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50jähriges Jubiläum des CSU-Ortsvereins Eching

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 09. November 2014

Konstruktive und sachbezogene Kommunalpolitik über Parteigrenzen hinweg


(Text/Fotos: wi) Eching vor ziemlich genau 50 Jahren: Am 20. November 1964 wurde „mit 25 Gründungsmitgliedern unter der Führung von Josef Gerhaher ein eigener Ortsverband auf die Beine gestellt." Soweit ein Originalzitat aus der Gemeindechronik von Georg Kollmannsberger. Fünf Jahrzehnte später zählt Gerhaher, zusammen mit weiteren „CSU-Urgesteinen" wie Maria Kranz, Simon Kurz und Martin Mayer zu den Ehrengästen einer zünftigen Jubiläumsfeier im Traditionsgasthaus Huberwirt. Zusammen mit Parteifreunden, Bürgern, Vertretern aus Kommunalpolitik und Vereinen sowie weiteren Ehrengästen wurde im Saal zünftig gefeiert.

Zu letzteren zählte zuallererst der langjährige Kreisvorsitzende, Landtagsabgeordnete und ehemalige Bayrische Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu, der auch die Festrede hielt. Ebenso waren MDL Dr. Florian Herrmann, Landrat Josef Zauner, die beiden SPD-Bürgermeister Dr. Joachim Enßlin und Dr. Rolf Lösch, direkte Amtsvorgänger des seit 1998 amtierenden Bürgermeisters Josef Riemensberger der Einladung gefolgt. Neben den obligatorischen Reden ließen sich die Geburtstagsgäste den köstlichen bayrischen Schweinsbraten mit Kraut und Knödeln schmecken. Als musikalische Untermalung spielten das Blechbläser-Ensemble „De Hoglbuchen und oana mehra" zünftig auf - mit dabei: Maximilian Riemensberger, Sohn des Echinger Bürgermeisters.
Als Ortsvorsitzendem und Drittem Bürgermeister in Personalunion war es Thomas Kellerbauer vorbehalten, die knapp 100 Festgäste zu begrüßen – und auf dieses besondere Jubiläum einzustimmen. Insgesamt 11 Vorsitzende, so Kellerbauers Recherche, hätten zusammen mit aktiven Mitstreitern den Ortsverband der Christsozialen geprägt. In ihrem vielfach parteiübergreifenden Wirken seien immer Gemeinde und Bürger im Mittelpunkt gestanden. Wie stellvertretende Vorsitzende Dagmar Zillgitt gekannt gab, wolle man sich anlässlich des Jubiläums zusammen mit freiwilligen Helfern an die Erstellung einer Vereinschronik machen. Gegenwärtig zählt der CSU-Ortsverein 93 Mitglieder. In der Festansprache von Bürgermeister Josef Riemensberger ging es um eine Charakterisierung kommunalpolitischer Arbeit. „Politische Parteien sind wichtig, um Meinungsbilder zu erstellen, Werte zu vermitteln und Ziele zu definieren" so Riemensberger. Es gelte, vor Ort zielführend und konstruktiv „jenseits parteipolitischen Geplänkels" in gemeinsamer, sachbezogener Arbeit und Diskussion ein Fundament für das Vernünftigste und das Machbare zu erwirken und dabei „die Bürger mitzunehmen" lauteten seine programmatischen Aussagen. Die Stärke des Ortsverbandes sei „seine Nähe zu den Menschen und die Verbundenheit in der Gemeinde."
Dem Ortsverein Eching besonders verbunden ist auch Dr. Otto Wiesheu, der in den Jahren ab 1974 in Eching in einem Vierteljahrhundert 25 Mal als Gallionsfigur des politischen Aschermittwochs beim traditionellen Fischessen nachhaltig in Erscheinung trat. Das erste Mal war im Gasthof Krauß in Dietersheim, „eine zünftige Sache" wie sich Wiesheu gerne erinnert, und dann 24 Mal in 25 Jahren bezeichnenderweise im Huberwirt. Da sei es im vollen Saal stets „spannend und lebhaft" zugegangen. So war seine jetzige Anwesenheit ein schönes Wiedersehen und zugleich ein besonderes Zeichen gegenseitiger Wertschätzung. Ein ausdrücklicher Dank des 70jährigen galt seinen „ehemaligen Wahlkampfhelfern" aus Reihen der Jungen Union Eching, wobei unter anderem die Namen von Hans Klessinger, Wolfgang Hübner, Hans Hanrieder und Josef Riemensberger fielen. Wiesheu mischte in seiner Festrede einen politischen Potpourri unterschiedlicher Themen an, streifte beispielsweise kritisch die Energiepolitik, ebenso wie Infrastruktur, Internet und Integration, stets mit besonderem Blick auf die Entwicklung in der Flughafenregion. Als Wesen der Ortspolitik nannte er ein „Klima der Verantwortung" gerade auch mit Blick auf die „große Politik" und einen parteiübergreifenden Ansatz: Egal, ob jemand „rot oder schwarz oder kariert" sei. Daneben galt ein inhaltlich und zeitlich naheliegender Exkurs gerade jener „großen Politik", nämlich dem weltgeschichtlichen Ereignis des Mauerfalls vor 25 Jahren und der Wiedervereinigung, die zeitgleich Jubiläum feiern. Seine Wünsche für eine gute Zukunft: den Zusammenhalt und die Nachwuchsarbeit zu pflegen.

 

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