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Alles nach Plan – auf der Großbaustelle „Echinger Rathaus“

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 29. Dezember 2018

Interessant und auch noch erfreulich war der vorweihnachtliche „Zustandsbericht" von der Rathausbaustelle. Zum Jahresabschluss hatte Bürgermeister Sebastian Thaler am 19. Dezember einen Ortstermin einberaumt, bevor die Arbeiten über die Festtage und Neujahr ruhen. Thaler und Architektin Susanne Wehkamp gaben gerne Ein- und Ausblicke auf den bisherigen zügigen Verlauf und die weiteren Planungsstufen. Der positive Zwischenstand: Kosten- und Zeitrahmen liegen „voll im Plan".

 

Rathausbaustelle Masterfoto

Informierten vor der Weihnachtspause vom Baufortschritt auf der Rathausbaustelle: (von links): Projektleiter Stefan Schiller und Polier Jürgen Schechinger von der Baufirma Probat, Bauamtsleiter Thomas Bimesmeier, Architektin Susanne Wehkamp, Bürgermeister Sebastian Thaler und Bauleiter Philipp Gaber konnten vermelden, dass alles im Plan ist.

Pünktlich im Oktober hat die Fa Probat ihre Arbeit aufgenommen. Noch bis März 2019 ist die laufenden Entkernung angesetzt. Die oberen drei Stockwerke des Hauses sind bereits auf das beibehaltene Baugerippe reduziert. Das Erdgeschoss ist momentan noch in Bearbeitung. Fenster und Fassade werden abgebaut. Bis August soll der Rohbau stehen, das Gebäude dann bis zum Jahresende 2019 dicht und winterfest sein und Anfang 2020 der Innenausbau erfolgen, bevor dann im Laufe des Jahres die Verwaltung wieder vom Interims-Rathaus im Alpine-Bau an der Fürholzer Straße in ein modernes, repräsentatives Gebäude ins Ortszentrum zurückkehren kann.
Bisher sind 45 Prozent der Baustellenaufträge vergeben, die sich anstelle der dafür angesetzten 4,4 Millionen Euro auf rund 4,7 Millionen Euro belaufen, so Thalers Bilanz. Im Frühjahr folgt die Auftragsvergabe für die einzelnen Gewerke für den Innenausbau und die Haustechnik. Wenn diese alle in trockenen Tüchern sind, stehen rund Dreiviertel der Auftragssumme fest und die Endkosten lassen sich genauer taxieren. Nach momentaner „Hochrechnung" (wie beim Lotto könnte man dazu auch sagen, diese Zahlen sind ohne Gewähr) wird sich die ursprüngliche Kostenschätzung von 13,3 Millionen Euro um rund 400 000 Euro erhöhen. Diese sich abzeichnenden Mehrkosten sind aber nicht ausschließlich dem Boom und damit Teuerungen in der Baubranche geschuldet, sondern auch baulichen Änderungen, sprich zusätzlichen Wünschen bei der Gestaltung der Fassade mit höherwertigen Keramikfliesen und einer abgewandelten Schließanlage.
Abgesehen von den bevorstehenden Betriebsferien wird den ganzen Winter über weitergearbeitet. Und wie Bauleiter Philipp Gaber versicherte, geht dies auch bei klirrenden Minusgraden. Architektin Susanne Wehkamp informierte beim Pressetermin über die eine oder andere Überraschung bei den im Gebäude verbauten Schadstoffen, insbesondere Asbest. So findet sich dieser, wie nach den Beprobungen erwartet, beim Kleber für den PVC-Bodenbelag, ebenso wie bei Dämmung und Fugen der Fenster. Unerwartet dagegen war ein asbesthaltiger Spachtelbelag im außenliegenden Treppenturm, ebenso wie asbesthaltige Gipskartonplatten an den Wänden im Erdgeschoss. Dagegen waren die oberen Etagen diesbezüglich schadstofffrei. 70 000 Euro mehr Kosten als prognostiziert fallen daher für den eingetretenen Mehraufwand bei den getrennt zu entsorgenden Schadstoffen an. Das Aussortieren der kontaminierten Bauteile macht sowohl aus Kosten- wie Umweltgründen Sinn.

 

Rathausbaustelle  4

So sieht aktuell der ehemalige Sitzungssaal aus.

Rathausbaustelle  3

Interessante Aus- und Durchblicke aus dem „Rathausgerippe" – hier die Sicht aufs Bürgerhaus.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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