lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo neufahrner-echo haarer-echo herrschinger-spiegel mooskurier

SPD stimmt sich auf Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl ein

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 07. Oktober 2019

Ganz im Zeichen der bevorstehenden Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen stand die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsverbandes im Saal des ASZ.

Zunächst ging es darum, die Satzung absolut „sattelfest" zu machen, um auch Nichtmitgliedern bei Kommunalwahlen einen Platz auf der Parteiliste zu ermöglichen. Dies war zwar bis dato auch durchaus gängige Praxis – nicht nur bei den Sozialdemokraten, sondern beispielsweise auch bei den Christsozialen. Nun wurde die Vereinssatzung des SPD-Ortsverbandes aber gezielt um einen Artikel erweitert, der ausdrücklich vorsieht, dass auch Nichtmitglieder nominiert werden können. Um die alte und neue Satzung in aller Ruhe vergleichen zu können, wurden beide im Vorfeld an alle Parteimitglieder versandt. So konnte bereits nach kurzer Diskussion die Satzungsänderung einstimmig angenommen werden. 

SPD-Herbert-HahnerEinen Bericht über den Stand der Vorbereitungen zur kommenden Wahl lieferte Gemeinderat und Stellvertretender Ortsvorsitzender Herbert Hahner. Nach seiner Auffassung müssen sich die Sozialdemokraten - vor dem Hintergrund gesamtpolitischer ebenso wie lokalpolitischer und letztlich auch finanzieller Rahmenbedingungen- auf einen eher schwierigen Wahlkampf einstellen. Erklärtes Ziel sei es, alle 24 SPD-Listenplätze mit engagierten Bürgern zu besetzen.

SPD Sebastian-ThalerBürgermeister SebastianThaler (parteilos) und von der SPD erneut als „ihr" Kandidat ins Rennen geschickt, auch wenn er nicht als Listenführer auf der SPD-Gemeinderatsliste auftaucht, begründete erneut seine Amtszeitverkürzung und eine zweite Bürgermeisterkandidatur nach dreieinhalb Jahren. Er möchte vor allem die von ihm angestoßenen Projekte, deren komplette Umsetzung in seinen ersten Amtsjahren nicht möglich war, zu einem positiven Ende bringen und neue Aufgaben anpacken. Der Echinger Bürgermeister redete wie gewohnt Klartext: „Ich kandidiere erneut für die nächsten sechs Jahre, weil ich hier etwas bewegen möchte. Und wenn das nicht geht, dann lassen wir es besser bleiben." Dabei ist ihm sehr wohl bewusst, dass seine Aussage, die Wahl nur anzunehmen, wenn die Zusammensetzung des neuen Ratsgremiums ein konstruktives Arbeiten anstelle der verhärteten Fronten ermögliche, beim politischen Gegner zu massiver Kritik führt. Anhand einzelner Beispiele im Umgang mit seiner Person und aus der Gemeinderatsarbeit, in der wichtige Entscheidungen von der knappen Ratsmehrheit der CSU- und FW-Stimmen blockiert werden, zeigte Thaler auf, wie wenig die Atmosphäre im Gemeinderat von Sachlichkeit geprägt ist. Damit lieferte er zugleich auch eine für die Anwesenden nachvollziehbare Begründung für eine Kandidatur „unter Vorbehalt."

Als positiv und Mut machend konnte Thaler aber erneut herausstellen, dass seine Kandidatur, ebenso wie bereits im Jahr 2016, von den vier im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen der BfE (Bürger für Eching), Echinger Mitte, den Grünen und der SPD getragen wird, die auf eine Fortsetzung der politischen Arbeit des jungen, überparteilichen Bürgermeisters setzen.
Nicht auszuschließen ist, so Thaler, dass auch noch die ÖDP mit ins Boot kommt, mit der er in Kontakt steht. Trotz einigen Gegenwinds zeigt er sich überzeugt davon, dass er gute Chancen zu einer Wiederwahl hat, „auch wenn es ein hartes Stück Arbeit wird".

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok