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Erfreuliches und Ärgerliches zur Sanierung der Tiefgarage

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 20. Januar 2021

Insgesamt wird die Gemeinde Eching bei der Sanierung der Rathaus-Tiefgarage unter dem Bürgerplatz deutlich günstiger fahren als berechnet, eine gute Nachricht also in diesen Zeiten. Die Gesamtkosten dürften gegenüber dem Haushaltsansatz von 2,7 Millionen Euro nur bei etwa 1,8 Millionen Euro liegen, weil die Schäden an der Bodenplatte einen geringeren Umfang hatten als erwartet.
Ein Detail der Gesamtmaßnahme sorgte aber im Laufe des Sanierungsprozesses für reichlich Verdruss und eine Teuerung von rund 100 000 Euro. Diese Kostensteigerung beruht darauf, dass die Planer für den Bodenaufbau auf der bestehenden Stahlbetonplatte ein junges und wirtschaftliches Verfahren vorgeschlagen hatten, gegen das zunächst keine Einwände erhoben worden waren. Im Baufortschritt meldete die ausführende Firma dann aber Bedenken an und wies auf die Gefahr von Rissbildungen im Bereich von 0,2mm hin. Nachdem auch von Seiten der Herstellerfirma keine explizite Gewährleistung auf Dichtigkeit übernommen werden wollte, war in diesem Fall guter Rat „teurer" - und erforderte eine Umplanung.
Um eine Verzögerung der Bauausführung – sprich ein vorübergehender Baustopp - durch nachträgliche fachliche Diskussionen mit Gutachtern zu vermeiden, wurde vom Planungsbüro die alternative Einbringung eines konventionellen Aufbetons vorgeschlagen, der einen wesentlich höheren Materialverbrauch und damit Mehrkosten mit sich bringt, als das innovative aber verworfene Verfahren, bei dem der Auftrag aus mit Kunststofffasern angereichertem Beton nur halb so dick gewesen wäre. Die nachträglichen Zusatzkosten von rund 100 000 Euro schmeckten dem einen oder anderen Rat gar nicht. Schlussendlich gab der Bau-Ausschuss die Mittel dafür im Nachgang frei.
Bis auf weiteres aufgeschoben dagegen wird die Erneuerung des Lastenaufzugs für die Tiefgarage, der ausschließlich einmal wöchentlich für die Müllcontainer genutzt wird. Dieser sollte im Zuge der Instandsetzung der Sanierung gegen einen Personenaufzug ersetzt werden. Nachdem aber momentan das günstigste Gebot für eine Fördertechnik-Aufzugsanlage doppelt so hoch ist wie die ursprüngliche Kostenschätzung, wurde beschlossen, den Auftrag zu stornieren und gegebenenfalls eine erneute Ausschreibung bei der anstehenden Gestaltung des Bürgerplatzes vorzunehmen.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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