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Faszinierende „Wasserspiele“ des Symphonischen Blasorchesters

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 25. April 2016

Frühjahrskonzert am Sonntagnachmittag in der Imma-Mack-Realschule
Unter dem Titel „Wasserspiele" luden die knapp 60 Musiker des Symphonischen Blasorchesters Eching unter Stabführung ihres Dirigenten Fabian Schmidt dazu ein, beim Frühjahrskonzert in ein gelungenes Themenkonzert „einzutauchen". Rund 350 Gäste konnten so an gewohnter Stelle, im schönen Ambiente der Imma-Mack-Realschule, zu einer ungewohnten Zeit, nämlich am Sonntagnachmittag des 24. April, ein außergewöhnliches Musikerlebnis genießen.

 

Wasserspiele Blasorchester-Masterfoto

Die Faszination des Wassers in seiner Vielseitigkeit, Farbigkeit und Formbarkeit war offensichtlich vielen Komponisten ein steter Quell der Inspiration – in der Vergangenheit ebenso wie heutzutage. Die gekonnte Darbietung einer anspruchsvollen Werkauswahl machte diese Faszination exemplarisch hörbar und hörenswert. Zum Programm zählten der Marsch „Hands across the sea" (1899) des Amerikaners John Philip Sousa ebenso wie die „Sea Songs" des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams (1923) und das spannende, fantasievolle „Seemannsgarn" in der maritimen Rhapsodie „The Seafarer" (1940) von Haydn Wood mit ihren romantisch-melancholischen und abenteuerlichen Facetten. Die Melodie des einen oder anderen traditionellen Seemannslieds ist dem einen oder anderen sicherlich bekannt vorgekommen. Im zeitgenössischen Stück von Robert W. Smith „In a gentle rain" aus dem Jahr 2000 fallen sanft und gemächlich Regentropfen, die hier von außergewöhnlichen Percussion-Instrumenten erzeugt werden, nämlich von einer alten Gießkanne und einer Blechwanne vergangener Tage. Den exotischen und lebhaften Fischen im heimischen Aquarium gewidmet ist das gleichnamige dreisätzige sinfonische Werk des Niederländers Johan de Meij (1991). Den mächtigen, monumentalen Abschluss bildet die fünfteilige Sinfonie „Save the sea" des Ungarn Frigyes Hidas, die 1997 als Auftragswerk für die Internationale Konferenz zur Rettung der Weltmeere in Portugal komponiert wurde. Mit den Klangfarben der Musik und lautmalerischen Akzenten werden die Wellen, die elementare Urgewalt der Ozeane und die schillernde Unterwasserwelt in vielen eindrucksvollen Facetten dargestellt. Um im Bild des tonangebenden Titels „Wasserspiele" zu bleiben, zeigte sich Fabian Schmidt nach der beeindruckenden Gemeinschaftsleistung seiner Musiker sehr angetan: „Wir sind nicht ins Schwimmen geraten – und wieder am sicheren Ufer angelangt."
Das begeisterte Publikum erklatschte sich noch die gewünschte Zugabe – und der schwungvolle Atlantis-Marsch von Dolf Bokler rundete als Nachspiel den Motiv-Abend perfekt ab.


Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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