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Dr. Rolf Lösch zum Echinger Ehrenbürger ernannt

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 11. September 2020

Auszeichnung für eine Lebensleistung

Eching hat einen neuen Ehrenbürger. Altbürgermeister und Sozialdemokrat Dr. Rolf Lösch wurde am 10. September „ in dankbarer Anerkennung und Würdigung seiner großen Verdienste" , so der Wortlaut der Ehrenurkunde, „die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Eching verliehen, „um die er sich in besonderer Weise verdient gemacht" habe.

Bei einer coronabedingt sehr kleinen, aber sehr feinen abendlichen Feierstünde und einem festlichen Drei-Gänge-Menu und einem Dutzend Gästen aus Familie, (Partei)-Freunden) und Wegbegleitern im Hotel Olymp fand die offizielle Verleihung der Ehrenbürgerurkunde statt. Eigentlich, so sinnierte Bürgermeister Sebastian Thaler bei seiner Laudatio, sei es eine Lebensleistung, für die Lösch nun geehrt wurde. Anhand von einzelnen Streiflichtern und netten Anekdoten beleuchtete Echings Gemeindeoberhaupt Lösch als Persönlichkeit und Politiker.
Der promovierte Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler und gebürtiger Hesse ist zusammen mit seiner Frau seit 57 Jahren in Eching zu Hause. Beide brachten sich von Anfang an ein in Gemeinde und evangelische Kirchengemeinde, interessierten sich für politische,kulturelle und soziale Belange- auch über den Tellerrand hinaus. Lösch gehörte zu den Gründungsmitgliedern eines Südafrika-Kreises, der einem jungen schwarzafrikanischen Theologen ein langjähriges Studium in Deutschland ermöglichte. Bis zum Alter von fast 60 Jahren arbeitete Rolf Lösch am Münchner Ifo-Institut, bevor er aus Altergründen für nur eine Amtszeit (1992-1998), zum Echinger Bürgermeister und zum Nachfolger seines Freundes und Parteigenossen Dr. Joachim Enßlin gewählt wurde. Aus dieser Ägide nannte Thaler exemplarisch als besondere Ereignisse die Einweihung der KiTa „Bunte Arche", Echings erster integrativer Einrichtung, den Grundstückserwerb für den später fertiggestellten Autobahnanschluss Eching-Ost oder auch die Einrichtung eines eigenen Heimatmuseums.
Äußerst beeindruckend ist Löschs „Spätwerk". Ausgeprägtes Pflichtbewusstsein und hoher persönlicher Einsatz prägten seine freiwilligen Verpflichtungen als geschäftsführender Vorstand des Heideflächenvereins Münchner Norden e.V. und als Vorsitzender des ASZ-Trägervereins „Älter werden in Eching" (von 1999 bis 2015), wo er unter anderem die Einrichtung einer Wohngemeinschaft für Dementiell Erkrankte und die Anerkennung als Mehrgenerationenhaus begleitet hat. Sicher so manches graue Haar, so mutmaßte Thaler, verdanke Lösch den langwierigen und schwierigen Verhandlungen zwischen Kommune und Verein, bei denen sich Lösch gegenüber der Gemeinde als Pendant für den ASZ-Träger-Verein „Älter werden in Eching" „frustriert, aber hartnäckig" für die Belange der Einrichtung eingesetzt und die Auseinandersetzungen zu einem guten Abschluss gebracht habe. Noch heute unterstützt er seine Frau im ASZ bei ihrem integrativen Mosaik-Work-Shop mit Flüchtlingen und agiert als Taxifahrer für die schwarzafrikanischen Flüchtlinge, die nicht mehr in Eching untergebracht sind.

 

LoeschNatürlich ließ es sich der Geehrte nicht nehmen, selbst das Wort zu ergreifen und seine große Freude über die Auszeichnung zum Ausdruck zu bringen. Er habe die Veränderungen in Eching vom Bauerndorf der 60er Jahre zum heutigen Gemeinwesen miterlebt und „versucht, diese Entwicklung mit wichtigen und notwendigen Beiträge zu beeinflussen." Abschließend kommt er im Rückblick auf Privates, Berufliches und Ehrenamtliches zu dem bescheidenen Ergebnis: „Es ist mir einigermaßen gelungen."

Ehrenbuerger-Ernennung Loesch ee ueberarbeitet

Bürgermeister Sebastian Thaler übergab seinem bürgermeisterlichen Vor-Vorgänger Dr. Rolf Lösch die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger.

Ehrenbuerger-mit-Ehrengaesten

Zu den geladenen Gästen zählten weitere Bürgermeister und Ehrenbürger.

Ehrenbuerger-Ernennung Loesch Familie

Rolf und Margret Lösch mit Sohn und Schwiegertochter

Für Sie berichtete Ulrike Wilms

 

 

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