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Eier frei Hof – von glücklichen Hühnern in Hollern

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 07. Juni 2018

Seit Anfang Mai gehören 1500 braune Legehennen neu zum lebenden Inventar des landwirtschaftlichen Familienbetriebs auf Gut Hollern 1. Geschäftsführer Niko Walter, 28 Jahre jung, ist gewissermaßen „aufs Huhn gekommen". Zusammen mit Freundin Julia, 25 Jahre, hat er den elterlichen Ackerbaubetrieb um das Standbahn der Eierproduktion erweitert.

Mittlerweile ein knappes halbes Jahr alt, hat sich das Federvieh ganz offensichtlich gut eingelebt an seinem neuen Wohn- und Arbeitsplatz, an dem es nach Hühnerart nach Herzenslust gackern, gurren, scharren, picken, rennen und sich aufplustern kann und im Schnitt und (fast) wie im bekannten Kinderlied „jeden Tag ein Ei" legt, „und sonntags auch mal zwei."
„Ich mag die Arbeit mit Hühnern" so Walter, der während seiner Ausbildung einen Legehennenbetrieb kennengelernt und dabei festgestellt hat, dass ihm die Tierhaltung von Federvieh gefällt. „Für mich kam nur Freilandhaltung in Frage" erläutert der Landwirt, der auf artgerechte Unterbringung, gesundes Futter und viel Auslauf für sein Hühnervolk setzt – und damit auch auf qualitativ hochwertige und schmackhafte Eier, besonderes Kennzeichen: kräftig gelbes Eidotter.
Neben möglichst vielen natürlichen Faktoren verfügt ein moderner Geflügelhof dieser Größenordnung auch über viel moderne Technik und Automatisierung. So erfolgt die Fütterung komplett computergesteuert. Jeden Tag zur selben Zeit wird über eine Zeitschaltuhr und eine Futterwaage neues Futter in den Stall transportiert und gleichmäßig verteilt. Eine Lichtsteuerung simuliert jeden Morgen um sechs Uhr im Stallgebäude den Sonnenaufgang und pünktlich um 10 Uhr abends geht die Sonne wieder unter. Zum Eierlegen sind für die dicke Berta, die lustige Fanny, die prächtige Frieda, die auf den umweltfreundlichen Eierverpackungen zu sehen sind, und ihre Artgenossinnen, dunkle und ruhige Nester vorgesehen. Auf dem leicht abschüssigen Nestboden kullert nach vollbrachtem Hühner-Tagwerk das Ei auf ein Förderband. Damit gelangen die Eier aus dem Stall in den Sortierraum, werden gesäubert und nach Gewicht von einer Waage-Maschine sortiert. Dann geht es ans Einpacken –in Handarbeit.
Direkt an der Hollerner Straße, zwischen Eching und Unterschleißheim gelegen, befindet sich das von Julia hübsch ausgestattete Verkaufshäuschen für die frischen Eier und die Eiernudeln aus Eigenproduktion. Herzstück des modernen Direktverkaufs ist der 24-Stunden rund-um-die-Uhr zugängliche gekühlte Eier-Automat, der die Wahl zwischen kleineren und größeren Eierschachteln lässt, Münzen und Scheine annimmt und Geld herausgeben kann. Ein Elektro-Auslieferungswagen, der mit Strom von der Photovoltaikanlage auf dem Hallendach betankt wird, ist für die Fahrten zu den Kunden zuständig, überwiegend Hotels und Restaurants aus der Umgebung. Ein Schwerpunkt soll aber auf der Direktabnahme frei Hof liegen. Demnächst erweitern auch erntefrische Kartoffeln ausHollern das Sortiment.
Infos auch auf der Homepage: www.Hof-Guthollern.de 


Zitat Niko Walter:
„Glückliche Hühner legen die besten Eier."


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Julia und Niko vor dem Elektro-Lieferwagen, mit dem die Eier zu den Kunden gelangen, überwiegend Gastronomie- und Hotelbetriebe .

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Das ist ein (Hühner-)Leben! Viel Auslauf im Grünen haben die Legehennen auf Gut Hollern. Im Hintergrund das Verkaufshäuschen mit dem 24-Stunden-Eier-Automaten

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Gekühlt und täglich frisch befüllt: der Rund-um-die-Uhr zugängliche Eier-Automat, der sogar Scheine annehmen und Wechselgeld herausgeben kann. Der Zehnerpack kostet 3 Euro, ein Eier-Sixpack 1,90 Euro.

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Vieles ist in der Geflügelhalle voll automatisiert, unter anderem auch das Eier-Transport-Fließband und die Waage mit Sortiereinrichtung.

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Verpackt werden müssen die Eier dann aber noch per Hand, hier Julia bei der täglichen Arbeit.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

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