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Reichhaltiger Neujahrsempfang mit viel Musik und drei Ehrungen

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 16. Januar 2018

Der Reichtum einer Gemeinde bemisst sich nicht ausschließlich an materiellen Werten: Wie der Echinger Neujahrsempfang am 14. Januar 2018 im ausverkauften Bürgerhaus mit der Rede des Bürgermeisters, den Ehrungen und dem Neujahrskonzert eindrucksvoll vor Augen führte, gehören dazu auch das kulturelle und soziale Leben, das das die Gemeinschaft bereichert.

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Das Publikum zeigte sich begeistert vom schwung- und niveauvollen Neujahrskonzert, das einheimische Kräfte im Bürgerhaus geboten haben.

„Uns geht es gut"

Schön, dass Sie da sind" empfing Gastgeber und Gemeindeoberhaupt Sebastian Thaler die Besucher. Er wolle bei dieser festlichen Gelegenheit nicht auf Details eingehen, auf die Finanzen oder die Herausforderungen der zahlreich anstehenden Bauprojekte etwa, so der Bürgermeister. Sein kritischer Blick galt zunächst dem Miteinander in der Gesellschaft: „Ich bin in einem Deutschland aufgewacht, das auseinanderdriftet" umschrieb er die aktuellen politischen Strömungen und sozialen Probleme des Landes. Er vermisse bei den Bürgern und Wählern die kritische Auseinandersetzung anstelle von Parolen und allgemeiner Unzufriedenheit. Unabhängig von privatem Leid durch Krankheit oder persönliche Verluste könne er trotz alledem für Eching und Bayern nur sagen: „Uns geht es gut". Wichtigen Anteil daran haben all diejenigen, die mit einem Blick über den Tellerrand für das Wohl anderer eintreten. Auch daraus, zeigte sich Thaler überzeugt, kann der Einzelne
Glück und Zufriedenheit gewinnen – und trägt dazu bei, die Gemeinde „wertvoller zu machen".

Hans Hanrieder ist neuer Ehrenbürger der Gemeinde

Helga Ebenhöh und Waltraud Seidl erhalten die Bürgermedaille

Und da gab es bei diesem festlichen Abend gleich drei leuchtende Beispiele wertvollen, bürgerschaftlichen Engagements zu ehren, stellvertretend für die vielen ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde und für das Gemeinwohl, beispielsweise in Kirche, bei der Feuerwehr, in Sport- und sonstigen Vereinen. Bürgermeister Sebastian Thaler zeichnete „drei besondere Menschen" aus, die wie es auf ihren Urkunden zu lesen steht, sich „in besonderer Weise um die Gemeinde Eching verdient gemacht" haben: Hans Hanrieder erhielt die Ehrenbürgerwürde aus und Helga Ebenhöh und Waltraud Seidl die Bürgermedaille.

Neujahrskonzert2018 Ehrung

Ehrungs- und Erinnerungsfoto: von links Bürgermeister Sebastian Thaler, Waltraud Seidl (Bürgermedaille), Helga Ebenhöh (Bürgermedaille) und der neue Echinger Ehrenbürger Hans Hanrieder


Hans Hanrieder: Der 70jährige pensionierte Lehrer aus Dietersheim, Konrektor an der Volksschule in Eching und Schulleiter in Hallbergmoos (22 Jahre bis 2011), gehörte 30 Jahre dem Echinger Gemeinderat an, hatte sechs Jahre lang den Fraktionsvorsitz der Christsozialen inne und war 12 Jahre lang Echings zweiter Bürgermeister. In diesem Ehrenamt verstand sich Hanrieder stets als ein Bürgermeister für alle – und niemals als Interessenvertreter seiner Partei. Mit seiner freundlichen und zugewandten Art und seinem loyalen, integren Charakter wurde Hanrieder, „allseits geschätzt" so Thaler in seiner Laudatio. Im Rat ebenso wie in der Gemeinde und darüber hinaus genoss er das Vertrauen der Menschen „und brachte sich nicht nur in der politischen Arbeit mit warmem Herzen für andere ein."

Helga Ebenhöh: Als „caritatives Vorbild" würdigte Thaler Engagement und Initiative der gebürtigen Echingerin in Pfarr- und Ortsgemeinde. Die 75jährige Geschäftsfrau war 1982 treibende Kraft bei der Gründung der Interessengemeinschaft Echinger Fachbetriebe (EFB), hob attraktive Veranstaltungen, wie Frühjahrsschau und Kartoffelfest mit aus der Taufe. Daneben gehört sie lange Jahre dem katholischen Pfarrgemeinderat an und war 1984 Gründungsvorstand im Ortsverband des rührigen katholischen Frauenbundes, zu dessen Ehrenmitglied sie 2012 ernannt wurde.

Waltraud Seidl: Im Stillen und von vielen unbemerkt vollzieht sich das wichtige Wirken der 82jährigen, seit der Gründung 1989 Leiterin des Sozialdienstes Sankt Andreas, immer noch mit Freude, wie sie versichert. Ob als Ämterlotse oder bei der Organisation der Kleiderkammer, die gut zwei Dutzend Helferinnen sind für alle Hilfsbedürftigen da, ohne Unterschied, also für ältere, kranke, einsame, von Armut bedrohte, behinderte Mitmenschen, auch für Flüchtlinge. Damit erfolge eine Hilfe mitunter auch dort, „wo Behörden vielleicht versagen", so Echings Bürgermeister.


Musikalischer Jahresauftakt mit einheimischen Kräften

Konzertante Vielfalt auf hohem Niveau beim Neujahrskonzert

Angefangen mit drei jungen Instrumental-Solisten, allesamt Preisträger bei „Jugend musiziert" und Könner ihres Fachs, über das Salonorchester der Musikschule bis zum Symphonischen Blasorchester stellten einheimische Kräfte ihre konzertante Vielfalt unter Beweis. Für über 500 Gäste im ausverkauften Bürgerhaus, unter den zahlreichen Honoratioren auch einige Bürgermeister der benachbarten Gemeinden und die Landtagsabgeordneten Dr. Florian Herrmann und Benno Zierer, gestalteten sie einen schwungvollen und abwechslungsreichen Konzertabend. Geboten wurden Kompositionen von Rachmaninoff bis Rossini, mit klassischen, folkloristischen und zeitgenössischen Melodien, mit Marschmusik und sinfonischen Werken, Walzerklängen und weiteren tänzerischen Akzenten aus aller Welt.
Aushängeschilder der Echinger Musikschule sind unbestritten junge Talente wie Daniela Gelic (Querflöte), Niklas Lohmann (Klavier) und Maximilian Kleemann (Violine), die mit ihren eindrucksvollen Soli den Auftakt machten.

Neujahrskonzert2018 Geigensolo

Der erst 13jährige Geigensolist Maximilian Kleemann brillierte, vom Salonorchester begleitet, mit dem 1. Satz aus dem Concerto in G-Dur von Joseph Haydn.

„Ohne Sorgen" der Titel dieses schmissigen Walzers von Josef Strauß passte so recht zur gelungenen Zusammenstellung des Melodienstraußes mit seinen romantischen bis feurigen Facetten, den das Salonorchester unter Leitung von Georg Straßmann mitgebracht hatte. In Personalunion gab er einmal mehr auch den humorigen Conferencier, temperamentvollen Stehgeiger und sogar den Dichter.

Erstmals zu Gast beim gemeindlichen Neujahrskonzert, entfaltete das Symphonische Blasorchester der Echinger Blaskapelle unter Leitung von Fabian Schmidt in der zweiten Programmhälfte nuancenreich seine große Klangfülle.

Neujahrskonzert2018 Blasorchester

Eine hörenswerte Premiere beim Neujahrskonzert der Gemeinde bot das Symphonische Blasorchester unter Leitung von Fabian Schmidt.

Für diese Premiere hatte der Dirigent überwiegend eingängige slawische Konzertliteratur ausgewählt. Nach dem imposanten Konzertmarsch von Edward Elgar „Pomp & Circumstance Nr.1 und der an dieser Stelle unerlässlichen Zugabe ging es von den musikalischen Genüssen auf der Bühne zu den kulinarischen am Buffet und damit zum gemütlich-geselligen Teil des Abends über.

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Mit Getränken und delikaten kleinen Häppchen verwöhnt, ging den Echingern beim Stehempfang des Bürgermeisters der Gesprächsstoff nicht aus.

 

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

 

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