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Zwölf Begegnungen mit Echinger Frauen

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 25. September 2015

Ein ungewöhnlicher Kalender zum Lesen und Genießen

Anfangs war es nur eine Idee. Doch bald fanden sich Mitstreiterinnen und es entwickelte sich ein spannendes Projekt. Das Resultat ist der Echinger Kalender „Wo es mir gut geht, da ist meine Heimat“, der auf zwölf liebevoll und professionell gestalteten Blättern in jedem Monat des Jahres 2016 eine andere Bewohnerin Echings vorstellt. In sehr persönlichen und ausführlichen Gesprächen sind Porträts von ganz besonderen Frauen entstanden. „Die Revoluzzerin“, „das wärmende Nordlicht“, die vor Energie sprühende“ – wer würde unter diesen Bezeichnungen Echinger Mitbürgerinnen vermuten? Die überraschend unkonventionellen Überschriften passen zur Persönlichkeit der Einzelnen, ein Foto, ein Spruch und ein ganz individuelles Symbol machen neugierig auf den Text und darauf, mehr über jede dieser Frauen zu erfahren.

In einer kleinen Feierstunde stellten die fünf Herausgeberinnen Gudrun Enßlin, Stefanie Malenke, Marianne Orth, Elke Saulewicz und Meike Sellier am 24. September ihren ungewöhnlichen Kalender vor. Eingeladen waren selbstverständlich jene Frauen, die sich für die Interviews zur Verfügung gestellt hatten. Wobei verraten wurde, dass bei der einen oder anderen manchmal schon auch etwas Überredungskunst erforderlich war. Sie waren die ersten, die den neuen Kalender – als kleinen Dank für ihre Bereitschaft - in die Hand bekamen.

kalenderfrauen

Herausgeberinnen, „Kalender-Damen“ und einer der Fotografen freuen sich über den gelungenen Echinger Frauenkalender.

„Was wollten wir mit diesem Projekt erreichen?“ fragte Gudrun Enßlin, und gab auch gleich die Antwort: „Begegnungen mit Echinger Frauen, die alle mitgeholfen haben, dass wir, die wir nicht hier aufgewachsen waren und erst später nach Eching zogen, ein Heimatgefühl entwickeln konnten.“ Die zwölf porträtierten Frauen wurden ganz subjektiv ausgewählt und stehen stellvertretend für viele andere, die sich auf ähnliche Weise einbringen und engagieren. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie durch ihre Offenheit, ihren Mut und ihr Engagement die Entwicklung in Eching unterstützen und anderen helfen, sich hier zuhause zu fühlen. Wie die Herausgeberinnen im Vorwort schreiben, sind die porträtierten Frauen in ihrer je eigenen Art oft das „Salz in der Suppe“, sind Querdenkerinnen oder Mutmacherinnen. Frauen, die ein politisches oder sonstiges Mandat innehaben, sollten zwar nicht aufgenommen werden, darüber war man sich einig. Dennoch kommen auch sie vor, ihnen ist ebenfalls eine Seite gewidmet.

Den Kalender kann man in zahlreichen Echinger Geschäften zum Preis von 9,50 Euro erwerben. 300 Exemplare wurden gedruckt; gespendet wird, was nach Abzug von Druck- und sonstigen Kosten übrig bleibt. Erhältlich ist er z.B. bei Form + Spiel, bei Feinkost Kurz, im Echinger Bücherladen oder im Hofladen von Magdalena Widhopf. Blättert man darin, wird man feststellen, dass er sich ausgezeichnet zum Verschenken eignet. Viel mehr aber noch, um sich selber eine Freude zu bereiten, denn fängt man an, darin zu schmökern, kann man sich darin festlesen wie in einem Buch.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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