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Benefizkonzert als musikalisches Wiedererwachen in der Magdalenenkirche

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 01. Juli 2020

Ein musikalisches Wiedererwachen nach der Corona-Zwangspause gab es am 21. Juni in der evangelischen Magdalenenkirche- in Form eines reiz- und anspruchsvollen Benefiz-Kammerkonzertes.

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Die musikalische Stunde, an der coronabedingt gut 30 angemeldete Zuhörer teilnehmen konnten beziehungsweise durften, wurde vom Adamar –Trio Hedwig-Maria Pohl (Violine), Martin Pohl (Violoncello) und Michael Sachs (Klavier) aus Eching gestaltet, der den Auftritt angeregt und organisiert hatte und auch kurzweilig und informativ durchs Programm führte. Und dieses, so erläuterte Sachs, stellte in doppelter Hinsicht eine Premiere, ja gewissermaßen ein „historisches Ereignis" dar: so handelte es sich bei dem Auftritt der drei ambitionierten Musiker seit Mitte März um das erste musikalische Event, das in der Kirche wieder veranstaltet werden durfte – und für das neuformierte Trio zugleich die erste öffentliche Feuerprobe überhaupt, nach zirka einem halben Jahr Übungszeit, in dem Sachs nach Piano-Personal-Wechsel als neuer Mann am Klavier mit an Bord ist.

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Und wie der langanhaltende und kräftige Applaus des begeisterten Publikums deutlich machte, war dieser Versuchsballon erfolgreich gestartet – auch dank der schönen Akustik im Kirchenraum. Die drei Musiker präsentierten in gelungenem Zusammenspiel mit dem Klaviertrio von Johann Nepomuk Hummel F-Dur op 22 und dem so genannten Gassenhauer-Trio von Ludwig von Beethoven zwei eingängige Werke der Wiener Klassik, die Dmitri Schostakowitschs einsätziges und eigenwilliges Jugendwerk, sein im Alter von 17 Jahren komponiertes Klaviertrio 1 in c-moll kontrastreich umrahmten. Und weil das „Gassenhauer-Motiv" so besonders gut gefallen hatte, erklang es ein weiteres Mal als „verdiente Zugabe" für die dankbaren Konzertgäste, die ihrerseits auch etwas „dazugeben" konnten: Bei kostenlosem Eintritt wurden sie gebeten, einen kleinen Spendenobulus für die eigene Gemeinde zu entrichten: Für die Kirchenglocken der Magdalenenkirche kamen so knapp 280 Euro zusammen.

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Alle waren sich einig Es macht schon einen großen Unterschied, ob man ein klassisches Kammerkonzert live oder aus der Konserve hören beziehungsweise „erleben" darf.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

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