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Erfolgreicher Maibaumklau der Echinger Burschen

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 13. April 2018

Die sensationelle Kunde vom gelungenen Maibaumdiebstahl des Echinger Burschenvereins in der Nacht von Mittwoch, 11. auf Donnerstag, 12. April wurde blitzschnell im Netz verbreitet: „ Unser Lieblingssport ist Holztransport! Der Burschenverein Eching hat heute Nacht erfolgreich zugeschlagen und das 31 Meter lange Stangerl aus Viehbach mitgenommen" hieß die bereits um exakt 7:48 Uhr auf Facebook verbreitete und mit einem Nacht- und Nebelfoto der erfolgreichen Diebesbande versehene Nachricht.

Unter den Kommentaren befindet sich sogar eine Gratulation aus Viehbach: „Wia habtsn des gschafft?" heißt es da mit respektvoller Verwunderung.
Gut versteckt und noch besser bewacht befand sich der zukünftige Viehbacher Maibaum vorübergehend in Echinger Gewahrsam – bis zur Zahlung der vereinbarten Auslöse. Wie Burschen-Chef Christian Weiß berichtete, war man bereits am Donnerstagmorgen in Kontakt mit den rechtmäßigen Besitzern, dem Burschen- und Madelverein Viehbach, die den temporären Verlust ihres Maibaums sportlich und mit Humor nehmen (müssen), schließlich handelt es sich dabei um einen alten, überlieferten Brauch.

 

Tatsache ist, dass der Viehbacher Maibaum nur sehr nachlässig, ja eigentlich gar nicht bewacht wurde. Offensichtlich hatte man sich darauf verlassen, dass der öffentliche Platz vorm Schützenheim, wo der Fichtenstamm auf seine zukünftige Bestimmung wartete, von Hause aus sicher genug sei. Schließlich befand er sich mitten im besiedelten Ortsgebiet. Doch da wurden alle eines besseren belehrt.
Nach strategischem Ausbaldowern der avisierten Beute in zwei vorausgehenden Nächten stand der Plan und die Entführung für Mittwochnacht fest. Gut zwei Dutzend Echinger Burschen führten heimlich, still und leise den Klau durch, eine logistische und körperliche Meisterleistung, die bei der schlafenden Bevölkerung unbemerkt blieb.

Um vier Uhr wurde der Baum mit geballter Manneskraft und unter größtmöglichem Muskeleinsatz auf den mitgeführten, kleinen Aufleger gewuchtet, eine Herkules-Arbeit, die wegen des großen Gewichts des Baumes in Kombination mit der nötigen Geräuschlosigkeit und ohne Tageslicht beinahe zu scheitern drohte. Doch dann war das schwere Diebesgut auf seiner rollbaren Unterlage und wurde in kollektiver Handarbeit so geräuschlos wie möglich aus dem Ort herausgeschoben, aus taktischen Gründen bis hinter das Viehbacher Ortschild, denn ab da gilt ein Maibaum als erfolgreich gestohlen. Dort wurde der Baum auf einen richtigen Transportaufleger umgebettet. In den frühen Morgenstunden ging es mit der Diebesbeute, angehängt an einen Bulldog und von einigen Feuerwehrkameraden abgesichert, die 15 Kilometer im Siegeszug und durch den morgendlichen Berufsverkehr (!) nach Eching.
Dort wurde natürlich auch gemeinsam auf die aktive Belebung des überlieferten Tradition des Maibaumstehlens angestoßen.

Zitat aus der erfolgreichen „Diebstahlsmeldung" auf Facebook:
„Unser Lieblingssport ist Holztransport."

Maibaumklau1 Masterfoto

Damit keine falschen Schlussfolgerungen aufkommen: Bürgermeister Sebastian Thaler und Stellvertreter Otmar Dallinger (hinten links) gehörten nicht zur räuberischen Maibaum-Bande, sondern spendierten bei der spontanen Diebesfeier das notwendige Bier zum Anstoßen auf den gelungenen Clou.

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Für Sie berichtete Ulrike Wilms. 

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