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Kultur hat viele Facetten

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 21. Dezember 2016

Mosaiksäule der Nationen schmückt Echings Musikschule
Die wunderschöne, imposante „Säule der Nationen", die anlässlich des vom Echinger Kulturforum am 23. Juli dieses Jahres veranstalteten Fests „Eching International" entstanden ist, hat einen geeigneten Standort gefunden. Sichtbar und gut gesichert befindet sich das Mosaik- und Gemeinschaftswerk aus der Kunstwerkstatt von Margret Lösch nun im Erdgeschoss der Musikschule hinter der Glasfront zur Unteren Hauptstraße.
Die aus unzähligen Fliesen- und Porzellanscherben gestaltete Stele wurde am 20. Dezember 2016 von Sybille Schmidtchen, Vorsitzender des Echinger Kulturforums, als Geschenk an die Gemeinde übergeben.

Als Gegengeschenk hatte Bürgermeister Sebastian Thaler Schoko-Nikoläuse für die kreativen Kräfte mitgebracht – und einen Fliesenschneider.
Die erste Idee zu einer offenen Mosaikwerkstatt für Flüchtlinge und Einheimische entstand bei Margret Lösch zum Zeitpunkt, als über 200 männliche Asylbewerber in der Notunterkunft Realschulturnhalle ohne rechte Privatsphäre zusammengepfercht leben mussten und zudem noch „zur Untätigkeit verdammt" waren. Da sollte mit einer sinnvollen und bereichernden Beschäftigung Abhilfe geschaffen werden, bei der sich auch Kontakte knüpfen lassen. Es dauert noch bis zum März, doch dann konnte es jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr im Werkraum des Alten- und Servicezentrums losgehen mit der Gestaltung dekorativer Säulen-Unikate, die anschließend zum Verkauf stehen. Die drei engagierten Afrikaner Trio Abibou Lo, Elhaji Gueye und Ousseynou Thiapi waren auch nach ihrer Verlegung nach Hallbergmoos weiter mit dabei, weil Altbürgermeister Rolf Lösch sich zuverlässig für ihre Fahrdienste anbot.
Zum Kulturfest wollte die Mosaikwerkstatt etwas Besonderes beitragen und so wurde bereits im Vorfeld die über zwei Meter große Nationensäule konzipiert.

Nationensaeule10

Auf einer Plakette stehen die Namen aller an ihrer Entstehung Beteiligten: Neben den drei Schwarzafrikanern sind dies Gerti Heitmann, Margret Lösch, Waltraud Opitz, Christa Rennicke und Rosemarie Uffinger.

Dieses sichtbare internationale Teamwork, so Sybille Schmidtchen „sei eine wunderschöne Erinnerung an das erste Fest der Kulturen" und ein dauerhaftes Symbol für „Offenheit und Vielfalt in unserer Gemeinde." Ein besonderer Dank Schmidtchens galt neben dem Bauhof, der für eine kinder- und wackelsichere Fixierung des Kunstwerks gesorgt hatte, einigen großzügigen Sponsoren, namentlich den Firmen Waldhier und Tabarelli, die Fliesenmaterial und Steinplatten gespendet hatten sowie Werbetechnik Renner für die Namensplakette.

Nationensaeule7
Das Miteinander der 90 in Eching lebenden Nationen wird eindrucksvoll dokumentiert durch die große (Erd)-Kugel als Kopf der Säule, auf der handgemalte Flaggen zum runden Ganzen zusammengefügt sind. Bei genauem Hinsehen erkennt man in die Mosaik-Säule eingearbeitete Münzen aus aller Welt, australische Aborigine-Kunst, Reisschälchen aus China, Matroschka-Puppen aus Russland,, ein magisches Auge aus der Türkei , eine Minikrippe neben einem kleinen Buddha und vieles mehr. So entfalten die landestypischen Figürchen, Gebrauchs- und Deko-Gegenstände, die Besucher beim Kulturfest mitgebracht haben, nun gemeinsam ihre Wirkung und sind ein Zeichen kulturellen Reichtums.
Zitat Sybille Schmidtchen: „Die Nationensäule ist ein dauerhaftes Symbol für Offenheit und Vielfalt in unserer Gemeinde".

Nationensaeule1-Gruppenfoto

Bei der Übergabe der Säule an die Gemeinde, die einen sicheren und sichtbaren Platz in der Musikschule eingenommen hat: : (v. li.) Margret Lösch, Abibou Lo, Gerti Heitmann, dahinter Altbürgermeister Rolf Lösch, Bürgermeister Sebastian Thaler, Elhaji Gueye (vorne), Ousseynou Thiapi, Sybille Schmidtchen und Musikschulleiterin Katrin Masius.


Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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