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Willkommen auf dem Fußballplatz

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 15. Mai 2016

Sportlich-integratives Freizeit-Turnier mit Flüchtlingen
„Dabeisein ist alles" heißt der Geist der olympischen Spiele. Genauso treffend war damit auch die Intention des internationalen Fußballturniers beschrieben, das kürzlich auf dem TSV-Gelände den beteiligten Kickern ebenso viel Spaß machte wie den zuschauenden Fans.

Turnier-International Gruppenbild

Die Idee zum sportlichen Miteinander, bei der die Begegnung mit Asylbewerbern zum Programm gehörte, hatte TSV-Spieler Severin Ramstötter. Damit rannte er offensichtlich offene Türen ein. Die Unterstützung durch den TSV, der Gelände und Trikots zur Verfügung stellte und durch weitere Sponsoren und Mithelfer, die sich um die Bewirtung und den kleinen Biergarten- und Grillbetrieb auf dem Gelände verdient gemacht hatten, war großartig.
Doch zurück auf den grünen Rasen.

Turnier-International-mit-flüchtlingen Spielszene2Turnier-International-mit-flüchtlingen Tor

Die fußballbegeisterten Flüchtlinge konnten drei der sechs Mannschaften stellen. Die anderen Mannschaften rekrutierten sich aus TSV-Spielern jeden Alters und auch einigen Gästen aus Neufahrn. Jedes Team trat mit fünf Feldspielern und einem Torwart an und es wurde in zwei Gruppen auf Kleinfeldern im Jugend-Format jeweils 15 Minuten „jeder gegen jeden" um Platz und Sieg gespielt. Besonders ins Auge fielen zwei Teams in Grün-Weiß mit nagelneuem Outfit, welches „Spielertrainer" und Sponsor Laurian Graef seinen Schützlingen aus der Notunterkunft Schulturnhalle gespendet hatte. Graef, im realen Berufsleben Hausmeister der Imma-Mack-Realschule, hat sich mit großem persönlichen Engagement um das Wohlergehen und insbesondere die sportlichen Belange der jungen Männer in der Notunterkunft gekümmert, ist für viele eine ganz wichtige „Institution" und so etwas wie eine Vaterfigur. Nicht ohne Grund, so erläuterte Graef, sei diese Farbwahl erfolgt, denn Weiß stehe für Frieden und Grün ist ja bekanntlich die Farbe der Hoffnung. Dies untermauerten noch zusätzlich die Mannschaftsnamen Spero I und Spero II der beiden Teams mit überwiegend afrikanischen Spielern. Spero ist Latein und bedeutet wörtlich übersetzt: „Ich hoffe", steht also für Optimismus und Zuversicht. Als gelungenes I-Tüpfelchen konnte die Mannschaft Spero I auch das Turnier als Sieger beenden. Als viel wichtiger als das Gewinnen erwiesen sich außer den Ball-Kontakten auch diejenigen neben dem Platz Und mit den gesammelten Spenden in Höhe von 150 Euro stellte sich noch ein weiterer schöner Nebeneffekt ein.

Turnier-International-mit-flüchtlingen Spero

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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