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Ein Marschkonzert der besonderen Art mit dem Symphonischen Blasorchester Eching

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 23. April 2018

Stimmungs- und eindrucksvoll,

abwechslungs- und kontrastreich: A la Marcia

„A la Marcia" hieß das facettenreiche Themenkonzert des Symphonischen Blasorchesters Eching am Samstag, 21. April in der Imma-Mack-Realschule, bei dem den begeisterten Gästen bei einer von Orchesterleiter Fabian Schmidt „handverlesenen" Auswahl der Gattung „Marsch" derselbige auf jede nur erdenkliche Weise geblasen wurde.

Wer also bei einem Blaskonzert mit dem Schwerpunkt „Marschmusik" die traditionellen Melodien von Militärkapellen erwartete, wurde von der Bandbreite des Genres und seinen unterschiedlichen Stimmungen überrascht. Passend zu einem Frühlingskonzert, erinnert das federleicht daherkommende Kammermusik-Stück von William Bird unter dem Titel „Marche Miniature" mit seinen Piccolo-Flöten-Trillern an Vogelgezwitscher. Der verspielte „Childrens March" von Percy Grainger intonierten die Instrumentalisten ebenso fröhlich wie das temperamentvolle Espana Cani von Pascual Marquina. Dazu kontrastierte der nur selten gespielte Trauermarsch voller Melancholie und Schwermut von Edvard Griegs den er für den jung verstorbenen Komponisten und guten Freund Rikard Nordraak geschrieben hatte. Dass sich auch große Klassiker und Opernkomponisten erfolgreich der Marschmusik gewidmet hatten, wurde anhand von drei jeweils „typischen" Kompositionen unter Beweis gestellt: dem „Zapfenstreich" von Ludwig von Beethoven, dem „Huldigungsmarsch" von Richard Wagner an seinen Mäzen und glühenden Bewunderer König Ludwig II und Gioachino Rossinis Auftragswerk für den Sultan Abdul-Medjed „Marcia (Pas redoublé).

Fruehjahrskonzert-A-la-Marcia Masterfoto
Als Schlusspunkt der ersten Programmhälfte erklang als ein „Highlight" des Genres das bekannte feierliche „Pomp and Circumstance Nr. 1, von Edwar Elgar. Die pompös-bombastische Titel- und Erkennungsmelodie des Kinohelden „Superman" von John Williams beschloss ein hörenswertes Konzert.
„Marschieren Sie gut nach Hause", mit diesen Worten von Fabian Schmidt, der als Conferencier auch humorvoll und informativ durchs Programm führte, wurde das bestens eingestimmte Publikum in den Frühlingsabend entlassen.

Dass dem einen oder anderen dabei eher nach „Hüpfen oder Springen" der Sinn stand, war der intensiv herbei geklatschten Zugabe zu danken, einer beschwingten, kleinen Serenade des britischen Komponisten David Bourgeois, die als bewusst und lustvoll komponierter Anti-Hochzeitsmarsch für seine eigenen Trauung entstanden ist und über keinerlei gleichmäßige Takte und Rhythmen verfügt, aber über sehr viel charmanten Witz.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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