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100 Jahre KSV Günzenhausen

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 05. Juli 2019

 

Vor Kriegen warnen, an Opfer erinnern und zum Frieden mahnen

Ein großes und (erinnerungs-) würdiges Ereignis sollte es werden, das 100jährige Vereinsjubiläum des Krieger- und Soldatenvereins Günzenhausen am letzten Juniwochenende. Das Vorhaben ist geglückt, dank engagierter Planung und Vorbereitung, guter Zusammenhalt der Ortsgemeinde, vieler (Ehren-) Gäste und nicht zu vergessen, strahlendem Sonnenschein an allen drei Festtagen.

Abwechslungsreiches Festprogramm

Den Auftakt für das dreistellige Vereinsjubiläum fand bereits am Freitag, 28. Juni statt. Organisation und Durchführung der Schlagerparty lag in jüngeren Händen, übernommen vom Burschenverein Günzenhausen. Nicht selbstverständlich aber naheliegend, denn einige Burschen gehören auch dem KSV an. Ebenfalls beste, sommerliche Unterhaltung im Festzelt auf dem Wirtshof bot am Samstag der Bayerische Abend, der musikalisch von den ortsansässigen Kohlstattmusikanten und dem bekannten Gstanzlsinger „Erdäpfekraut" alias Hubert Mittermeier abwechslungsreich und zünftig gestaltet wurde.
Als Höhepunkt war der Festsonntag angelegt. Die Feierlichkeiten begannen schon früh mit dem Weckruf und anschließendem Standkonzert.

 KSV Jubilaeum Guenzenhausen Umzug

Nach dem schön anzuschauenden Kirchenzug mit den Vereinen und anschließender Stärkung beim Weißwurstfrühstück fand der Jubiläums- und Gedenk-Gottesdienst in Form einer Feldmesse unter freiem Himmel statt.

 KSV Jubilaeum Guenzenhausen Fahnenband

Dabei erfolgte auch die Segnung der Fahnenbänder.

 KSV Jubilaeum Guenzenhausen Kranzniederlegung

Nach dem Gottesdienst gedachte man bei der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal der gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege. Nach dem Mittagessen im Festzelt beschlossen Festansprachen und Ehrungen das offizielle Programm, bevor die Feierlichkeiten gemütlich mit den Kohlstatt-Musikanten ausklingen.

Dank, Gedanken und Gedenken
Landrat Josef Hauner und Bürgermeister Sebastian Thaler, Schirmherr des Jubiläums, dankten in ihren Festansprachen dem Krieger- und Soldatenverein für sein gesellschaftliches und friedensstiftendes Engagement.

KSV-Jubilaeum HaunerAnschaulich beschrieb Hauner dessen Wirken als „wichtigen Pfeiler der Erinnerungskultur". Beide rückten den – nicht selbstverständlichen – und immer wieder durch nationalistische Strömungen gefährdeten Frieden in Europa in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, „das größte Friedensprojekt der Geschichte", so der Landrat.

KSV-Jubilaeum ThalerDer Gedanke der Einheit Europas, hat Thalers Worten nach in jüngster Zeit „sehr gelitten". Er appellierte dazu, aktiv für den Frieden in Europa einzutreten.

KSV-Jubilaeum MiggeAls „eine Institution ohne Heldenverehrung, aber mit Gedenken an die toten Soldaten und an die zivilen Opfer der Kriege" charakterisierte Vereinsvorsitzender Dieter Migge den „klaren Friedensauftrag" des KSV. Dieser sei verbunden mit der Verpflichtung, „einen Beitrag zu leisten, um eine Wiederholung von Kriegen in jeder Form zu vermeiden."

Ehrungen
Es sind immer auch einzelne Persönlichkeiten, die die Geschicke und Geschichte von Vereinen prägen. Im festlichen Rahmen stand eine Reihe von Ehrungen für langjährige und/oder besonders verdienstvolle Mitglieder an, die dem KSV sein Gesicht gegeben haben. Heinz Müller Saala, 16 Jahre lang Vorsitzender des KSV und letztjährig zum Ehrenvorsitzenden ernannt, wurde von Otto Radlmeier (Vorsitzender Kreis- Krieger und Soldatenverband Freising) die Ehrennadel des Kreisverbands verliehen. Für ihre Treue zum KSV ausgezeichnet wurden Johann Hepting jun., Martin Lachner jun., Josef Meir, Rudolf Tomitzi für 40 Jahre sowie Leonhard Modlmayr für 50 Jahre. Aus den Händen von VDK- Bezirksgeschäftsführer Artur Klein empfing Vereinsvorsitzender Dieter Migge die Anerkennungsplakette des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge.

Fotos: Wilms, Portraits: Linbrunner.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

 

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