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30 Jahre „Älterwerden in Eching“ e.V.

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 22. Mai 2019

Gelungene Jubiläumsfeier im Alten- und Servicezentrum

würdigt vorbildliche und wegweisende Seniorenfürsorge
Mit einer stilvollen Feier am 17. Mai wurde das 30jährige Vereinsjubiläum von „Älter werden in Eching e.V." begangen, zusammen mit Wegbegleitern, den ehren-und hauptamtlichen Kräften des ASZ, Funktionären, Vereinsmitgliedern und Ehrengästen. Hielt bei der ASZ-Einweihung im November 1995 Staatsministerien Barbara Stamm die Festrede, so gab sich heuer mit Kerstin Schreyer ebenfalls die bayrische Familienministerin die Ehre.

Launig moderierte ASZ-Geschäftsführerin Siglinde Lebich, seit Vereinsgründung die Person mit dem „längsten Haltbarkeitsdatum", den konzertanten Festakt. Dank der ausgezeichneten Interpreten Katharina Burkhardt (Sopran), Benedikt Eder (Bariton), und Mayuko Obuchi (Klavier) wurden die klangvoll und nuancenreich (und ganz ohne Mikro) vorgetragenen Arien unter anderem aus der Zauberflöte, der lustigen Witwe und La Traviata zu einem ganz besonderen Genuss.

 Aelter-werden-in-Eching Jubilaeum Masterbild
Vereinsvorsitzender Gertrud Wucherpfennig oblag die Aufgabe, Konzept und „Köpfe" vorzustellen und kurz die Historie und Entwicklung des ASZ zu rekapitulieren. Zur Erfolgsgeschichte zählten auch Verluste wie die Einstellung von Tages- und Kurzzeitpflege und zu überwindende Probleme, wie die dreijährige Auseinandersetzung von 2010-2013 um den Aufgabenübertragungsvertrag mit der Gemeinde.
Der erste wegweisende und vorausschauende Impuls ging bereits‚ Mitte der 80er Jahre, von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen aus. Sie stellten Grundsatzüberlegungen an, wie auf lokaler Ebene das „Älterwerden" (eigen)verantwortlich gestaltet werden könne. Der übereinstimmende „visionäre Altersentwurf" lautete, in gewohnter Umgebung und privater Häuslichkeit verbleiben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. „Bloß nicht ins Pflege- und Altenheim abgeschoben werden" war Konsens. Damit war die Idee für ein Quartierskonzept mit dem ASZ als zentraler Versorgungseinrichtung und Begegnungsstätte geboren. Der Verein mit dem bezeichnenden Namen „Älter werden in Eching" wurde am 3. Mai 1989 von 92 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben – und im selben Jahr Siglinde Lebich als Geschäftsführerin für das noch in Planung befindliche ASZ eingestellt. Auf den tödlich verunglückten Gründungsvorstand Georg Burger folgten als Vereinsvorsitzende die beiden ehemaligen Echinger Bürgermeister Joachim Enßlin und Rolf Lösch.
Als stabile Säulen, nicht nur für das ASZ-Gebäude, sondern auch für das Konzept des „Älterwerdens in Eching", bezeichnete Wucherpfennig die engagierte Arbeit der Ehrenamtlichen, die mit Herzblut dabei sind, ein gutes Verhältnis zur Gemeinde und last but not least das Superteam mit Pflege und Verwaltung.
Genau diese vertrauensvolle Kooperation zwischen Verein und Kommune stellte auch Echings Bürgermeister Sebastian Thaler heraus. Er würdigte das ASZ als die Anlaufstelle nicht nur für Senioren, sondern für alle Generationen, mit einem reichhaltigen, vollen Programm für jedermann, bei dem auch die Älteren aktiv eingebunden sind.
Das Altwerden und die Bedarfe älterer Menschen, so Ministerin Schreyer in ihren Gedanken zur Seniorenpolitik, haben sich gewandelt. „Die Senioren" allerdings, so die Ministerin, „gibt es nicht." Wohl aber individuelle Wünsche, nach denen jeder „auch im Alter in Würde so leben soll, wie er mag." Neben den politischen Grundvoraussetzungen, die ein Leben ohne finanzielle Armut und mit fachlicher Qualität in der Pflege ermöglichen müsse, galt ihr Hauptaugenmerk den gesellschaftlichen und menschlichen Herausforderungen, die Politik nicht leisten könne. Der Zusammenhalt der Generationen, wie er auch im ASZ Mehrgenerationenhaus mit den vielen ehrenamtlichen Kräften zeichne ein soziales Bayern aus. „Sie lassen jeden rein und bauen Barrieren in den Köpfen ab" zollte sie der Arbeit des Vereins und des ASZ große Wertschätzung und bescheinigte ihnen damit, das Leben vieler Menschen „sozialer und reicher zu machen".
Nach der offiziellen Feierstunde wurde noch zu Sekt und Selters, selbstgemachten Häppchen und anregenden Gesprächen eingeladen.

 Aelter-werden-in-Eching Jubilaeum  Ehrengast

Ein blühendes Geschenk in einem von der integrativen Mosaikwerkstatt von Margret Lösch gefertigten kunstvollen Übertopf überreichte Siglinde Lebich (links) an Familienministerin Kerstin Schreyer (rechts) als Erinnerung an die Jubiläumsfeier im ASZ. 

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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