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Vier Virtuosen mit dem Kontrabass

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 13. Juli 2015

Ein Quartett mit vier gleichen Instrumenten ausgestattet, nur mit Kontrabässen, geht das überhaupt? Beim Konzert im Echinger Bürgerhaus wurde diese spannende Frage durch das international bekannte Ensemble Bassiona Amorosa souverän beantwortet:
Und wie das geht! Die vier hochkarätigen Musiker, Giorgi Makhoshvili (Georgien), Ljubinko Lazic (Serbien), Jan Jimasek (Tschechien) und Andrew Lee (USA/Korea) überzeugten mit Virtuosität und Spielfreude und erstaunten ihr Publikum (es hätten ruhig ein paar Besucher mehr sein können) mit der Erkenntnis, wie vielseitig und facettenreich ein Kontrabass –Ensemble klingen kann. Den meisten Musikfreunden dürfte der Kontra-Bass oder auch die Bass-Geige als begleitendes Rhythmusinstrument bei klassischen Orchestern bekannt sein. Gleiches gilt für Jazz und Rock. Auch hier gehört üblicherweise nur eine große Bassgeige zu einer Konzertbesetzung – und hält sich ein wenig im Hintergrund – in ihrer wichtigen Funktion als Begleitinstrument für den Drive und Taktgeber.
Ganz anders bei „Bassiona Amorosa". Bei den knapp 70 Zuhörern entstand zeitweise der Eindruck, als spiele ein komplettes Orchester mit vielen verschiedenen Instrumenten und Registern auf, so differenziert setzten die congenialen Streicher ihre Instrumente ein: sei es in unterschiedlichen Tonlagen gestrichen, gezupft oder auch den Klangkörper als Schlagzeug (mit der Hand) ins Zusammenspiel gebracht.
Der virtuose Auftakt des Konzertes war eine Eigenkomposition „Organic" des Bassisten Giorgi Makhoshvili. Melodisch, klassisch und langsam ging es mit „Adagio" von Tamoso Albino weiter, gefolgt von Vivaldis Teil 1 aus „Drei Jahreszeiten". Nach der Pause wurde es moderner und rhythmischer. Als krönender Abschluss spielte das etwas andere Streichquartett den bekannten „Säbeltanz" von Aram Chatschaturjan. Hier lieferten sich die Solisten zur Freude der Zuschauer ein kurzes „Säbelgefecht" mit ihren Bögen. Der nicht enden wollende Beifall führte noch zu einer Zugabe. Alle waren sich einig - ein Konzert, das sich gelohnt hat.
Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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Das Ensemble v.l.: Andrew Lee, Giorgi Makhoshvili, Ljubinko Lazic, Jan Jimasek

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