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Kompositionen aus Natur und Geometrie

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 06. Februar 2019

WOSE und seine Kunst feiern ein Doppeljubiläum

Doppelten Grund für eine Jubiläumsausstellung hat der Günzenhauser Maler Wolfgang Sell, genannt WOSE. Diese wurde zwei Tage nach seinem 70. Geburtstag, dem 2. Februar, mit einer sehens- und hörenswerten Vernissage im ASZ eröffnet. Zudem hat der vielseitige Künstler vor 55 Jahren, noch als Jugendlicher, seine allererste Ausstellung bestritten, bei der er erstmals als WOSE in Erscheinung trat.

Jubiläumsausstellung WOSE
Beiden Jubiläen wurde mit zwei Bilderzyklen des auf seinen Rollstuhl angewiesenen kreativen (( „Lebens-)Künstlers" Rechnung getragen und unter dem wortschöpferischen Motto „Esothermik" zusammengefasst. Inspiriert ist diese Themenreihe von den Kräften der Natur, wie sich bereits im Untertitel „Das Wetter macht den Baum, der Baum das Wetter" abzeichnet.

Esothermik

Als durchgängiges Gestaltungsprinzip bestimmen Blattwerk oder Bäume wie ein schwarzer Schatten scherenschnittartig das jeweilige Motiv, das sich deutlich kontrastierend vor einem aus geometrischen, abstrakten Formen gestalteten bunten Hintergrund oder Himmel abhebt. Der Betrachter staunt darüber, wie es WOSE gelingt, regenbogenbunte Kreise und Rechtecke optisch in Bewegung zu setzen, analog zu dem Windhauch oder auch Sturm (=der Thermik), die auch die abgebildeten Bäume und Blätter erfasst. Mitunter aber scheinen die knorrigen und starken Baum-Individuen auch den auf sie wirkenden Naturgewalten, sprich Farbwirbeln, zu trotzen. Beides lässt eine spirituelle sprich esoterische Deutungsebene zu.

Bei der Vernissage freute sich Klaus Dieter Walter, stellvertretender Geschäftsführer des ASZ/Mehrgenerationenhauses, über die anregenden, bunten Gemälde, mit denen WOSE als gern gesehener Gast immer wieder Farbe und künstlerische Vielfalt ins Foyer des Alten- und Servicezentrums bringt. Für die Besucher der Ausstellungseröffnung gab es beim gemütlichen Sektempfang nicht nur die neuen kontrastreichen Hingucker in Acryl zu bestaunen. Auch das Gitarren- und-Gesangs-Duo Erika Saller und Dana Beer sorgte mit seinen Liedern „Wias Leben so spuid" auf bairisch, für allerbeste Unterhaltung. Die Texte stammen allesamt aus den von WOSE umgeschriebenen und ins Bairische übersetzten Songs von internationalen Rock-, Pop- und Country-Hits.
Zusammen mit einer Bildreihe von Schwarz-Weiß-Zeichnungen älteren Datums sind die unverwechselbaren bildnerischen WOSE-Werke noch bis zum 14. März im ASZ-Foyer zu sehen und können auch käuflich erworben werden.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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