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SC Eching bereitet sich auf Wiedereinstieg in den Sportbetrieb vor

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 08. Juni 2020

Nach den Pfingstferien wollen alle Abteilungen des SC Eching, die auf Hallentraining angewiesen sind, gezielt den Wiedereinstieg in den Trainingsbetrieb in Echings größtem Sportverein. „unter Dach und Fach" bringen. Ab dem 15. Juni sind in den Turnhallen Gruppen bis zu 20 Teilnehmer/innen erlaubt. Gegenwärtig gibt es lediglich die Option, mit maximal fünf Teilnehmern einschließlich Übungsleiter/in im Freien gemeinsam zu sporteln, und das, so Tobias von Wangenheim, Leiter der Abteilung Turnen und Fitness, macht zumindest für seinen Sportbereich keinen Sinn.
Anders stellt sich die Lage in der Tennisabteilung des SC Eching dar, die als erste von rund einem Dutzend Sparten Mitte Mai wieder starten konnte. Da sie momentan immer noch ohne Halle dastehen, waren die Tennisspieler doppelt froh darüber, den Sportbetrieb auf den Sandplätzen wieder aufnehmen zu können.

SCE-Tennis

So wurde in der letzten Woche zum jährlichen Pfingst-Trainingscamp für Kinder und Jugendliche eingeladen. Dank der Beach-Volleyball-Anlage können die Volleyballer seit knapp einem Monat ihrem Sport nachgehen, wenn auch nur im Freien. Die Schachspieler freuen sich ganz besonders darüber, dass sie sich nach der Öffnung der Vereinsgaststätte nun direkt und vis a vis gegenseitig mattsetzen können. Die Abteilung „Tanzsport" ging virtuelle Wege (wir haben berichtet), veranstaltet auch weiterhin Online-Training oder trainiert im Freien.

Der Pandemie zum Opfer gefallen ist das heuer anstehende 50jährige Vereinsjubiläum des SCE, bei dem die ersten Planungen zwei Jahre zurückreichen.

SCE Vorsitzender Oliver-Schaeffler„Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und daher feiern wie einfach ein Jahr später, wenn der größte Sportverein Echings dann 51 Jahre alt wird" blickt Vereinsvorsitzender Oliver Schäffler mit Optimismus in die Zukunft.

Jetzt aber stehen unmittelbar vielfältige Planungen und Vorüberlegungen für den bevorstehenden Restart an. „Zunächst und vorab muss geklärt werden, ob die Hallen überhaupt zur Verfügung stehen, denn das entscheidet letztendlich das Schulamt. Braucht die Schule die Sporthallen für Prüfungen oder zur Entzerrung der Klassen, dann würde es erst einmal nichts werden. Die Kommune versucht dies nun zeitnah zu klären, in der Schulferienzeit ist dies aber nicht einfach." erläutert Tobias von Wangenheim. Mit der Gemeindeverwaltung gab es aktuell Gespräche, wie das „Rahmenhygienekonzept Sport" des bayerischen Innenministeriums umgesetzt werden kann. So sollen sich z.B. die einzelnen Sportgruppen nicht treffen. Es muss für jede Halle ein Ein- und ein separater Ausgang gefunden werden. Parallel dazu arbeitet der SC Eching momentan unter Hochdruck an einem abteilungsübergreifenden Konzept, in dem einheitlichen Abstands- und Hygieneregeln fixiert werden. Darüber hinaus definieren die Abteilungsleiter die Umsetzung der spezifischen Anforderungen ihrer jeweiligen Sportarten, die von den jeweiligen Sportfachverbänden vorgegeben worden sind. Angepasst beziehungsweise „berechnet" werden muss beispielsweise die tatsächlich zulässige Maximal-Teilnehmerzahl in Abhängigkeit von der konkreten Sportart und der Größe der genutzten Halle. Findet der Sport nicht auf der Stelle statt, wie z.B. bei Yoga Step Aerobic oder Gymnastik, müssen für jeden Teilnehmer mindestens 20, besser 40 qm zur Verfügung stehen.
Für Kindergruppen gelten besonders strenge Anforderungen. Hier stellt man sich vereinsintern die Frage, ob den Übungsleitern die Verantwortung überhaupt zugemutet werden kann. Vor allem, wenn sie aufgrund ihres Alters selbst zur Risikogruppe gehören: „Ich gehe davon aus, dass es bis zu den Sommerferien noch nicht wieder alle Angebote geben kann" so die nüchterne Einschätzung von Tobias von Wangenheim.


Was beim Restart des Hallensports alles verbindlich ist
und (bis auf weiteres) für alle zu beachten gilt:
1. Die einzelnen Übungseinheiten dürfen in der Halle zunächst maximal 60 Minuten betragen.
2. Dusch- und Umkleideräume bleiben bis auf weiteres gesperrt. Gewechselt werden soll nur das Schuhwerk.
3. Beim Betreten der Halle müssen die Hände desinfiziert werden. Spender werden gerade von der Gemeinde besorgt und installiert.
4. Das Abstandsgebot gilt natürlich auch in der Halle und den Vorräumen.
5. Beim Betreten der Halle besteht Maskenpflicht. Auch wenn während der Übungseinheit die Halle kurzzeitig verlassen wird, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
6. Jeder Teilnehmer muss sich - zur evtl. Nachverfolgung - mit Name und Telefonnummer in eine Liste eintragen. Diese wird, auf begründete Anfrage, nur den Gesundheitsbehörden zur Verfügung gestellt und ansonsten nach einem Monat vernichtet.
7. Nur kontaktloser Sport ist erlaubt. Zweikämpfe beim Basketball, Handball oder Karate sind verboten ebenso wie Partnerübungen oder Hilfestellung beim Gerätturnen.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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