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Presseerklärung der Gemeinde Eching zur geplanten Windenergieanlage in Garching vom 26. Januar 2021

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 28. Januar 2021

26. Januar 2021
OutlookEmoji-Gemeinde Echingad581271-617b-465a-af67-06e987bd78abDer Ausbau der erneuerbaren Energien wie der Windenergie wird von der Gemeinde Eching grundsätzlich begrüßt um das Ziel der regenerativen Energieerzeugung und damit der Energiewende zu schaffen. Hat sich der neue Gemeinderat doch Umwelt- und Klimaschutz als eine seiner Leitlinien gegeben durch die geplante Einberufung eines Klimabeirats.
Die direkt an der Flurgrenze geplante Windenergieanlage in Garching mit einer Gesamthöhe von rund 250m könnte rund 4.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Die in unserem Ballungsraum benötigte Energie vor Ort und regenerativ zu erzeugen ist grundsätzlich sehr begrüßenswert. Bei der Wahl des Standorts sind jedoch die Auswirkungen auf die bestehende Wohnbebauung und somit auf die Bevölkerung, auf den Naturraum sowie auf die geplante Ortsentwicklung zu berücksichtigen. Der Abstand von nur rund 1.000m zur heutigen Bebauung in Garching und rund 1,5km zu unserem Ortsteil Dietersheim unterschreiten die 10-H-Regelung deutlich. Daher ist für die Umsetzung dieses Vorhabens ein Bebauungsplanverfahren durchzuführen. Der Garchinger Stadtrat hat im Januar den Aufstellungsbeschluss für einen entsprechenden Bebauungsplan gefasst. Im nächsten Schritt muss nun eine artenschutzrechtliche Prüfung (ASP) durchgeführt werden. Diese erstreckt sich über eine vollständige Vegetationsperiode, d.h. über rund ein Jahr. Sobald uns die detaillierten Informationen sowie entsprechende Gutachten zu Naturschutz, Schattenwurf, Schallimmission, etc. vorliegen, wird die Gemeinde Eching diese kritisch prüfen und im Rahmen der Behördenbeteiligung eine Stellungnahme zum geplanten Windrad an der Gemeindegrenze abgeben. Diese werden wir aufgrund des benachbarten Landschaftsschutzgebiets sowie des Naturschutzgebiets jenseits der A9 eng mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Freising abstimmen und dem Gemeinderat zur Genehmigung vorlegen. Der geplante Standort erscheint diskussionswürdig, da er mindestens die bereits in Planung befindliche Ortsentwicklung Dietersheims in Richtung Südwesten einschränken könnte. Die Entwicklungsperspektiven unseres Siedlungsraums dürfen durch eine solche Anlage nicht eingeschränkt werden. Es sollten daher im Verfahren alternative Standorte geprüft werden, die eine geringere Beeinträchtigung der heutigen und der künftigen Siedlungsentwicklung mit sich bringen. Nach Informationen der Gemeinde Eching existieren in der Region deutlich besser geeignete Standorte mit einem größeren Abstand zur Wohnbebauung und einem höheren Windaufkommen. Zudem wäre es wünschenswert, wenn ein Windrad nur mit Beteiligung der Bürger*innen realisiert würde und sich diese wie im Fall des Kammerberger Windrads an einer Bürgerenergiegenossenschaft wie der BEG Freising beteiligen könnten. Somit könnten wir Bürger*innen mit einer kleinen Beteiligung unmittelbar profitieren und nicht nur eine auswärtige Firma oder ein Finanzinvestor. Dies würde auch die Rechtfertigung und die Akzeptanz eines solchen Projektes erhöhen – immer vorausgesetzt ein geeigneter Standort ist gefunden.
Die Firma Ostwind wird die Planungen auf Einladung der Gemeinde am 23.02. um 18:30 Uhr in der öffentlichen Sitzung des Echinger Gemeinderats im Bürgerhaus vorstellen. Die Gemeinde Eching wird die Interessen der betroffenen Dietersheimer Bürger*innen bestmöglich vertreten.
Sebastian Thaler
Erster Bürgermeister

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