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Sommer-Matinee im musikalischen Gemüsegarten

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 14. Juli 2015

Ein zentraler Grundsatz, der an der Echinger Musikschule unter Leiterin Katrin Masius und Vorgängerin Marita Bernt gelehrt und gelebt wird, lautet: Die eigene Stimme ist ein besonders wichtiges und auch sehr schönes Instrument, das in der Qualität der Chormusik und Solisten der Musikschule zum Ausdruck kommt. So nimmt es nicht Wunder, wenn in der sommerlich-sonntäglichen Matinee am 12. Juli die Chöre vom blauen Kinderchor unter Leitung von Masius, über den Jugendchor und den großen Chor Cantus Eho unter Stabführung von Bernt das reichhaltige, breit gefächerte Programm entscheidend bereichern.

Angesichts der gebotenen Vielfalt von mittelalterlicher geistlicher Chormusik, über die Klassik bis zu Filmmusik und Musical sprach Bernt mit humorvollem Augenzwinkern von einem „Streifzug quer durch den musikalischen Gemüsegarten." Da ist es dann sicherlich auch erlaubt, von genussreichen und gekonnt zubereiteten Leckerbissen zu sprechen, die den zahlreichen Besuchern vergönnt waren. Neben den Liedbeiträgen – vom „Ave Maria, gratia plena" (Jakob Arcadelt – 16. Jahrhundert) bis zu „I will follow him" (aus der amerikanischen Filmkomödie „Sister Act" - 1994) konnten auch fortgeschrittene Schüler-Ensembles und Solisten mit ihren niveauvollen Vorträgen überzeugen. Den Auftakt machte ein Streichquintett, das mit dem dreisätzigen Barock-Konzert für Oboe, Streicher und Basso continuo Op7/9 von Tomaso Albinioni das Publikum willkommen hieß. Virtuos trug Niklas Lohmann am Klavier die Prelude Op 23 Nr. 2i n c-moll von Sergej Rachmaninow vor. Die Romanze aus Mozarts kleiner Nachtmusik wurde einfühlsam und melodisch von einem Querflöten-Quartett zum Besten gegeben. Als Gesangssolistin begeisterte Anna Lena Pflügler mit „Memory" aus Cats und „I feel pretty" aus der Westside Story. Nicht nur ins Ohr, sondern auch unter die Haut ging vor allem das melodiöse und feierliche „Adiemus" (von Karl Jenkins - 1994) zum Schluss, das alle Chöre gemeinsam anstimmten – und als gern gewährte Zugabe gleich ein zweites Mal spielen durften.

 

Sommer-Matinee2015

Auch der Musikschulförderverein trug einmal mehr zum Gelingen und Klingen bei, kamen doch bei der Matinee mit der begleitenden Truhenorgel sowie einer Bass- und Tenor-Querflöte gleich drei Instrumente zum Einsatz, die vom Musikschulförderverein gespendet wurden. Und damit der gemeinnützige Verein auch weiterhin Gutes tun kann für die Musikschule – und dabei den einen oder anderen Sonderwunsch erfüllen, erst kürzlich wurde ein Marimbaphon gespendet, rief dessen Vorsitzende Sybille Schmidtchen am Ende des Konzerts zu einer kleinen Spende auf. Sie konnte sage und schreibe 800 Euro für ein neues Tanz- und Ballett-Projekt verbuchen, das von Leiterin Katrin Masius im Herbst neu ins Angebot der Musikschule genommen wird. Dafür werden transportable Ballettstangen benötigt – und der Musikschulförderverein sieht sich nach der jüngsten Spendenbereitschaft der Konzertbesucher zu deren Anschaffung jetzt sehr wohl in der Lage ... und es darf auch weitergespendet werden ...


Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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