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Imma-Mack-Realschule unterhält Schüleraustausch mit indischer Sanskriti-Schule in Neu Delhi

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 17. Juli 2014

Deutsch-indischer Schüleraustausch mit Spende unterstützt

(Text/Foto: wi) -  Ein gern gesehener Gast in der  Imma-Mack-Realschule in Eching ist Oliver Klingeberger, Marktleiter der Freisinger Bank. Dieses Mal  hatte er einen Scheck über 500 Euro mitgebracht, der für die Unterstützung des Schüleraustauschprogramms zwischen der hiesigen Realschule und  der indischen Sanskriti-School in Neu Delhi gedacht ist. Konkret verwendet  werden soll die Spende für Bildungsfahrten und das Besuchsprogramm der indischen Gästen bei ihrem Aufenthalt in ihren Echinger Gastfamilien.
Bereits seit dem Schuljahr 2011/2012  kann die Imma-Mack-Realschule mit diesem ganz besonderen, „interkontinentalen“ Austauschprogramm mit jährlichem Besuch und Gegenbesuch über je zwei Wochen aufwarten.

 

Initiiert und nach Eching geholt hat dieses Projekt Realschullehrer Rolf Schönwald, der bis 2004 sechs Jahre als Lehrer in Lima/Peru unterrichtet hat. Aus dieser Zeit stammen seine Kontakte zum Goethe-Institut, das  von Indien aus den Austausch unterstützt. Erst im Mai dieses Jahr konnten die Echinger Schüler 16 jugendliche Besucher aus Neu Delhi begrüßen. Im Gegenzug werden dann 14-16 Schülerinnen und Schüler der heimischen Realschule in Begleitung ihrer Lehrer im Herbst nach Indien fliegen. So war Rektorin Gertraud Weber bei der Reise im letzten Jahr in Indien dabei. Im Herbst dieses Jahres wird Konrektorin Elisabeth Dünzl ihre Schutzbefohlenen  in Neu Delhi mit betreuen. Für sie ist es die erste Reise zum indischen Subkontinent.
Und wer darf mit nach Indien fahren?  Wie man sich denken kann, sind die begrenzten Plätze bei den Schülern sehr begehrt und es kann deshalb nicht jeder Interessent berücksichtigt werden. Dazu wurde eigens ein Auswahlverfahren entwickelt, das – natürlich auch aus pädagogischen Gründen- bereits einer zukünftigen Stellen-Bewerbung ähnelt. Dazu müssen sich die Aspiranten der 8. Jahrgangsstufe, es bewerben sich durchschnittlich 40 Schüler, einer Ausschreibung unterziehen, zu der ein Bewerbungsschreiben und auch ein Vorstellungsgespräch gehört. Wichtig sind dabei in erster Linie soziale Kompetenzen, weniger die Schul-Noten. Auch wenn die Kommunikation in Englisch erfolgen muss, ist „die Englisch-Note allein nicht ausschlaggebend. Es sind schon Jugendliche mit einer 4 oder 5 mitgekommen - und das mit Erfolg.  Man sieht klare Fortschritte, wenn 14 Tage lang fast ausschließlich englisch gesprochen wird“  so Konrektor Wolfgang Korn. Da die Reise langfristig geplant ist, kennen die Schüler im Vorfeld schon ihre jeweiligen Pendants. Wie das geht,  erläuterte Rektorin Weber: „In der heutigen Zeit nehmen sie schon über Facebook oder Skype vorab Kontakt auf und machen sich miteinander vertraut.“
Zum Austausch gehört ein abwechslungsreiches Aktions- und „Touristik-Programm“, um Land und Leute kennenzulernen. Dieses Programm beinhaltet, gemeinsame Projekte an der Schule durchzuführen. Dazu gehören Theaterinitiierungen oder Kochgruppen. Im Unterricht stellen die jeweiligen Gäste in kleinen Präsentationen ihre Heimat vor. Selbstverständlich dürfen Ausflüge nicht fehlen. Hier in Bayern geht es u.a. nach Neu-Schwanstein, in Indien zum
Taj Mahal.  „Man kommt sich näher. Immerhin kommen hier zwei völlig unterschiedliche Kulturen zusammen und das wird die 13 bis 15jährigen lebenslang prägen“  zeigte sich Schulleiterin Gertraud Weber überzeugt. 
Gefördert wird das seit 2008 bestehende Austauschprogramm unter anderem von der Kultusministerkonferenz der Länder. Allerdings sei die finanzielle Unterstützung über die Jahre rückläufig , wie Schönwald berichtete: „Wir sind bei der Umsetzung verstärkt auf Spenden angewiesen“ machte er deutlich. Deshalb war die Freude groß, als sich die Freisinger Bank finanziell  an diesem völkerverbindenden Austauschprogramm mit ihrer willkommenen Spende beteiligt hatte. Insgesamt nehmen bundesweit zirka 50 Schulen am Austauschprojekt teil - Damit haben rund 750 Schüler im Jahr die Möglichkeit, andere Länder und Kontinente der einen Welt kennenzulernen.

Schueleraustausch-Indien Scheckuebergabe

 

Bei der Scheckübergabe der Freisinger Bank für den Schüleraustausch mit Indien: Oliver Klingeberger - Marktleiter Freisinger Bank, Konrektor Wolfgang Korn, Rektorin Gertraud Weber, Projektinitiator Rolf Schönwald und  2. Konrektorin Elisabeth Dünzl.

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