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Gelungene Aufführung von Haydns „Jahreszeiten“ im Echinger Bürgerhaus

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 21. Juni 2018

...dank großartiger Gemeinschaftsleistung

von Cantus Eho und Echinger Kammerorchester
Mit Joseph Haydns spätklassischem Oratorium „Die Jahreszeiten" in einer konzentrierten Fassung gelang es dem Chor Cantus Eho, dem Kammerorchester Eching und den Solisten Agnes Preis (Sopran), Andreas Hirtreiter (Tenor) und Raphael Sigling (Bass), ein anspruchsvolles Werk sehr ansprechend zu Gehör zu bringen – und am 16. Juni ihr Publikum im voll besetzten Saal des Echinger Bürgerhauses zu begeistern.

 Jahreszeiten-konzert Bürgerhaus1

Unter Stableitung von Marita Bernt fanden die insgesamt rund 100 Mitwirkenden zu einer großartigen Gemeinschaftsleistung zusammen, die das am Jahreskreis der Natur angelehnte Orchesterwerk in seinen verschiedenen Nuancen und Stimmungen, in der großen Bandbreite lauter und leiser Töne, eindrucksvoll zu interpretieren wussten. Dies ist umso bemerkenswerter, als dass sich der rund 60köpfige Chor fast ausschließlich aus ambitionierten Laien zusammensetzt und auch das Kammerorchester neben den Instrumentallehrern der Echinger Musikschule auch eine Reihe (ehemaliger) Schüler umfasst. Die professionelle Besetzung für die drei Solostimmen erwies sich als sehr gute Wahl. Im Wechsel der Orchestersätze, Rezitative und Chorstücke werden nacheinander die vier Jahreszeiten in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen in anschaulichen Tongemälden „beschrieben", aber ebenso Fleiß und Tugend des bäuerlichen Lebens und ein Dank an den Schöpfer. Die eingängigen Melodien „vertonen" einen Sonnenaufgang im Sommer oder ein heftiges Sommergewitter, die ertragreiche Ernte im Herbst und ein fröhliches Weinfest mit Musik und Tanz, wobei ein heiterer Grundton vorherrschend ist. Die besondere Faszination des Werkes besteht in seiner lautmalerischen Kraft, mit der der „ganze Umfang der Natur" im ewigen Kreislauf vom Erwachen des Frühlings bis zum „stürmisch düstren Winter" zum Ausdruck kommt: neben raumfüllender Dynamik  und Klangfülle auch gefühlvolle, besinnlich-lyrische Passagen etwa beim Chorgebet oder der Einladung zur „sanften Ruh" am Abend. Dabei konnten Orchester und Sänger als homogene Einheit überzeugen und wurden mit minutenlang andauerndem Beifall belohnt.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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