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Ruhiges Ortsteilgespräch am Geflügelhof

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 22. Oktober 2019

Bürgermeister will bei Problemen nachhaken

Unaufgeregt und unspektakulär, wie auch die drei vorausgegangenen Bürgerversammlungen in Eching, Dietersheim und Günzenhausen, verlief am Montag, 21. Oktober, das zweite Ortsteilgespräch im Echinger Gemeindeteil „am Geflügelhof" mit seinen gut 200 Einwohnern. Buergerversammlung Hollern-Gefluegelhof
Für die anwesenden Hollerner, nur etwa ein rundes Dutzend, war beim Jahresüberblick 2018 von Bürgermeister Sebastian Thaler über aktuelle Entwicklungen und Vorhaben besonders der in die Höhe katapultierte Bodenrichtwert für erschlossenen Baugrund von 1600 Euro interessant.
Von Thaler thematisiert wurde unter anderem die geplante Radweganbindung vom Geflügelhof an den Hollerner See und Richtung Eching. Echings Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass im Zuge des Fahrradrundweges um den Hollerner See auch das fehlende Verbindungsstück, gegenwärtig in Teilen als schmaler und matschiger Trampelpfad schon vorhanden, angeschlossen werden kann. Dazu muss mit insgesamt drei betroffenen Grundeigentümern eine Einigung erzielt werden, möglicherweise durch Grundstückstausch.
Und wo drückt der Schuh die anwesenden Ortsteilbürger? Unzufrieden sind die Anwohner an der Wiegnerstraße mit dem öffentlich gewidmeten Spielplatz in Gemeinschaftseigentum, der von ihnen als Baulastträger gepflegt und unterhalten werden muss. Für den Fall, dass sich alle 14 Anteilseigner des Spielplatzes einig sind, könne Eching über einen Ankauf des Spielplatzareals zu einem vernünftigen Preis nachdenken, zeigte Thaler einen Lösungsvorschlag auf. Auch zum anteiligen Straßenunterhalt sind die Grundstückseigentümer rechtlich verpflichtet. Dabei werden die im Auftrag der Gemeinde Eching von der Stadt Unterschleißheim organisierten Reinigungs- und Winterdienste auch, von Echinger Seite bezahlt.
Ein weiterer Stein des Anstoßes ist die Tatsache, dass die „Geflügelhöfler" als Echinger Bürger den kostenlosen und nahe gelegenen Unterschleißheimer Wertstoffhof nicht nutzen dürfen. Zwar gelten für sie die Vereinbarungen des 1990 geschlossenen Umgemeindungsvertrages, der eine Gleichbehandlung mit den Unterschleißheimern vorsieht. Die Crux besteht aber darin, dass der Bereich Müllentsorgung keine kommunale, sondern eine Landkreisangelegenheit ist, ... Aber da könne man doch auch noch einmal nachverhandeln, notierte sich Thaler.
Als gravierendstes, und nach wie vor ungelöstes Problem besteht ein chaotisches Adressenwirrwarr– vom amtlichen Dokument bis zur postalischen Zustellung. Korrekt wäre für alle Geflügelhofbewohner die Anschrift 85386 Eching – Ortsteil Geflügelhof. Aber da spielt die Post nicht mit, Postleitzahlen werden nicht verändert, punktum. Deshalb gilt die Unterschleißheimer Postleitzahl 85716 – auf Personalpapieren versehen mit ganz unterschiedlichen Adresszusätzen wie Hollern oder Eching/Freising (bei den einem Ehepaar) und der Konsequenz, dass Briefe und Pakete sehr häufig nicht oder verzögert ankommen, ein Zustand, der nicht haltbar ist. Thaler versprach, erneut nachzuhaken, um bei den zuständigen Behörden doch noch eine einheitliche und vor allen Dingen eindeutige Handhabung zu erreichen.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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