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„Der Erhalt der Artenvielfalt geht alle an“

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 10. Februar 2019

Das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen" trifft ganz offensichtlich den Nerv vieler Menschen und rüttelt auf – unabhängig davon, ob man zu den Unterstützern zählt oder ob man, wie etwa der Bayrische Bauernverband, die Forderungen in dieser Form ablehnt.

 

Gemeinderat-Rettet-die-Bienen Gruppenbild

Im Echinger Gemeinderat gehören parteiübergreifend Mitglieder aller Gruppierungen und Fraktionen zu den Befürwortern und machten auch ganz demonstrativ „gemeinsame Sache" bei ihrer Stimmabgabe. Dieses umfassende Bündnis aus Räten von CSU, SPD, FWG, „Bürgern für Eching", Grünen, „Echinger Mitte" und Irena Hirschmann (fraktionslos) schloss sich auch die ödp als Initiator des Volksbegehrens an. Ihr gemeinsames Beispiel darf als Appell an die Bürger verstanden werden, auf breiter Basis für Arten- und damit Klimaschutz einzutreten.

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Darüber haben SPD und BfE einen kostenlosen Taxidienst vom Ortszentrum ins Echinger Interimsrathaus an der Fürholzer Straße angeboten, denn der Eintragungsort im Echinger Norden liegt für nicht so mobile oder nicht motorisierte Echinger nicht gerade um die Eck.

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So konnte sich, wer wollte, an zwei Tagen vom Treffpunkt ASZ bequem und kostenlos zum Unterschreiben und wieder zurück chauffieren zu lassen. Zudem wurde zu einem Echinger Honigbrot mit eingeladen. Der Honig stammt von den Bienen der ambitionierten Hobby-Imkerin Brigitte Klein, deren Bienenstöcke in der Alten Ziegelei in Günzenhausen zu Hause sind. Sie beantwortete gerne alle Fragen rund um ihre fünf Honigvölker, berichtete von der immer aufwändig werdenden Pflege der empfindlichen Insekten. Zum Volksbegehren hat Klein eine klare Meinung: „Das geht uns alle an. Stark im Fokus stehen natürlich die Landwirte, aber ich bin der Meinung, dass wir hier alle zusammenhelfen müssen!" Und: „Pestizide sind nicht nur für Insekten und Bienen schädlich. Oder wollen Sie Pestizide in Ihrem Honig haben?"so die Imkerin.

Rettet-die-Bienen  1Volksbegehren Rathausbienen

Für eines ihrer Bienenvölker wird es ab dem Frühjahr einen neuen Standort geben – nämlich auf der Dachterrasse des Echinger Interims-Rathauses. So treten nicht nur die Echinger für Artenvielfalt und die Bienen ein, sondern es arbeiten zukünftig fleißige Bienen (nicht nur im!) sondern auch auf dem Rathaus für die Echinger! Bürgermeister Sebastian Thaler kommentierte die „Einstellung" der neuen fliegenden Rathausmitarbeiter in einer Presseerklärung folgendermaßen: „Fleißige Arbeitskräfte sind im Rathaus immer willkommen! Ich bin schon gespannt, wie viel Echinger Rathaushonig unsere Bienen erzeugen werden." Nahrungsquellen für die gelb-schwarzen Insekten sollten in der Umgebung ausreichend vorhanden sein, denn Bienen fliegen für ihre Blütennahrung einen Radius von zirka drei Kilometern ab.
Echings Bürgermeister hält nichts davon, den Landwirten in punkto Artenrückgang und –sterben den „Schwarzen Peter" zuzuschieben: „Wenn die Gesellschaft Ökologie und Nachhaltigkeit fordert, müssen wir die Landwirtschaft auch entsprechend fördern, idealerweise über faire Preise an der Ladentheke" weist er auf die Mitverantwortung der Wirtschaft und jedes einzelnen Konsumenten hin.
 

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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