichen Gäste gedacht haben, die heuer tüchtig mithalfen, beim Waaghäuslfest am 24. August den 10. Geburtstag des beliebten Dorf- und Straßenfestes in Echings Waagstraße zu feiern – bis in die Nacht hinein.

Vor einem Jahrzehnt, im August 2009, hatte das junge Fest erfolgreich Premiere. Gefeiert wurde zu Ehren des damals von Grund auf restaurierten, damals schon über 100 Jahre alten Häuschens, das die alte Viehwaage der Gemeinde beherbergte.
Um das marode Häuschen vor dem Verfall und dem Vergessen zu bewahren, hatten sich damals als Initiatoren und ehrenamtliche Restauratoren eine Handvoll „Waaghäuslfreunde", überwiegend ortsanässige Landwirte, zusammengeschlossen und das historische Kleinod liebevoll wieder hergestellt.Lediglich die Materialkosten wurden von der Gemeinde übernommen. 

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Der 10. Geburtstag des Waaghäuslfestes weckt beim harten Kern der Waaghäuslfreunde vielerlei Erinnerungen: von links nach rechts: Ludwig Frey, Hans Fischer, Willi Benkovich und Erich Greimel, unter den „Urgesteinen" fehlt Georg Handschuh. 

Seitdem gehört die sommerliche Freiluftveranstaltung rund um das Waaghäusl, das die Hausnummer Waagstraße 15einhalb trägt und an Echings bäuerliche Vergangenheit erinnert, zu den Veranstaltungshöhepunkten im Ferienmonat August.

Dazu eingeladen wurde von den Echinger Burschen, die im vergangenen Jahr erstmals die Federführung als Veranstalter von den Waaghäuslfreunden übernommen hatten. Diese waren und sind aus rechtlichen und logistischen Gründen sehr froh über die freundliche Übernahme durch einen gestandenen Traditionsverein. Im Hintergrund stehen sie gerne weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.
Die besondere Mischung aus gemütlicher Geselligkeit und kulinarischer Gastlichkeit kommt sehr gut an. Auch heuer ließ es sich im Schatten von Bäumen und Schirmen gut – und lange – aushalten.

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Die Gastgeber hatten zahlreiche leckere und auch süffige Argumente zum Verweilen auf der Speise- und Getränkekarte. Dazu zählte das opulente Kuchen- und Tortenbüffet der Landfrauen, der köstliche Schweinsbraten mit Kraut –und Kartoffelsalat und die Grill-Station. Auch der Steckerlfisch mundete vorzüglich.

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Am hübsch dekorierten Getränke-Stand mit den netten Ladies hatten diverse alkoholische Schmankerl wie die Früchtebowle, viele Abnehmer. Dazu spielte der Musikverein Sankt Andreas unermüdlich auf.

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Und auch echte „Knaller" waren geboten, dank der Pfaffenhofener Goaßlschnalzer, die über den Köpfen der Besucher kunstvoll ihre Peitschen schnalzen ließen. Flankiert wurde der Straßenbiergarten rund um das Waaghäusl und mit seinem eigenen Maibaum im August von einem sehenswerten Spalier diverser landwirtschaftlicher Bulldogs. Eine thematisch dazu passende, faszinierende Attraktion im „Spielzeugformat" steuerte einmal mehr der Neufahrner Josef Neumeier mit seinem maßstabgerechten und originalgetreuen Modell des Dampfdreschens und dessen figurenreicher Ausstattung bei. Ein blumengeschmückter Erntewagen gab ein schönes, buntes Bild ab von allem, was auch heute noch so wächst und gedeiht auf Echinger Flur.
Jedes Jahr werden beim Waaghäuslfest unterschiedliche Facetten aus Echings dörflicher Vergangenheit „beleuchtet" und teils mit Gerätschaften aus dem Heimatmuseum illustriert. Angesichts der von Gemeindarchivar Günter Lammel zusammengestellten Fototafeln, die heuer ein Jahrzehnt Echinger Waaghäuslfest von den Instandsetzungsarbeiten bis zum vergangenen Jahr bunt, bewegt und anschaulich bebildert, konnten die Betrachter die einzelnen Themenschwerpunkte noch einmal Revue passieren lassen. Die Dokumentationen unter vielen anderen über die Kartoffel- und Heuernte „einst und jetzt", „von Wagen und Waagen" oder über „das Jagdwesen in der Gmoa" haben einen hohen Wiedererkennungswert – und bieten außerdem einen kurzweiligen Blick in die Ortshistorie.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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