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Rudolf Hauke bleibt Präsident des TSV Eching

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 14. Februar 2019

Mitgliederstarker Sportverein finanziell und sportlich auf gutem Weg

Auch wenn –krankheitsbedingt – mit Präsident Rudolf Hauke die Leitfigur des TSV fehlte, waren die Neuwahlen der Vorstandsriege von Kontinuität und Solidität geprägt und gingen glatt über die Bühne.

Trotz seiner erneut aufgetretenen Krebserkrankung war Hauke, der den großen Sportverein mit aktuell 666 Mitgliedern seit Februar 2017 erfolgreich und engagiert führt, zur Wiederwahl angetreten. Ihm galten alle guten Wünsche der über 100 anwesenden TSVler, die ihrem „Rudi" mit großer Dankbarkeit bei seiner Wiederwahl das Vertrauen schenkten. Seine schriftliche Einverständniserklärung wurde von Stellvertreter Gerd Beer verlesen, der auch die Versammlung leitete.
Neben Hauke und Vize Beer wurden bei der Jahreshauptversammlung am 13. Februar auch 3. Vorsitzender Bernhard Labermeier, Schriftführerin Anna-Lena Beer und Kassier Wolfgang Nagl jeweils –fast- einstimmig in ihren Ehrenämtern bestätigt. Jugendleiter Patrick Mücke der nach fünf Jahren nicht mehr zur Wiederwahl antrat, wird von Florian Uffinger abgelöst. Auch Abteilungsleiter Marcus Heiss steht nach einem Jahrzehnt nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger ist Alex Strecker, der von Mike Widhopf unterstützt wird. Den Ehrenrat bilden Winfried Klar, Ludwig Ehbauer und Michael Widhopf. 

Die Berichte der Abteilungsleiter, Marcus Heiss für die erfolgreichen Damen, die zweite und erste Mannschaft, Patrick Mücke für und über die „größte Jugendabteilung des Landkreises" mit 300 Nachwuchskickern in 18 Mannschaften von der F-bis zur A-Jugend, Wolfgang Nagl über die beiden AH-Mannschaften, Thomas Reikowski für die Abteilung Wintersport, die auch im Sommer beim Tennsspielen aktiv ist, sie alle stellten unter Beweis , dass der TSV für viele Gemeindeglieder jeden Alters „sportliche Heimat" ist (Zitat Heiss).

Als A und O eines Sportvereins bezeichnete Bürgermeister Sebastian Thaler die Jugendarbeit. Lobend hob er hervor, dass es der TSV anstrebe, anders als andere Vereine (und noch in früheren Zeiten), die Jugendspieler in den eigenen Reihen zu halten und so seinem interessierten und talentierten Nachwuchs vorort eine Perspektive mit in Niveau bieten könne. Besonders freut es Thaler, dass die beiden mitgliederstarken Vereine TSV und SCE am 30. Juni ein gemeinsames Sommerfest für alle organisieren wollen, das ganz im Zeichen der vielseitigen, tollen Sportangebote der Gemeinde stehen soll.

Beers Vorstandsbericht zeigte auf, dass neben einem weiten Feld sportlicher Aktivitäten von den Hallenmasters über ein österliches Fördercamp, den Tag des Mädchenfußballs , diverse Turniere einschließlich eines Benefiz-Turniers für die Klinikclowns, das vergangene Jahr auch geprägt war von immer wieder neuen „Not-Reparaturen". „Man merkt, dass vieles in die Jahre gekommen ist" so Beer. Ganz neu und zukunftsweisend war der Einbau der LED-Strahler auf den See- Fußballplätzen. Die –förderfähigen – Gesamtkosten beliefen sich auf 66 000 Euro, von denen der Verein rund 20 000 Euro aus Eigenmitteln gestemmt hat.
Von existentieller Bedeutung ist die Frage nach gesicherten und ausreichenden Sportplätzen für den prosperierenden Verein. Eine wünschenswerte Expansion an den Echinger See ist aufgrund der Besitzverhältnisse eher unwahrscheinlich. Deshalb steht nun die Sicherung des vorhandenen, gepachteten Geländes mit großer Dringlichkeit an, wie Beer ausführte.

Der von Nagl vorgetragene, professionelle Kassenbericht ist durchaus vom finanziellen Rahmen nach Einnahmen und Ausgaben und inhaltlichem Volumen mit der Buchführung eines mittelständischen Unternehmens vergleichbar. Als größte Leistung" des ganzen Vereins bezeichnete Kassenprüfer Hans Sauer die konsequente und zielführende Entschuldung des noch vor fünf, sechs Jahren tief in den roten Zahlen steckenden TSV – nicht zuletzt das Verdienst des Schatzmeisters. So konnte Wolfgang Nagl mit großer Freude verkünden: „Die Zahlen schauen super aus". Der TSV hat seine Kredite getilgt. Insbesondere beim Generieren von Einnahmen zeigt sich der Verein erfinderisch, beispielsweise durch Flohmärkte oder die Erhebung der Gebühren für die Parkplätze am Echinger und Hollerner See. Dass letzteres ein durchaus mühseliges Unterfangen ist, zeigen folgende Zahlen: Die Gesamteinnahmen an den Seeparkplätzen im letzten Sommer beliefen sich auf 30 000 Euro, davon erhält die Gemeinde rund 10 000 Euro Umsatzbeteiligung und für Personalkosten fallen knapp 6000 Euro an. Der Restbetrag von zirka 14 000 Euro muss noch versteuert werden, so dass real „nur" noch ein Drittel, nämlich ungefähr 10 000 Euro als Einnahme verbleiben.
Auch wenn jetzt Geld in der Kasse ist, stehen dringende, zwingende Ausgaben an: im laufenden Jahr rechnet Nagl für Grundsanierungen und mit Ausgaben von 44 500 Euro, in den kommenden zwei bis drei Jahren muss man realistisch zirka 180 000 Euro einplanen, denn die Neuanschaffung eines Rasenmähers steht ebenfalls ganz oben auf der To-do-Liste wie die Erneuerung der Bewässerungsanlage, sowie Sanierungen der Sportlerkabinen und der Außenbereich der Sportgaststätte.
Verabschiedet wurde die neugefasste Vereinssatzung, in die die notwendigen Anpassungen an die Datenschutzgrundverordnung aufgenommen wurden und ebenso weitere Vereinfachungen, wie etwa bei der Wahl, die nun –bei Einverständnis – auch per Akklamation vorgenommen werden kann. Unverändert geblieben ist wegen aufgetretener Unstimmigkeiten der Paragraph über die Ehrungen. Über dessen Neufassung soll in der nächsten Mitgliederversammlung abgestimmt werden.

Auf der Tagesordnung standen zum guten Schluss eine beachtliche Anzahl von Ehrungen für langjährige Vereinstreue von 15 bis sage und schreibe 60 Jahren sowie die Ernennung von Ehrenmitgliedern, über die sich alle die über 70jährigen TSV-ler bei mindestens 25jähriger Vereinszugehörigkeit freuen dürfen.

TSV Vorstand EE

Gruppenbild mit Dame und ohne Präsident: In Abwesenheit des erkrankten und wiedergewählten Vorsitzenden Rudolf Hauke das Führungsteam des TSV von links: 2. Vorsitzender Gerd Beer, 3. Vorsitzender Bernhard Labermeier, Schriftführerin Anna-Lena Beer, Jugendleiter Florian Uffinger und Kassier Wolfgang Nagl.

TSV Ehrungen EE

Erinnerungsfoto für die anwesenden Geehrten: von links nach rechts: Horst Glaeser (15 Jahre), Hans Fischer (Ehrenmitglied), Albert Past (30 Jahre), Karl Merz (Ehrenmitglied), 2. Vorsitzender Gerd Beer, Günter Rugullies (Ehrenmitglied), Thomas Summerauer (30 Jahre), Adam Nachtmann (30 Jahre), Klemens Seemüller (Ehrenmitglied), Wilhelm Kufner (Ehrenmitglied) , Hans Moll (60 Jahre), Georg Bartl (50 Jahre).

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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