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SPD nominiert 29jährigen Sebastian Thaler als Bürgermeisterkandidaten

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 30. November 2015

Der Startschuss für die Bürgermeisterwahl im kommenden Juli ist gefallen! Als erste der im Gemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen nominierte der SPD-Ortsverband bei seiner Aufstellungsversammlung am 23. November im „Huberwirt" seinen Kandidaten. Es handelt es dabei um Sebastian Thaler, 29 Jahre jung, verheiratet, gebürtiger Oberpfälzer, studierter Diplom-Kaufmann und bei Siemens als Projektleiter in der Verkehrsautomatisierung tätig. Durch verschiedene Auslandsaufenthalte, beispielsweise bei einem Studiensemester in Shanghai (China) und diverse namhafte Stipendien, kann er einen Blick über den deutschen und europäischen Horizont hinaus aufweisen und spricht fünf Sprachen.

SPD Aufstellungsveranstaltung1

Für die meisten der rund 60 Besucher im Saal war Thaler ein fremdes Gesicht, denn der parteilose Anwärter auf das Bürgermeisteramt wohnt (noch nicht) in Eching, sondern in Schwabing. Kein Unbekannter allerdings ist der sportliche Kandidat im SCE, insbesondere in der Tennisabteilung, wo er sich seit sieben Jahren sportlich und ehrenamtlich-organisatorisch einbringt und einen guten Namen gemacht hat. Er engagiert sich als Schiedsrichter, Turnierleiter und Stellvertretender Sportwart sowie als Spieler in der Bezirksligamannschaft.
Bei der Begrüßung der zahlreichen interessierten, um nicht zu sagen neugierigen Gäste, etwa zur einen Hälfte wahlberechtigte Genossen und zur anderen Vertreter der anderen politischen Gemeinderatsgruppierungen und aus der Bürgerschaft, gab sich SPD-Vorsitzender Carsten Seiffert kämpferisch: „Wir wollen das Rathaus zurückerobern!" Für dieses Ziel habe man mit Thaler den rechten Mann gefunden, er sei "integer, sympathisch, mit dem Herz am richtigen Fleck" und, so zeigte sich Seiffert überzeugt: "Er kann's - und ist auch für breite Schichten wählbar." Zur Begründung der eher überraschenden Kandidatenwahl erläuterte der Vorsitzende, dass man sich nicht von Parteibuch oder Wohnort habe leiten lassen. Eching brauche einen Bürgermeister, „der für alle da ist, die verschiedenen Strömungen aufgreift und zum Wohle der Gemeinschaft zusammenführt - und den haben wir mit Sebastian Thaler gefunden." Damit setzt die SPD ein klares Signal dafür, dass auch der politische Mitbewerb im Rathaus eingeladen ist, mit einer Co-Nominierung des Kandidaten Thaler einen Wechsel auf dem Bürgermeisterposten zu unterstützen. Bereits vor 12 Jahren hatten die Echinger Sozialdemokraten mit Pablo Schindelmann auf einen jungen, externen Kandidaten gesetzt, der nur knapp gescheitert war. Und, wie sich sicher noch viele alt oder länger eingesessene Echinger erinnern- auch Bürgermeister Joachim Enßlin war bei seiner Wahl (anno 1972) sehr jung - und ebenfalls neu zugezogen.

SPD Aufstellungsveranstaltung2

Voller Saal, viele Interessenten - nicht nur aus den eigenen Reihen: Mit ihrem jungen Kandidaten Sebastian Thaler (Bildmitte zusammen mit seiner Frau Marlen) wollen die Genossen den Worten von Vorsitzendem Carsten Seiffert (am Rednerpult) "das Echinger Rathaus zurückerobern."

Bei seinem ersten Auftritt auf der politischen Lokalbühne in Eching begleitet wurde Thaler von seiner Frau Marlen, Lehrerin für Latein und Deutsch. Der Echinger Bürgerschaft attestierte er aus seinen bisherigen Erfahrungen und Begegnungen heraus Offenheit, Sympathie und viel ehrenamtlichen Einsatz. Er beschreibt sich selbst als Freiluft-Fan und bekundete seine Begeisterung am naturbelassenen Echinger See. Als erste Schwerpunktthemen auf seiner politischen Agenda nannte er eine ganze Reihe vordringlicher Aufgaben, die es zu bewältigen gäbe: die dominierende Flüchtlingsproblematik, den (leergefegten) Immobilienmarkt und den Mangel an erschwinglichem Wohnraum (auch er sucht, bisher vergeblich, ein Haus oder eine Wohnung in Eching), den Verkehr, die Ansiedlung hochwertiger Industrie mit namhaften Firmen, die Planungen am Hollerner See, die Kultur im Allgemeinen und das Bürgerhaus im Besonderen. Da fand er klare Worte: "Das Bürgerhaus muss wieder seinem Bestimmungszweck folgend, ein Haus der Bürger werden."
Die 30 stimmberechtigten Mitglieder der SPD hatte Sebastian Thaler bei ihrem einstimmigen Votum zu 100 Prozent überzeugt. Dieses, so machte der Kandidat mit Blick auf die Bürgermeisterwahl am 23. Juli 2016 deutlich, bedeute für die Genossen eine weitergehende Verpflichtung „über den Tag hinaus." Zum Wahlvorstand wählte die Versammlung Anette Martin und Sybille Schmidtchen.


Zitat : „Viele wollen einen neuen Bürgermeister"

– SPD-Vorstand Carsten Seiffert



Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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