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Meisterliches Karate-Training beim SC Eching

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 11. August 2014

(Text/Fotos: wi) - Die einmalige Chance, eine Demonstration und persönliche Unterrichtseinheit in Karate von einem Weltmeister seiner Zunft zu erhalten, wurde großen und kleinen Karateka des SC Eching geboten. Bereits zum 3. Mal war der heute 57-jährige Japaner Seiji Nishimura bei seinen Echinger Freunden der Karate-Abteilung zu Gast. Er ließ es sich nicht nehmen, sein überragendes Können zu demonstrieren und mit dem Nachwuchs und den Erwachsenen zwei Trainingseinheiten durchzuführen: Diese besondere Übungsstunde am 4. August mit dem Meister aus dem Ursprungsland des Karate wird den Echingern sicherlich unvergesslich bleiben.
Danach fuhr Nishimura weiter zum Karate-Sommercamp in Ravensburg, dem größten Sportereignis seiner Art in Europa. Dort war auch die Karateabteilung des SCE mit insgesamt neun Athleten vertreten.  

 

1. Vorstand Oliver Schäffler begrüßt den ehemaligen japanischen Karate-Nationaltrainer Seiji Nishimura.

 Karate  Begrueßung

Vor zahlreichen Zuschauern in der Schulturnhalle an der Danziger Straße widmete sich Nishimura, Träger des 7. Dan und von 1988 bis 2003 Trainer der japanischen Karate-Nationalmannschaft, am Nachmittag zunächst einmal den jungen Karateka. Da er kein Deutsch beherrscht und nur wenig Englisch, hatte der Meister seinen Sohn Seita mitgebracht, der sich gut auf Englisch verständigen kann. Die Moderation und Übersetzung übernahm der Zweite Vorstand Dr. Dietmar Wagner, selbst langjähriger erfahrener Karateka. Wagner ist Trainer, Mitglied im Präsidium des Karateverbandes Baden-Württemberg und Träger des 5. Dan. Er war selbst 2009 eine Woche lang Trainingsgast bei Nishimura in Fukuoka, Japan.
(Zur Erläuterung für alle, die im Karatesport nicht so bewandert sind: Zum Karate-Sport gehört eine „Philosophie" hinzu, die den Respekt voreinander fördert und Disziplin und Höflichkeit verlangt. Der 1. Dan ist der schwarze Gürtel. In weiteren, anspruchsvollen Prüfungen können sich Karateka für höhere Dans qualifizieren.) 
Die Übungseinheit mit der Jugend begann unter Leitung von Nishimura Senior und Junior nach bewährtem und bekannten Muster – mit erwärmenden und kräftigenden Spiel- und Übungsformen wie Schubkarren laufen, Bockspringen und gegenseitigem Huckepack. Als motivierender und kindgerechter Wettbewerb „jeder gegen jeden" war der Ehrgeiz groß, nicht Letzter zu werden, denn die jeweils Langsamsten mussten unter Aufsicht zehn Liegestütze absolvieren. Anschließend kamen dann richtige Karateübungen in Form von Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken an die Reihe. Die jeweilige Technik wurde nur ein einziges Mal vorgeführt – und dann waren schon die Karate-Kids an der Reihe, die der Karatemeister mit sichtbarem Erfolg korrigierte. Eifer und Begeisterung waren groß – ebenso wie die Anspannung und Anstrengung. Auch für die Erwachsenen war es eine bereichernde und nicht alltägliche Erfahrung, meisterlich trainiert zu werden.
Als originelles Dankeschön und zur Erinnerung überreichte Erster Vorstand Oliver Schäffler dem Japaner einen bayrischen Trachtenhut mit Feder und ein passendes Hemd, alles bestens geeignet fürs Oktoberfest. Bereits am Vormittag konnte Nishimura schon in Begleitung von Vereinsmitgliedern die Bayrische Kultur genießen, ganz zünftig auf dem Münchner Viktualienmarkt – und das war ganz nach seinem Geschmack. Wie Nishimura wörtlich sagt, er mag „das legendäre deutsche Bier."

 Karate Gruppenbild

 

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