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Musikalisches Zarenreich in der Imma-Mack-Realschule

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 20. November 2017

Zum Schauplatz einer außergewöhnlichen musikalischen Zeitreise wurden die vielen Liebhaber konzertanter Blasmusik am 18.11.2017 beim diesjährigen Herbstkonzert des Symphonischen Blasorchesters Eching in die Aula der Imma-Mack-Realschule eingeladen: Gemeinsam mit den 60 Musikern unter Leitung von Fabian Schmidt ging es ins „Zarenreich", so das Motto des sorg- und vielfältig bestückten Programms. Dazu hatte der Dirigent Werke bekannter und weniger bekannter Komponisten aus dem slawischen Raum ausgesucht und als „special guest" und Solisten für das anspruchsvolle Posaunenkonzert von Nicolai Rimsky- seinen Bruder Daniel mitgebracht.

Zum Auftakt ebenso wie zu Beginn der zweiten Konzerthälfte wurde den Gästen mit Peter Tschaikowskys schwungvollem „Military March in B" sowie dem „March Op. 99" von Sergei Prokofiev je ein schmissiger Marsch geblasen. Bei den dargebotenen Kompositionen zeigt sich fast durchgängig Schmidts Vorliebe für Original-Blasmusikliteratur. Ein besonderer Gewinn stellten zudem seine informativen und auch humorvollen Ansagen dar, mit deren Hilfe sich der Zugang zu der besonderen Klangsprache slawischer Komponisten mit ihren schwer- bis wehmütigen Untertönen leichter erschloss. Dies galt auch für die Suite „Armenian Folk Song and Dance" des armenischen Komponisten Aram Khachaturian, deren volksliedhafte und immer schneller werdende tänzerisch-verführerische Melodien orientalische Züge aufweisen. Mit der „Slavonic Folk Suite" von Alfred Reed kam ein Frühwerk des bekannten US-Amerikanischen Blasmusikkomponisten zur Aufführung. Motivisch und melodiös darin eingeflossen sind ein slawisches Kinder- und Kirchenlied. Als Abschluss und Höhepunkt des Konzertes konnten die Besucher bei Boris Koshevnikovs großangelegter viersätziger Sinfonie Nr. 3 (1958) musikalisch tief in die russische Volksseele eintauchen.
Nach dem nicht enden wollenden Applaus rundete als Zugabe der bitter-süße Zweite Walzer von Dimitri Shostakovich einen stimmigen und vielstimmigen Konzertabend ab.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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